Gestern, ungefähr drei Stunden nach Mitternacht, wurde eine Streife des Görlitzer Zolls in der Nähe des Grenzübergangs Podrosche auf einen Opel Vectra mit Cottbuser Kennzeichen aufmerksam. Als die Beamten den Pkw und dessen drei Insassen (eine Frau, zwei Männer) kontrollierten, richteten sich die Blicke auf den 32-jährigen Fahrer, der nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis war. Eine inzwischen verständigte Streife des Polizeireviers Weißwasser übernahm den Mann und führte zudem einen Drogenschnelltest bei ihm durch. Weil dieser positiv ausfiel, ist später im Revier eine Durchsuchung durchgeführt worden. In deren Ergebnis wurden bei dem in Gubin geborenen polnischen Staatsangehörigen 8,7 Gramm Amphetamine aufgefunden. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und wegen des ordnungswidrigen Fahrens unter berauschenden Mitteln ermittelt.

   Die im Fahrzeug verbliebenen beiden Personen wurden später gegen

06:30 Uhr ein weiteres Mal kontrolliert. In diesem Fall war es die Verbundgruppe (Bundespolizei/Zoll) der Inspektion Ludwigsdorf, welche den Opel auf der S 127 zwischen Pechern und Skerbersdorf stoppte.

Hinter dem Lenkrad saß nun die 34-jährige polnische Staatsangehörige, obwohl – wie später ermittelt wurde – die zuständige polnische Behörde bis zum August 2019 ein Fahrverbot gegen sie erlassen hatte.

Ein durchgeführter Drogenschnelltest war auch bei der in Cottbus wohnenden Frau positiv. Gegen sie richten sich jetzt die gleichen Ermittlungen, wie gegen ihren zuvor in Gewahrsam genommenen Bekannten.

   Bei der bis dahin eher unauffälligen dritten Person handelt es sich um einen 32-Jährigen aus Berlin, dessen Personalien nun überprüft wurden. Weil das Ergebnis dieser Überprüfung darauf schließen ließ, dass auch er Drogen besitzt, wurde auch er durchsucht. Dabei fanden die Bundespolizisten und Zöllner vor Ort in einem seiner Schuhe zunächst 0,7 Gramm Marihuana. Während einer späteren Durchsuchung wurden tatsächlich noch 19 Gramm Crystal fest- und sichergestellt. Die Droge war in einer seiner Socken versteckt.

   Schließlich übernahm daraufhin die SoKo Crystal des Zollfahndungsamtes Dresden die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

   Inzwischen ordnete der Ermittlungsrichter des Görlitzer Amtsgerichts auf Antrag der Staatsanwaltschaft Görlitz die Untersuchungshaft gegen den Tatverdächtigen aus Berlin an.

   Der insgesamt erfolgreiche Aufgriff beweist einmal mehr, dass die Zusammenarbeit zwischen den Behörden und Dienststellen des Zolls, der Polizei des Freistaates Sachsen und der Bundespolizei im Grenzgebiet gut funktioniert!

Quelle: Staatsanwaltschaft Görlitz und der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf

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