Unerklärlicher Angriff auf Polizisten

Unerklärlicher Angriff auf Polizisten

Ort: Leipzig, OT Plagwitz, Naumburger StraßeZeit: 15.07.2015, 01:50 Uhr bis 03:00 UhrAls Polizist muss man sich vieles gefallen lassen. Dazu gehören unter anderem Beleidigungen und letzten Endes geht alles nach deinem Kopf: Steine, Flaschen, Äste, Brandsätze … Wenn du Glück hast, bleibst du unverletzt und kommst dank deiner Kollegen irgendwie aus der Situation wieder raus. Was solche Bedrängnis psychisch auslöst, fragt kaum einer. Im besten Fall wurde der Vorfall noch mit einem Video festgehalten und du kannst dich morgen bei Youtube dabei beobachten, wie du vor einer Meute davon gerannt bist. Was für ein Bild. Doch was tust du, wenn du nicht wegrennen kannst?In der letzten Nacht wurde die Polizei in Plagwitz zu einem so genannten ruhestörenden Lärm gerufen. Das heißt, dass es noch gegen halb 2 so laut war, dass die Anwohner eines Mehrfamilienhauses nicht schlafen konnten. Die Polizei war bereits zum zweiten Mal am Ort und musste feststellen, dass der Lärm innerhalb weniger Minuten noch lauter wurde. Zu viert begaben sich die uniformierten Kollegen in das zweite Obergeschoss des Hauses und klopften an der Tür zu einer Wohngemeinschaft. Tatsächlich wurde geöffnet und es entspann sich schon im nächsten Moment eine Diskussion, die aggressiv von einem der Mitbewohner angeheizt wurde, der nicht einsichtig gegenüber der Maßnahme der Polizei war, die nun, da es noch immer nicht leiser wurde, die Personalien der Anwesenden erheben wollte. Irrig nahm der Mann an, die Polizei dürfe erst nach dem dritten Erscheinen die Personalien erheben. Vorher wäre das keine rechtmäßige Handlung. Denkste! Die Polizei darf zum Zwecke der Verfolgung einer Ordnungswidrigkeit (denn das ist ein ruhestörender Lärm) jederzeit die Personalien der Verursacher erheben und ist dabei nicht an einen routinemäßigen Ablauf gebunden, der jedes Handeln ad absurdum führen würde, wenn keinerlei Einsicht beim Betroffenen zu erkennen ist. Die Rechtsgrundlagen finden sich hierfür im sächsischen Polizeigesetz, dem Ordnungswidrigkeitengesetz und der Strafprozessordnung. Der geneigte Leser kann sich hierzu über die Sachlage anhand der Paragraphen § 111 und § 117 OWiG und § 163b StPO näher informieren.Letzten Endes verlief das Schauspiel so ab, dass eine der Frauen in der WG doch ihren Ausweis vorzeigte, woraufhin sie von einem anderen Mitbewohner aufgefordert wurde, ihn wieder zurück zu nehmen und das Notizbuch des Polizisten, der sich den Namen soeben notierte, gleich mit. Gesagt getan, doch das Vorgehen wurde durch die Kollegen verhindert. Die Polizisten wollten daraufhin die Wohnung verlassen, was ihnen jedoch von den fünf anwesenden Mitbewohnern verwehrt wurde. Irgendwie schafften es die Uniformierten in den Treppenflur des Mehrfamilienhauses, wo dann einer von ihnen von den Fünf umzingelt und umklammert wurde. Die anderen Kollegen wollten ihm helfen, doch war es so eng, dass einer von ihnen gestoßen wurde und dadurch die Treppe hinunter fiel. Er erlitt Prellungen und eine schmerzende Verletzung am Knie. Der Kollege in der Umklammerung wollte weiterhin eine Eskalation der Situation verhindern und sprach mit lauter Stimme auf die Fünf ein. Die wiederum zogen an seiner Kleidung und kratzten ihn. Ein dritter Polizist verletzte sich am Ellenbogen, als er dem umklammerten Kollegen helfen wollte. Endlich gelang es seinen Kollegen jedoch, ihn für einen kurzen Moment zu befreien, woraufhin er sein Pfefferspray zog und wohlwissend, dass er in dem engen Gebäude selbst Leidtragender sein werde, sprühte er das Spray in Richtung seiner Widersacher. Hierdurch ergab sich ein Moment der Flucht für die Polizisten. Die WG-Bewohner setzten ihnen jedoch nach. Es folgte ein neuerlicher Sprühstoß des Reizgases und die Beamten rannten auf die Straße zu ihren Fahrzeugen, sprangen hinein und fuhren davon. Nicht jedoch, um klein bei zu geben; nein. Es wurde Verstärkung angefordert. Das gesamte Geschehen war überdies durch einige der Mitbewohner mit dem Handy gefilmt worden. Die Polizisten erlangten daher über ein Telefonat zur Bereitschaftsstaatsanwältin den Beschluss zur Durchsuchung der Wohnung und Beschlagnahme sämtlicher Mobiltelefone. Das darauf befindliche Material solle als Beweismittel gegen die Täter erhoben werden. Beim dritten Mal rückte die Polizei nun in weitaus größerer Zahl an. Die Personalien sämtlicher Personen wurden erhoben und insgesamt neun Mobiltelefone beschlagnahmt. Eine Person zeigte sich den neuerlichen Maßnahmen gegenüber sehr uneinsichtig und aggressiv. Dieser Herr (26) wurde durch die Polizei ins Gewahrsam gebracht, um dort identifiziert zu werden. Nachdem er sich beruhigt hatte und die Polizei seinen Namen kannte, wurde er gegen 04:00 Uhr entlassen und konnte sich wieder nach Hause begeben. Ihn und die anderen aus der Runde (m 23, m 34, w 22, w 23) erwartet nun ein Anzeigenpaket wegen Beleidigung, gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Nötigung und Widerstand gegen Polizeibeamte. Am Ende steht die Frage, ob das alles wegen zu lauter Musik nötig gewesen wäre? (KG)

Quelle: PD Leipzig

Der Hochsommer 2015 führt eine On-Off-Beziehung

Der Hochsommer 2015 führt eine On-Off-Beziehung

Freitag werden es wieder 30 bis 38 Grad – danach folgt die Abkühlung

Kaum hatte der Sommer mit Sonne satt und neuen Hitzerekorden eingeheizt, zog er sich Anfang dieser Woche mit Regen und kühler Attitude zurück. Die kommenden Tage erwartet viele Sommerfreunde eine ähnliche Berg- und Talfahrt mit anfänglicher Hitze und anschließender Abkühlung: „Ab Mittwoch beginnt erneut eine hochsommerliche Phase – zunächst im Südwesten mit 30 Grad. Am Freitag kann sich ganz Deutschland über tropische Temperaturen von 30 bis 38 Grad freuen“, weiß Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline. Am Oberrhein und Main zeigt sich der Sommer dann von seiner anhänglichsten Seite: die 40-Grad-Marke wird dieses Mal aber wohl nicht geknackt.

Doch darauf lässt der Sommer alle abblitzen, die sich schon auf eine dauerhaft hochsommerliche Periode gefreut haben: Schon am Freitag entlädt sich die Hitze in kräftigen Gewittern, die für kühlere Luft sorgen. Über das Wochenende fallen die Temperaturen damit auf bis zu 20 Grad ab. Aber das nächste Hoch ist schon wieder in Sicht: „Nach dem milden Wochenende sieht es Anfang nächster Woche nach einem neuen Schwall Sommerluft aus“, sagt Habel.Ob sich der Hochsommer auch weiterhin nicht entscheiden kann, oder es doch zu einer anhaltenden Schönwetterphase kommt, verrät Ihnen die WetterOnline-App oder der Wetterportal-Check auf www.wetteronline.de.

Quelle: WetterOnline

  

Jugendlicher nach Absturz gerettet in Chemnitz

Jugendlicher nach Absturz gerettet in Chemnitz

Chemnitz OT Hilbersdorf – Jugendlicher bei „Entdeckertour“ auf Brachengelände abgestürzt und schwer verletzt/ Feuerwehr lobt Freunde für besonnene Erste Hilfe(Ki) Dank der besonnenen Hilfe seiner Freunde  konnte ein 14-Jähriger am Dienstagnachmittag nach einer verunglückten Klettertour schnell gerettet und ärztlich versorgt werden.Am Nachmittag war der Jugendliche mit vier Freunden (m: 13, 2x 14; w: 14)  auf dem ehemaligen Betriebsgelände des Reichsbahn-Ausbesserungswerkes (RAW) an der Emilienstraße auf „Entdeckertour“. In dem unwegsamen Brachengelände kletterten die Schüler auf das Dach der alten Umladehalle und liefen darauf herum. Dabei brach der 14-Jährige zunächst mit einem Bein durch das Dach. Beim Versuch sich abzufangen, gab das Dachmaterial nach und der Junge stürzte ca. vier Meter tief auf einen Betonboden. Seine Freunde lagerten den Verunglückten auf eine gefundene Matratze und sprachen mit. Ein 13-Jähriger wählte gegen 14.45 Uhr den Notruf. Die Feuerwehr musste mehrere Quadratmeter Blechwand entfernen, um an den schwerverletzten Jungen zu kommen. Sie betreuten den Jungen bis zum Eintreffen eines Rettungshubschraubers, der den Verletzten in eine Klinik brachte. Die Feuerwehr lobte später das Handeln der jungen Leute, die ihren Freund nicht im Stich gelassen haben. Bei der besonnenen Alarmierung über den Notruf 112 soll der 13-jährige Freund des Verunglückten sogar die Koordinaten des Unfallortes genannt haben. Anschließend wartete man auf die Einsatzkräfte an einem verabredeten Ort und führte sie zur Unglücksstelle. Nach der Rettungsaktion wurden die vier Freunde an die Eltern übergeben.Es waren 13 Feuerwehrleute der Chemnitzer Berufsfeuerwehr mit vier Fahrzeugen, Rettungsdienst mit insgesamt acht Mitarbeitern und Beamte der Bundespolizei sowie des Polizeireviers Chemnitz-Nordost im Einsatz.Für eine mögliche Pflichtverletzung des Grundstückseigentümers gibt es nach derzeitigem Stand keine Anhaltspunkte

Bekämpfung der Bestände Riesen-Bärenklau im Stadtgebiet gestartet

Bekämpfung der Bestände Riesen-Bärenklau im Stadtgebiet gestartet

Das Tiefbauamt und das Garten- und Friedhofsamt informieren:

Bekämpfung der Bestände Riesen-Bärenklau im Stadtgebiet gestartet

Alle Grundstückseigentümer und –nutzer zur Mithilfe aufgerufen

 

Um die weitere Ausbreitung des Riesen-Bärenklau zu vermindern, erfolgt auch in diesem Jahr wieder die flächenhafte Bekämpfung der im Stadtgebiet vorkommenden Bestände. Dabei werden die Blüten der Pflanzen entfernt, um die Reproduktion der Bestände zu verhindern. Die Blüten werden gesammelt und in einer Kompostieranlage thermisch behandelt, um die Keimfähigkeit der Samen dauerhaft zu zerstören.

Das Tiefbauamt und das Garten- und Friedhofsamt rufen in diesem Zusammenhang auch alle Grundstückseigentümer und –nutzer zur Bekämpfung dieser Pflanze auf!

Bitte beachten:

Bei den Bekämpfungsmaßnahmen ist zu beachten, dass unbedingt Schutzkleidung (Hand-schuh, Schutzbrille, langärmelige Kleidung und Gummistiefel) getragen werden sollten und wenn möglich bei bedecktem Himmel gearbeitet wird, um Hautschäden durch den Pflanzensaft vorzubeugen. Pflanzensaftspritzer auf der Haut sind sofort mit reichlich Wasser abzuwaschen.

Entsorgung

  • Beim Vorkommen einzelner oder weniger Pflanzen können deren Blütenstände in einem Plastiksack verpackt mit dem Restmüll entsorgt werden. Die übrigen Pflanzenteile sind kompostierbar. Ein Ausstechen der Pflanze ist wegen deren Pfahlform der Wurzel mühsam. Sinnvoll ist es, den etwa 10 bis 15 cm unter der Erdoberfläche befindlichen Vegetationskegel zu entfernen.
  • Bei größeren Mengen anfallender Blüten des Riesen-Bärenklau besteht die Möglichkeit der Anlieferung zur fachgerechten Entsorgung auf dem Betriebshof des Garten- und Friedhofsamtes in der Pöhlauer Straße 53b. Dazu wird um telefonische Anmeldung unter 0375 212629 gebeten.

Darüber hinaus ist dafür Sorge zu tragen, dass besonders im Umfeld der größeren Bestände keine Kinder spielen bzw. Umgang mit Teilen der Pflanzen haben, um Gesundheitsschäden zu vermeiden.

Es wird davor gewarnt, diese Pflanzen bewusst als Gartenzierpflanzen einzusetzen bzw. zu erwerben. Werden größere Bestände festgestellt, wird um Information unter Telefon 0375 836631 gebeten.

 

Die Mitarbeiter des Tiefbau- sowie des Garten- und Friedhofsamtes bedanken sich jetzt schon für die Unterstützung!

Ergänzend:

Der Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum), auch als Herkulesstaude bekannt, gehört zur Familie der Doldengewächse und ist eine der bekanntesten gebietsfremden Pflanzenarten (sog. invasive Neophyten). Die ursprünglich aus dem Kaukasus stammende zweijährige Staude wurde vor etwa 100 Jahren in Deutschland als dekorative Gartenzier-pflanze eingeführt und ist leicht an ihrer Größe, ihren riesigen Doldenblüten, den bis zu 1 m  großen fiederteiligen Blättern und dem meist dunkelrot gefleckten Stängel erkennbar. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts entwickeln sich allerdings vermehrt Massenbestände der bis zu 3,5 m großen Pflanze in unserer heimischen Natur. Durch die Ausbreitung sind dabei nicht nur die einheimischen Pflanzenarten von Verdrängung bedroht, sondern die Pflanze stellt vor allem eine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Alle Pflanzenbestandteile, besonders aber der Pflanzensaft enthalten photosensibilisierende Furanocumarine. Diese Inhaltsstoffe werden bei Berührung der Pflanze durch die Haut aufgenommen und verursachen insbesondere bei Sonnenbestrahlung schwere Hautentzündungen. Nach 20 bis 48 Stunden bilden sich auf den betroffenen Hautpartien abgegrenzte Rötungen und es kommt zu Blasen- und unter Umständen zu Ödembildung, vergleichbar mit Verbrennungen zweiten bis dritten Grades. Diese Hautschädigungen heilen nur langsam ab und können Narben hinterlassen.

 

Die Herkulesstaude besiedelt bei uns bevorzugt Uferbereiche von Gewässern, aber auch Straßenränder, Brachflächen und landwirtschaftliche Nutzflächen. Gerade die Nähe zu Fließgewässern fördert die Fernverbreitung der Pflanze, da die schwimmfähigen Samen über weite Strecken transportiert werden können. Eine Pflanze kann über 40.000 Samen bilden. Besonders das massenhafte Auftreten an Uferbereichen ist problematisch, weil die ursprüngliche Vegetation verdrängt wird und so die Gefahr der Ufererosion steigt, da die Pfahlwurzeln von Heracleum mantegazzianum keine Boden festigende Wirkung haben. Die bereits im Boden liegenden Samen bleiben bis zu 8 Jahre lang keimfähig.

Quelle: Stadt Zwickau