BKA: Zielfahndungserfolg des Bundeskriminalamtes Festnahme von zwei deutschen Staatsangehörigen in Uruguay

BKA: Zielfahndungserfolg des Bundeskriminalamtes Festnahme von zwei deutschen Staatsangehörigen in Uruguay

   Wiesbaden (ots) – Die Zielfahndung des Bundeskriminalamtes (BKA) kann einen weiteren Erfolg verbuchen. Am 11.06.2015 hat sie in Uruguay, gemeinsam mit der dortigen Polizei, zwei führende Mitglieder der Sekte „Lichtoase“ festgenommen. Der 60-jährige Sektengründer und eine 59-jährige Frau, das „Medium“ der Sekte, waren seit 2007 auf der Flucht.

   Das BKA übernahm am 02.04.2014 den Fall von der zuständigen Staatsanwaltschaft Detmold, die dem Sektengründer vorwirft, im Jahr

1994 das 13-jährige Kind zweier Sektenmitglieder sexuell schwer missbraucht zu haben. Der Missbrauch fand über einen Zeitraum von mehreren Monaten in Bayern und Portugal statt. Seine Komplizin soll Beihilfe geleistet haben.

   Die Zielfahndung des BKA wurde eingeschaltet, da sich die Spur der beiden Gesuchten in Südamerika verlief. Die beiden Flüchtigen und auch ihre Fluchthelfer verhielten sich äußerst konspirativ.

   Nach umfangreichen Fahndungsmaßnahmen, die in enger Zusammenarbeit mit den Behörden in Montevideo und dem Verbindungsbeamten des BKA in Buenos Aires/Argentinien erfolgten, wurden die Gesuchten auf einem durch Sektenmitglieder finanzierten Anwesen in Uruguay aufgespürt und festgenommen.

   Beide wurden am 12.06.2015 dem Haftrichter in Montevideo vorgeführt, die Auslieferung nach Deutschland wird vorbereitet.

   „Unsere Zielfahndung ist weltweit unterwegs und dank der guten internationalen Zusammenarbeit bestens vernetzt“, sagt BKA-Präsident Holger Münch. „Es gibt auf der Welt deshalb kein wirklich sicheres Versteck“.

   Bei ihrer Arbeit werden die Zielfahnder von weltweit 68 Verbindungsbeamten des BKA unterstützt, die in 151 Staaten tätig sind. Mit der gezielten Fahndung nach Personen begann das BKA im Jahr

1975 bei der Terrorismusbekämpfung, 1984 wurde das Verfahren auf alle Kriminalitätsphänomene ausgeweitet. Die Zielfahnder koordinieren alle gezielten Maßnahmen der weltweiten Fahndung und führen in herausragenden Fällen eigene Maßnahmen durch.

Quelle: BKA

Tudor United SportsCar Championship, 5. Lauf in Watkins Glen/USA  Doppelsieg für Porsche 911 RSR bei Sechsstunden-Klassiker

Tudor United SportsCar Championship, 5. Lauf in Watkins Glen/USA Doppelsieg für Porsche 911 RSR bei Sechsstunden-Klassiker

Stuttgart. Sechs Stunden Spannung und Dramatik – und der größte Saisonerfolg für Porsche in der amerikanischen Tudor United SportsCar Championship: Auf der Traditionsrennstrecke in Watkins Glen hat Porsche mit dem Sportwagenklassiker 911 am Sonntag in einem ereignisreichen Rennen voller Spannung und Dramatik einen Doppelsieg in der Klasse GTLM gefeiert.

Nach 157 Runden auf dem 5,472 Kilometer langen Kurs im US-Bundesstaat New York gewannen Porsche-Werksfahrer Wolf Henzler (Nürtingen) und sein amerikanischer Teamkollege Bryan Sellers im 470 PS starken 911 RSR des Kundenteams Falken Tire das fünfte Saisonrennen der populären US-Sportwagenmeisterschaft. Auf dem zweiten Platz kamen für Porsche North America der frisch gebackene Le-Mans-Sieger Earl Bamber (Neuseeland) und Jörg Bergmeister (Langenfeld) ins Ziel. Auch der Sieg in der Umweltwertung Michelin Green-X Challenge ging an Porsche: Der von Patrick Pilet (Frankreich) und Nick Tandy (Großbritannien) gefahrene 911 RSR, der auf der siebten Generation der Sportwagenikone 911 basiert, wurde als das GT-Auto mit der besten Gesamteffizienz ausgezeichnet. Der Porsche 911 RSR geht mit dem kleinsten Hubraum aller GT-Autos an den Start. Auch sein Straßenpendant 911 GT3 wird von den Kunden in aller Welt für sein hervorragendes Verhältnis aus Performance und Kraftstoffverbrauch geschätzt.

Das erste Ausrufezeichen beim traditionsreichen Sechsstundenrennen setzte Patrick Pilet. Der Porsche-Werksfahrer aus Frankreich startete als Fünfter seiner Klasse und setzte sich auf der regennassen Strecke gleich in der ersten Runde mit sensationellen Überholmanövern an die Spitze. Mit profillosen Slicks fuhr er in der ersten Rennstunde einen Vorsprung von fast einer Minute heraus. Ebenfalls in der Auftaktrunde musste Earl Bamber den ersten Rückschlag einstecken: Als sich ein Konkurrent unmittelbar vor ihm drehte, konnte er die Berührung nicht vermeiden und beschädigte seinen Frontsplitter, der später ausgetauscht werden musste. Mit einer Runde Rückstand machte er sich auf die Verfolgung der Spitze. So ereignisreich ging es weiter. Mal hörte der Regen auf, um dann, nachdem die Strecke schon wieder abgetrocknet war, umso heftiger wieder einzusetzen. Die Folgen waren zahlreiche Unfälle und daraus resultierende Safety-Car-Phasen. Einmal musste das Feld aus Sicherheitsgründen mit der roten Flagge in die Boxengasse geholt werden, weil die Strecke teilweise unter Wasser stand.

Die Entscheidung fiel in der letzten Rennstunde. Da ging Wolf Henzler in Führung, weil er im Gegensatz zu seinen Konkurrenten nach der Wiederaufnahme des Rennens keinen Boxenstopp einlegte. Patrick Pilet lauerte auf dem zweiten Platz. Doch noch vor der nächsten Gelbphase musste der Franzose seinen 911 RSR an Nick Tandy abgeben, weil er sonst die erlaubte Fahrzeit überschritten hätte und bestraft worden wäre. Nach diesem unplanmäßigen Boxenstopp war ein Platz auf dem Podium außer Reichweite. Dafür sprang Earl Bamber in die Bresche. Auf nasser Strecke überholte er in einem tollen Manöver genau den Konkurrenten, der ihm in der ersten Runde in die Quere gekommen war und krönte seinen ersten Start in Watkins Glen mit dem zweiten Platz.

In der Klasse GTD belegten die Amerikaner Andy Lally und John Potter zusammen mit Marco Seefried (Wildschönau) den zweiten Platz. Sie waren für das Kundenteam Magnus Racing im eigens für den Einsatz in der Tudor United SportsCar Championship entwickelten Porsche 911 GT America am Start.

Stimmen zum RennenMarco Ujhasi, Gesamtprojektleiter GT Werksmotorsport: „Das war ein unglaublich intensives Rennen mit einem sensationell guten Ergebnis für Porsche. Glückwunsch an die Kollegen von Falken Tire und unseren Werksfahrer Wolf Henzler zu diesem fantastischen Erfolg. Auf der nassen Strecke sind unsere Fahrer unglaublich gut gestartet. Doch dann kam genau zum falschen Zeitpunkt die erste Gelbphase und die mehr als 50 Sekunden Vorsprung, die Patrick bis dahin herausgefahren hatte, waren dahin. Bei diesen wechselhaften Bedingungen spielte die Strategie eine große Rolle. Leider mussten wir Patrick zum Schluss an die Box holen, weil er sonst seine maximale Fahrzeit überschritten hätte. Ansonsten wäre es ein Dreifachsieg geworden.“Wolf Henzler (Porsche 911 RSR #17): „Watkins Glen zu gewinnen ist großartig, vor allem bei diesem verrückten Wetter. Unsere Falken-Reifen waren sehr gut im Regen und der Elfer mit seinem Heckmotor und der tollen Traktion ist für solche Bedingungen wie gemacht. Wir haben auf unseren letzten Boxenstopp verzichtet und versucht, so gut es ging Benzin zu sparen. Das ist uns gelungen. Wir waren überzeugt, dass wir es auch ohne die letzte Safety-Car-Phase schaffen würden. Doch als das Safety Car rauskam, war das trotzdem eine große Erleichterung. In diesem Moment wusste ich: Jetzt kann nichts mehr passieren.“Bryan Sellers (Porsche 911 RSR #17): „Zum Schluss war alles reine Nervensache: Reicht das Benzin oder reicht es nicht? Wir haben getan, was wir konnten. Wir waren im Trockenen schnell und im Nassen. Bei solchen Bedingungen gehört natürlich immer auch etwas Glück dazu, doch ich denke, es war alles in allem ein verdienter Sieg. Das ganze Team hat in den letzten Wochen und Monaten sehr hart gearbeitet, um so weit zu kommen. Heute ist es dafür belohnt worden“.Earl Bamber (Porsche 911 RSR #912): „Dieser zweite Platz fühlt sich sehr gut an. Am Ende eines so ereignisreichen Tages ist das ein schöner Erfolg für das Team Porsche North America, vor allem nach der schwierigen Anfangsphase. Zum Schluss hätte noch ein paar Rennminuten unter Grün gebraucht. Vielleicht hätte es dann sogar zum Sieg gereicht. Schade, aber trotzdem Glückwunsch an das Falken-Team.“Jörg Bergmeister (Porsche 911 RSR #912): „Das war ein sehr ereignisreiches Rennen für uns. Wir hatten einige Probleme, etwa mit dem Kontakt gleich in der ersten Runde und dem kaputten Frontsplitter, aber auch mit dem Rad, das sich beim Wechsel nicht gleich lösen ließ. Doch als es in der Schlussphase darauf ankam, haben wir die richtigen strategischen Entscheidungen getroffen und den zweiten Platz geholt. Wir können wirklich sehr zufrieden sein.“Patrick Pilet (Porsche 911 RSR #911): „Ich hatte einen tollen Start im Regen. Gleich in der ersten Runde in Führung zu gehen, war ein Auftakt nach Maß. Es war sehr schwierig im Regen, manchmal ging es einfach nur noch darum, das Auto auf der Strecke zu halten. Doch ich liebe solche Bedingungen. Ich bin bei solchem Wetter schon auf der Nürburgring-Nordschleife gefahren und diese Erfahrung kam mir heute sicherlich zugute. Schade, dass es am Ende nicht für einen Platz auf dem Podium gereicht hat.“Nick Tandy (Porsche 911 RSR #911): „Das war schon ein verrücktes Rennen. Wir haben unser Bestes gegeben und hatten bei diesen wechselhaften Bedingungen sicherlich das Potenzial, ganz vorne zu landen. Leider hatten wir zum Schluss nicht mehr die Möglichkeit, um den Sieg zu kämpfen.“

Der 6. Lauf der Tudor United SportsCar Championship wird am 12. Juli im Canadian Tire Motorsport Park in Bowmanville/Kanada ausgetragen.

RennergebnisKlasse GTLM1. Henzler/Sellers (D/USA), Porsche 911 RSR, 157 Runden2. Bamber/Bergmeister (NZ/D), Porsche 911 RSR, 1573. Auberlen/Werner (USA/D), BMW Z4 GTE, 1574. Magnussen/Garcia (DK/E), Chevrolet Corvette, 1575. Kaffer/Fisichella (D/I), Ferrari F458 Italia, 1576. Pilet/Tandy (F/GB), Porsche 911 RSR, 1577. Gavin/Milner (GB/USA), Chevrolet Corvette, 136

Klasse GTD1. Carter/Lawrence/Goosens (USA/USA/B), Dodge Viper SRT, 152 Runden2. Potter/Lally/Seefried (USA/USA/D), Porsche 911 GT America, 1523. Haase/von Moltke/Miller (D/USA/USA), Audi R8 LMS, 1524. Sweedler/Bell (USA/USA), Ferrari 458 Italia, 1525. McNeil/Keen/Davis (USA/USA/USA), Porsche GT America, 1526. Keating/Bleekemolen (USA/NL), Dodge Viper SRT, 1527. Farnbacher/James (D/USA), Porsche 911 GT America, 152

Das ist die Tudor United SportsCar ChampionshipDie Tudor United SportsCar Championship ist eine Sportwagenrennserie, die seit 2014 in den USA und Kanada ausgetragen wird. Sie ist aus dem Zusammenschluss der American Le Mans Series und der Grand-Am Series entstanden. Sportprototypen und Sportwagen starten dabei in vier verschiedenen Klassen: GTLM (GT Le Mans), GTD (GT Daytona), P (Prototype) und PC (Prototype Challenge). Der Porsche 911 RSR fährt in der Klasse GTLM, der Porsche 911 GT America in der Klasse GTD.

Quelle: Porsche Motorsport

Lenkungsausschuss Asyl verständigt sich auf weitere Maßnahmen

Lenkungsausschuss Asyl verständigt sich auf weitere Maßnahmen

Der Lenkungsausschuss Asyl unter Vorsitz der Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, sowie des Staatssekretärs im Staatsministerium des Innern, Dr. Michael Wilhelm, ist heute turnusgemäß zu seiner siebten Sitzung im Staatsministerium des Innern zusammen gekommen.

Gegenstand der Beratungen, die soeben abgeschlossen wurden, waren weitere Maßnahmen aus den unterschiedlichen Ressortbereichen:

Solidarität mit Flüchtlingen in Freital

Der Lenkungsausschuss Asyl hat seine Solidarität mit den in Freital untergebrachten Flüchtlingen zum Ausdruck gebracht. Hass und Diskriminierung haben keinen Platz in Sachsen.

Neuordnung Rechtslage unbegleitete minderjährige Flüchtlinge Seit Anfang dieser Woche ist im Sozialministerium eine Stabsstelle „Unbegleitete minderjährige Ausländer“ geschaffen worden, die direkt Staatssekretärin Andrea Fischer zugeordnet ist. Das Sozialministerium hat somit eine der Bedeutung der Thematik angemessene Struktur geschaffen.

Zudem fand ein Gespräch der Staatsministerin Barbara Klepsch und Staatssekretärin Andrea Fischer mit dem Sächsischen Städtetag und dem Sächsischen Landkreistag zur Thematik statt.

Gemeinsam mit den Oberbürgermeistern und Landräten werde man die veränderte Unterbringung und Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Ausländern bewältigen.

Leitfaden Arbeitsgelegenheiten

Die Stabsstelle Asyl hat einen Leitfaden Arbeitsgelegenheiten für Asylbewerber erstellt. Der Leitfaden soll den Einstieg in die Thematik erleichtern und einen schnellen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten und Voraussetzungen geben, die das Asylbewerberleistungsgesetz eröffnet. Er gibt Empfehlungen, wie Arbeitsgelegenheiten rechtmäßig und integrationswirksam gestaltet werden können. Der Leitfaden wird allen Bürgermeistern zur Verfügung gestellt.

Förderfibel für Kommunen

Die Stabsstelle Asyl hat eine Förderfibel erstellt, die einen Überblick über Förderprogramme des Freistaates Sachsen enthält. Die Förderfibel soll Gemeinden, Städten und Landkreisen bei der Suche nach geeigneten Förderprogrammen helfen, die sie bei der Unterbringung und Integration von Asylsuchenden nutzen können. Neben einer kurzen Beschreibung der Programme gibt es in der Förderfibel Hinweise zu den Ansprechpartnern und Links zu weiteren Informationen. Die Förderfibel wird allen Bürgermeistern zur Verfügung gestellt.

Erleichterungen im Vergaberecht verlängert Angesichts der erhöhten Prognose des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) für die Zahl der Asylbewerber hat das Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr das vereinfachte Vergabeverfahren bis 30. September 2015 verlängert. Landkreise und Kreisfreie Städte können Beschaffungen im Zusammenhang mit der Unterbringung von Asylbewerbern auf Grund der aktuellen Situation vorübergehend im Verhandlungsverfahren bzw. freihändig durchführen. Die Kommunen werden damit in die Lage versetzt, die erforderlichen Unterbringungskapazitäten zeitnah bereitzustellen.

Konsequente Durchsetzung der Ausreisepflicht und Förderung der freiwilligen Rückkehr Straffällige Asylbewerber sollen schneller abgeschoben werden. Der Generalstaatsanwalt des Freistaates Sachsen hat dafür Verfahrenserleichterungen bei anhängigen Strafverfahren bestimmt, um die Ausreisepflicht zügiger ermöglichen zu können.

Abgelehnte Asylbewerber sollen von Landkreisen und Kreisfreien Städten zudem verstärkt auf die Möglichkeit der freiwilligen Ausreise hingewiesen werden. Im Rahmen der freiwilligen Rückkehrförderung wurden für den Bereich Sachsen im Zeitraum Januar bis Mai 2015 insgesamt eine finanzielle Unterstützung für 185 Ausreisen bewilligt. Im gleichen Zeitraum 2014 waren es Mittel für 158  Ausreisen. Hauptherkunftsländer waren die Russische Föderation, Serbien, Georgien und der Kosovo. Das Programm ist bei der Internationalen Organisation für Migration angesiedelt und wird vom Bundesinnenministerium gemeinsam mit den Landesministerien organisiert und mit den zuständigen Landkreisen und Kreisfreien Städten umgesetzt. Informationen zur freiwilligen Rückkehrförderung gibt es unter: https://germany.iom.int/de/reaggarp

Bedrohung von Amts- und Mandatsträgern, Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte Das Operative Abwehrzentrum (OAZ) bearbeitet seit Anfang dieses Jahres zentral politisch motivierte Straftaten gegen Amts- und Mandatsträger, die sich im Zusammenhang mit der Asylproblematik ergeben. Insgesamt sind bisher Ermittlungen in 21 Fällen mit 13 geschädigten Amtsträgern, u. a. wegen Beleidigung, Bedrohung, Sachbeschädigung zu verzeichnen. Das OAZ wird die Ermittlungen weiter intensiv führen, damit Täter zeitnah strafrechtlich verantwortet werden können.

Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit Übergriffen auf Flüchtlingsunterkünfte im Freistaat Sachsen werden ebenfalls vom OAZ geführt. Im ersten Quartal 2015 gab es 20 solcher Übergriffe. Die Gefährdungslage einer bestimmten Asylbewerberunterkunft wird von der zuständigen Polizeidirektion eingeschätzt. Die Behörde trifft im Einzelfall auch entsprechende Vorkehrungen zum Schutz. Das OAZ und die Polizei raten nicht nur Amtsträgern, sondern auch Engagierten in Bürgerinitiativen und Vereinen, die bedroht werden, grundsätzlich Anzeige zu erstatten.

Abbau der Rückstände bei der Aktenanlage Das BAMF berichtet, dass der Rückstau bei der Aktenanlage im Freistaat Sachsen fast behoben wurde. Die Landratsämter haben das BAMF mit Personal unterstützt.

„Notenschlüssel zur Integration“

Der Landkreis Nordsachsen hat Anfang Mai 2015 im Rahmen des Integrationstags für Asylsuchende und Flüchtlinge das Projekt „Notenschlüssel zur Integration“ durchgeführt. Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien im Landkreis Nordsachsen sollen die Chance bekommen, ein Instrument zu erlernen oder auf bereits vorhandene Instrumentenkenntnisse aufbauen. Junge Asylsuchende musizieren gemeinsam mit Kindern aus dem Landkreis in einem Orchester. Das Projekt wurde im Lenkungsausschuss vorgestellt und soll ein Modellprojekt für vergleichbare Initiativen in weiteren Landkreisen und Kreisfreien Städten sein.

Quelle: Freistaat Sachsen

BPOLI KLT: Bundespolizei findet bei Jugendlichen verbotene Gegenstände

BPOLI KLT: Bundespolizei findet bei Jugendlichen verbotene Gegenstände

   Schönberg/Vogtland (ots) –   Am gestrigen Dienstagabend, dem 30. Juni 2015, kontrollierten Beamte der Bundespolizeiinspektion Klingenthal in Schönberg/Vogtland einen 17-jährigen Jugendlichen. Dabei fanden die Beamten bei dem jungen Mann illegale Pyrotechnik sowie mehrere in Deutschland verbotene Gegenstände. Aufgefunden wurden zwei Springmesser, ein Schlagring, ein Messer mit einer Klingenlänge von mehr als zwölf Zentimeter sowie sechzig Feuerwerkskörper „La Bomba“ ohne jegliche Prüfzeichen. Die Gegenstände hatte die Person eigenen Angaben zufolge in Tschechien erworben. Zur geplanten Verwendung dieser machte der Vogtländer keine Angaben. Gegen ihn wurde Strafanzeige wegen Verstößen gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz erstattet. Die Gegenstände wurden sichergestellt.

Quelle: Bundespolizei

Kunstvolle Rauchbrandkeramik in Bad Elster

Kunstvolle Rauchbrandkeramik in Bad Elster

Hurrikan XII.- (c) Wolfram Boden

Galerie im Königlichen Kurhaus eröffnet neue Sommerausstellung

Bad Elster/CVG. Am Freitag, den 10. Juli findet um 18.00 Uhr die Vernissage zur Keramikausstellung »Kunst & Form« von Wolfram Boden aus Colditz in der Galerie des Königlichen Kurhauses Bad Elster statt. In dieser Ausstellung können die Besucher ungewöhnliche Rauchbrandkeramik in Farbgebung und Oberflächengestaltung bestaunen, die durch diesen speziellen Brand erreicht wird.

Wolfram Boden stellte in den ersten Jahren seiner Arbeit als Keramiker hauptsächlich Gefäße her. Durch Zufall stieß er auf den Schwarz- bzw. Rauchbrand, und begann zu probieren, zu experimentieren und entdeckte so diese Technik für seine Arbeit. Im Laufe der Zeit entstanden immer häufiger Wandplatten, die ihm neue Möglichkeiten zur Umsetzung seiner Ideen eröffneten. Diese Platten, aus einem Teil oder mehreren Teilen bestehend, haben oftmals eine Größe, die vor allem beim Brennen im offenen Feuer viel Kraft und höchste Konzentration erfordern.

Vor dem ersten Brand wird der Ton geschnitten, eingedrückt, angeraut oder geglättet, danach getrocknet und es werden verschiedenfarbige Polierschlicker aufgetragen. So zeigen sich nach den Bränden farbige oder schwarze Flächen, poliert oder matt, sowie Strukturen oder Zeichen. Von Beginn an berücksichtigt Wolfram Boden Rauch und Feuer in seinem »Gestaltungsplan«. Mittlerweile arbeitet er mit sehr unterschiedlichen Brennverfahren. Für den Sägemehlbrand verwendet er Kapseln und Tonnen in verschiedenen Größen und lässt diese von zufälligen Färbungen und Zeichnungen überraschen. Offenes Feuer in verschiedener Intensität ermöglicht ihm eine gezielte Färbung der Keramik.

Diese beeindruckende Ausstellung kann dann bis zum 28. August jeweils Montag bis Freitag von 9.00 bis 17.00 Uhr sowie zu den Veranstaltungen im Königlichen Kurhaus Bad Elster besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. Alle Infos zur Ausstellung gibt es in der Touristinformation Bad Elster im Königlichen Kurhaus unter 037437/ 53 900 oder unter www.chursaechsische.de

Quelle: Chursächsische Veranstaltungs GmbH