Görlitz (ots) – Gestern Mittag wurde die gemeinsame deutsch-polnische Streifengruppe auf der Autobahn auf einen serbischen Kleinbus aufmerksam, der in Richtung Dresden fuhr. Bei Kodersdorf stoppten die Beamten dann das Fahrzeug und führten eine Kontrolle durch. Dabei stellten sie fest, dass ein slowenischer Mann

(35) als Kraftfahrer hinter dem Steuer saß. Bei seinen acht Passagieren handelte es sich dagegen um serbische Frauen (30, 53), deren serbische Männer (31, 59) sowie um vier Kinder.

   Nach Überprüfung der vorgelegten Dokumente und nach den späteren Einlassungen der Aufgegriffenen bestand der Verdacht, dass der 35-Jährige die beiden serbischen Familien ins Bundesgebiet eingeschleust hatte.

   Grundsätzlich sind serbische Staatsangehörige, sofern sie im Besitz gültiger Dokumente sind, für die Einreise nach Deutschland von der Visumspflicht befreit. Dies gilt aber nur, wenn von den einreisenden Personen keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgeht. Im vorliegenden Fall bestand genau diese Gefahr, denn die Geschleusten wollten ganz offensichtlich dauerhaft in Deutschland bleiben. Im Übrigen ergaben die Ermittlungen, dass alle schon einmal in der Bundesrepublik waren, deren Asylanträge allerdings abgelehnt wurden.

   Schließlich erkannte die Bundespolizei den serbischen Staatsangehörigen das Reiserecht ab. Inzwischen haben die Personen die Dienststelle verlassen und sind nach Polen ausgereist. Lediglich zwei Erwachsene warten derzeit noch auf ein Flugzeug, um ebenfalls auszureisen.

Quelle: Bundespolizei

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