Mit knapp einem halben Jahr Verzögerung kann am 27. Juli 2015 das in der Podemusstraße geplante Übergangswohnheim für Asylsuchende in Betrieb genommen werden. In den nächsten Tagen wird das Wohnheim zunächst mit Möbeln eingerichtet werden. Auch an den Konzepten zur Betreibung des Heimes, zur Sicherheit und zur sozialen Betreuung der Asylsuchenden wird derzeit noch gearbeitet. Bis die ersten Flüchtlinge am 27. Juli 2015 einziehen sollen, wird alles fertig sein. Das neue Wohnheim wird durch die Human Care GmbH betrieben. Der Stadtrat hatte im Dezember 2014 nach intensiver Diskussion dem Vorschlag des Sozialamtes zugestimmt, im ehemaligen Hotel „Lindenhof“ 40 Unterbringungsplätze für Flüchtlinge einzurichten. Mit dem neuen Wohnheim im Dresdner Westen verfügt die Landeshauptstadt Dresden über insgesamt 13 Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber mit dann insgesamt 787 Plätzen. „Die zusätzlichen Plätze werden auch dringend gebraucht“, freut sich der für die Unterbringung von Asylsuchenden in Dresden verantwortliche Sozialbürgermeister Martin Seidel über die neuen Kapazitäten. Martin Seidel weiter: „Von den 2 683 von der Landesdirektion Sachsen für dieses Jahr angekündigten Neuzuweisungen, sind erst 949 Personen tatsächlich in Dresden angekommen. Für die zweite Jahreshälfte ist deshalb mit einer größeren Dynamik zu rechnen. Da sind wir auf jeden einzelnen Platz angewiesen.“Wie bei den zuletzt in Betrieb genommenen Wohnheimen in Dresden-Pappritz und Dresden-Löbtau soll auch der neue Heimstandort den Anwohnern im Rahmen eines Tages der offenen Tür vorgestellt werden. „Die Resonanz war jeweils riesig“, resümiert der Sozialbürgermeister. Allein 700 Interessierte besichtigten das neue Übergangswohnheim in Pappritz. 500 Dresdner kamen, um sich einen Eindruck vom Wohnheim in der Tharandter Straße in Löbtau zu verschaffen. Und Seidel weiter: „Damit ist der erste Schritt getan, um Berührungsängste abzubauen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir auch am neuen Standort zu einem guten Miteinander von Flüchtlingen und Anwohnern finden. Unser Kommunikationskonzept vom Oktober letzten Jahres geht also in diesem Punkt auf.“ Der Tag der offenen Tür wird voraussichtlich am Samstag, dem 25. Juli 2015, stattfinden. Über die Medien und das Amtsblatt werden die Bürger und Anwohner rechtzeitig vorher nochmals separat eingeladen.Zum Hintergrund: Mit Stand 30. Juni 2015 muss die Landeshauptstadt Dresden für insgesamt 2 523 Asylsuchende deren Unterbringung sicher stellen. Davon werden 747 Personen in Wohnheimen untergebracht. Mit 1 776 Personen leben jedoch mehr als zwei Drittel der Flüchtlinge in dezentralen Wohnungen. Im Ergebnis des Stadtratsbeschlusses zum Maßnahmeplan für die Schaffung weiterer Unterbringungskapazitäten im Dezember 2014 wurden bereits 388 Unterbringungsplätze neu in Betrieb genommen. Davon 288 Plätze in 51 neu angemieteten dezentralen Wohnungen und 100 Plätze in den beiden neuen Übergangswohnheimen Tharandter Straße (40 Plätze) und Wachwitzer Höhenweg (60 Plätze) in Pappritz. Weitere Plätze in Wohnungen sind bereits in der Akquise.

Quelle: Stadt Dresden

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