Am 30. August erstmals WEC-Rennen in Deutschland

Veränderter Wettbewerb wegen neuer Reglement-Bestimmungen

Die Audi-Piloten starten nach der Sommerpause als Tabellenführer in den vierten Lauf zur FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC. Marcel Fässler/André Lotterer/Benoît Tréluyer (CH/D/F) kommen nach zwei Siegen und einem weiteren Podiumsergebnis mit 20 Punkten Vorsprung zum Heimspiel von Audi auf den Nürburgring.

In ihrer bislang spannendsten Saison tritt die vor vier Jahren gegründete Langstrecken-Weltmeisterschaft zum ersten Mal vor deutschem Publikum an. Die Tabellenführer und ihre Audi-Teamkollegen Lucas di Grassi/Loïc Duval/Oliver Jarvis (BR/F/GB) starten zusammen mit 29 weiteren Teams auf der Grand-Prix-Variante des Nürburgrings. Audi Sport hat sich Ende Juli mit einem Test auf diese neue Strecke vorbereitet und dabei auch auf Basis der neuen Einstufung durch das Reglement getestet.

Über die Distanz von sechs Rennstunden erwartet das Publikum am Rennsonntag ab 13 Uhr einen ausgeglichenen Wettbewerb. Am Nürburgring könnte es so spannend werden wie zu Saisonbeginn, als Audi den Auftakt in Silverstone nach einem spannenden Kampf mit 4,6 Sekunden Vorsprung für sich entschied. Auch anschließend in Belgien trennten das siegreiche Audi-Trio gerade einmal 13,4 Sekunden von den Verfolgern. Nach den schnellen Strecken zu Saisonbeginn tritt Audi nun in der Eifel auf einem mittelschnellen Kurs an. Extrem langsame Streckenabschnitte mit nur rund 70 km/h stehen Passagen mit mehr als 290 km/h gegenüber.

Mit dem Rennen in Deutschland beginnt die entscheidende Phase in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC. Innerhalb von zwölf Wochen werden die fünf noch ausstehenden Läufe in Europa, Nordamerika und Asien ausgetragen. Dabei können sich die besten Fahrer bis Ende November maximal 130 Punkte sichern.

Aktuell weist das Konto der Führenden Fässler/Lotterer/Tréluyer 80 Zähler auf. Auch in der Markenwertung wahrt Audi alle Chancen. Als Tabellenzweiter liegt die Marke mit den Vier Ringen nur 16 Zähler hinter dem Spitzenreiter, 220 Punkte werden noch vergeben. Audi kämpft in diesem Jahr jeweils um seinen dritten Weltmeisterschafts-Titel in der Fahrer- und der Markenwertung der FIA WEC.

Ab dem vierten Saisonlauf in der Eifel gelten neue technische Einstufungen, die auf Basis der realen Daten in Le Mans ermittelt wurden. Danach wird dem Hybrid-Rennwagen Audi R18 e-tron quattro etwas mehr Kraftstoff-Energie pro Runde zugeteilt (plus 0,4 Prozent). Die Konkurrenz muss zugleich mit weniger Benzin als zuvor haushalten (minus 1,7-2,2 Prozent). Die Verantwortlichen haben auch den Tankinhalt der Rennwagen verkleinert. „Daraus ergeben sich geringfügige Verschiebungen“, sagt Chris Reinke, Leiter LMP von Audi Sport. „Die Unterschiede der technischen Konzepte im Starterfeld werden jetzt exakter ausgeglichen. Das hat Auswirkungen auf die Rundenzeiten aller Teilnehmer, aber möglicherweise auch darauf, wie viele Runden wir zwischen zwei Boxenstopps absolvieren können.“

Neben der neuen Einstufung der Rennwagen gilt für den Nürburgring auch eine Besonderheit im Reifenreglement, da die Strecke neu im Kalender ist. Den Herstellern stehen acht Reifensätze für jedes Auto in Qualifying und Rennen zur Verfügung – bei der Mehrheit der anderen 6-Stunden-Rennen sind es nur sechs Sätze. Somit können die Teams bei jedem Tankstopp auch die Pneus wechseln.

Der Fernsehsender Eurosport schaltet sich am Nürburgring in der entscheidenden Phase ins Geschehen ein und überträgt ab 18 Uhr die Schlussphase 75 Minuten lang live. RTL sendet am 5. September ab 13.35 Uhr eine Zusammenfassung des 6-Stunden-Rennens.

Quelle: Audi Motorsport

Share This

Teile diesen Beitrag

Teile diesen Beitrag mit deinen Freunden!