AIDA 066Fast jeder zehnte Passagier eines Kreuzfahrtschiffes wird seekrank. Die Übelkeit wird durch

die schwankenden Bewegungen des Schiffes ausgelöst. Doch was genau passiert im menschlichen Körper, und was hilft dagegen? Neben Medikamenten gibt es einige Tipps, dieSeekrankheit gar nicht erst aufkommen lassen.

Ursachen von Seekrankheit

In der Fachsprache wird die Reise- und Bewegungskrankheit Kinetose genannt. Ausgelöst wird sie durch verschiedene widersprüchliche Reize, die unser Körper nicht verarbeiten kann. Dabei spielt unser Gleichgewichtsorgan, das sich im Innenohr befindet, eine wichtige Rolle. Es sendet bestimmte Signale an das Gehirn, während unsere Augen etwas anderes melden. Durch diese Diskrepanz wird vermehrt Histamin ausgeschüttet, wodurch die typischen Symptome wie Übelkeit, trockener Mund, Schweißausbrüche, Schwindel und sogar Erbrechen nach Ansicht von Wissenschaftlern erst ausgelöst werden. Kurze Wellenbewegungen begünstigen Seekrankheit ebenso wie lange Rollbewegungen. Weshalb Frauen wesentlich häufiger betroffen sind als Männer, ist nicht geklärt. Besonders empfindlich reagieren Frauen während Schwangerschaft und Menstruation. Kaum Probleme haben hingegen ältere Menschen und Kinder bis zu zwei Jahren.

Medikamente müssen nicht sein

Wer auf bestimmte Dinge achtet, kommt mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne den Einsatz von Medikamenten aus. Grundsätzlich spielt die Größe des Schiffes eine entscheidende Rolle. Auf großen Schiffen wird man weniger schnell seekrank, da die Wellenbewegungen kaum wahrnehmbar sind. Das liegt an den Stabilisatoren, die in den meisten Schiffe verbaut sind. Es ist ratsam, eine Kabine in der Mitte des Schiffes zu wählen, da der Wellengang dort prinzipiell am geringsten ist. Rückt die Reise immer näher, sollte man am Vortag und am Tag der Abfahrt auf Alkohol und Nikotin möglichst verzichten. Diese Substanzen begünstigen Seekrankheit.

Aus demselben Grund ist es nicht empfehlenswert, mit vollem oder leerem Magen an Bord eines Schiffes zu gehen. Sollte man dennoch Übelkeit verspüren, geht man am besten auf das Oberdeck und fixiert einen Punkt am Horizont. Auch Schlaf und Vitamin C helfen und führen erwiesenermaßen zu einer Senkung des Histaminspiegels.

Jedes Schiff verhält sich unterschiedlich, und jeder Passagier hat unterschiedliche Wahrnehmungen. Dennoch können Berichte, Bewertungen und die Erfahrungen von Passagieren auf den zahlreichen Bewertungsportalen eine Hilfe darstellen und Sicherheit verleihen. Auf kreuzfahrer.de findet manbeispielsweise Schiffsbewertungen über die Queen Mary 2 oder die AIDAdiva. Seiten wie seereisebewertungen.de informieren über Reiseveranstalter wie Atlantic Seereisedienst.

Mit den genannten Tipps kann man der Seekrankheit effektiv entgegenwirken. Wer im Zweifelsfall nicht ohne Medikamente auskommen sollte, wendet sich nn den Schiffsarzt.

Bildrechte: Flickr AIDA 066 Jaeger-Meister CC BY 2.0 Bestimmte Rechte

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