Die hohen Temperaturen kommen immer häufiger, die großen Ferien stehen vor der Tür und die Planung des Sommerurlaubs hat oberste Priorität. Doch die Sommerreifen haben seit Kauf schon viel Arbeit geleistet? Sonnige und trockene Straßen fordern einen hohen Tribut. Und wenn die Reifen dauerhaft aufgrund hoher Geschwindigkeiten heißer als 60 Grad werden, dann ist Vorsicht geboten. Bei zu weichen Reifen steigt der Verschleiß, die Spurhaltung leidet und die Fahrstabilität ist auch durch verlängerte Bremswege in Gefahr. Je härter die Reifen, desto besser die Bodenhaftung, auch bei Hitzerekorden und auf der Autobahn.

Gefährlich wird es bei nasser Fahrbahn, wenn die Reifen zu nachgiebig sind. Wer darüber hinaus noch besonders breite Reifen fährt, riskiert ein Aquaplaning bereits ab 100 km/h. Wer jetzt noch frische Sommerreifen vor dem Start in die Ferien aufziehen will, sollte auf bestimmte Kriterien achten. Dazu gehören die korrekte Reifengröße (im Fahrzeugschein angegeben), das neue EU-Reifenlabel, die Kraftstoffeffizienz (Rollwiderstand) und die Nasshaftung. In großen Reifenshops wie Tirendo.de gibt es PKW-Reifen für jeden Fahrzeugtyp. Hier finden auch Laien schnell das für sie passsende Reifenmodell.

Dass im Zweifel lieber ein paar Reifensätze zu viel als zu wenig vorrätig sein sollten, zeigt eine Untersuchung der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ). Sie offenbarte, dass abgefahrene Reifen schneller die Bodenhaftung verlieren und nasse Reifen bei weniger als 1,6 Millimetern Profiltiefe schon ab 70 km/h aus der Spur geraten. Neuere Reifen sind auch bei 90 km/h sicher. Daher die Empfehlung: Bereits ab 2 Millimetern bei Sommerreifen lieber wechseln und neben Unfällen kein Bußgeld riskieren, falls zu wenig Profil vorhanden ist. Unter 1,6 Millimetern ist seitens des Gesetzgebers kein Toleranzbereich vorgesehen. Auch der Luftdruck ist relevant, mehr als 0,5 bar unterhalb der jeweiligen Herstellerangaben sorgen für schlechte Reaktionszeiten und verminderte Lenkungskontrolle.

Für die Sommersaison haben sich im Rahmen einer Untersuchung von ADAC und Stiftung Warentest viele gute Modelle herauskristallisiert. Neben dem schlechten Abschneiden von Ökoreifen wird auch von zu breiten Reifen abgeraten. Sobald es regnet, wird es jedoch gefährlich, wenn die Kurven zu schnell genommen werden. Auch unpraktisch sind Allwetterreifen, die zwar bei entsprechender Kennzeichnung bei jedem Wetter tauglich sind, doch gerade bei Extremsituationen in Sachen Regen und Hitze schneller abbauen. Wer auf Nummer sicher gehen will, hat immer mehrere Sätze Spezialreifen für die aktuelle Jahreszeit in Reserve.

Bildrechte: Flickr Sommerreifen I Dirk Vorderstraße I CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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