Hinter den Angeboten in Zeitungen und im Internet, die Superverdienste ohne Anstrengung verheißen, stecken oft unseriöse Firmen. Die Betrugs-Masche ist simpel: Nicht nur, dass die Nebenjob-Sucher häufig keine Beschäftigung bekommen, meist sollen sie für wertloses Material, einen Zugang zu einer Datenbank oder als Aufnahmegebühr auch noch etwas bezahlen oder ein Zeitschriften-Abonnement abschließen. „Bei solchen Nebenverdienstangeboten profitieren meist nur die Firmen“, weiß Beate Saupe von der Verbraucherzentrale Sachsen. Vorsicht ist geboten, sobald eine Firma Zahlungen verlangt, bevor der Job überhaupt angetreten ist. Hellhörig sollten Verbraucher auch bei übertriebenen Verdienstmöglichkeiten, vagen Beschreibungen, anonymen Anbietern und teuren Telefonnummern werden. „Die Alarmglocken sollten aber spätestens dann schrillen, wenn Neueinsteiger zunächst auf eigene Kosten an Lehrgängen teilnehmen, teure Produkte erwerben oder Mitglieder werben sollen“, erklärt Saupe weiter. Unseriös sind oft auch Angebote, um Autos als Werbetafel vermarkten zu lassen. In der Regel muss hier zunächst ein Anmelde- oder Bearbeitungsentgelt gezahlt werden. Manche Anbieter lassen sich ihre Bemühungen dann mit Zeitungsabonnements bezahlen. Die Leistungen, die man dafür dann  erhält, sind mehr als bescheiden: Die Daten der Pkws werden zum Beispiel in eine Datenbank eingetragen, in der sich interessierte Unternehmen die gewünschten Autos aussuchen können. Eine Garantie für eine erfolgreiche Vermittlung gibt es nicht. Am Ende haben die Verbraucher dann mit den Bearbeitungsentgelten oder den Zeitschriftenabos draufgezahlt. „Auch vermeintlich seriöse Jobangebote sollten vor einer Unterschrift sorgfältig geprüft werden, denn häufig ist es schwierig, sich aus festen Verträgen zu lösen“, rät Saupe abschließend.

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