M15_0368FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC, 1. Lauf, Silverstone (GB): LMP1, Freies Training

Optimierung der Hybrid-Strategie im Fokus

Stuttgart. Die beiden Porsche 919 Hybrid mit den Fahrertrios Timo Bernhard, Brendon Hartley und Mark Webber sowie Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb im zweiten Le-Mans-Prototypen legten am ersten Trainingstag zum Saisonauftakt der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) im britischen Silverstone insgesamt 132 Runden zurück.

Im ersten Training am Vormittag belegten die beiden LMP1-Porsche die Plätze zwei (Startnummer 17, 1.42,265 Minuten) und vier (Startnummer 18, 1.42,457 Minuten). Das zweite 90-minütige Training auf dem 5,901 Kilometer langen Traditionskurs beendeten die beiden Hybrid-Rennwagen auf den Plätzen drei (Startnummer 17, 1.42,046 Minuten) und vier (Startnummer 18, 1.42,641 Minuten).

Das Sechsstundenrennen in Silverstone ist der erste von acht Läufen zur WEC 2015. Das LMP1-Qualifying findet am Samstag von 12:30 bis 12:50 Uhr Ortszeit (MESZ: 13:30 – 13:50) statt, das Rennen startet am Sonntag um 12:00 Uhr Ortszeit. Eurosport überträgt die Schlussphase live von 18:00 bis 19:15 Uhr MESZ.

Stimmen nach dem freien Training:

Alexander Hitzinger, Technischer Direktor: „Im ersten Freien Training haben wir mit dem Porsche 919 Hybrid Nummer 18 etwas Zeit verloren. Trotzdem konnten wir unser Programm aber durchbringen. Wir haben die Autos gut auf die Strecke abgestimmt und Set-up-Änderungen durchgeführt. Auch die Hybrid-Strategie konnten wir optimieren. Mein Fazit: Der erste Tag hier in Silverstone ist für uns positiv verlaufen.“

Fahrer Porsche 919 Hybrid (Nummer 17)
Timo Bernhard (34, Bruchmühlbach-Miesau): „Im zweiten Training lag der Fokus auf der Rennvorbereitung, wir haben viele wichtige Daten gesammelt. Ich bin praktisch einen ganzen Longrun zusammen mit dem Audi Nummer acht gefahren, das war natürlich interessant. Insgesamt war es auch wichtig, sich wieder an den Verkehr auf der Strecke zu gewöhnen.“

Brendon Hartley (25, Neuseeland): „Das freie Training lief gut für uns. Es hat alles reibungslos funktioniert, es gab keinerlei Probleme mit unserem Porsche 919. Wir haben viele Abstimmungsänderungen vorgenommen und sind lange Distanzen gefahren. Die Zeitenliste verspricht schon jetzt ein sehr spannendes Rennen.“

Mark Webber (38, Australien): „Mit unserem Porsche 919 Hybrid hatten wir einen sehr angenehmen Start ins Wochenende. Wir haben alle ein Gefühl für das neue Auto in Silverstone bekommen. Wir fahren hier zum ersten Mal mit dem Energie-Management für die Acht-Megajoule-Klasse. Die Abstimmung dafür braucht schon ein bisschen Liebe und Einfühlungsvermögen, darum habe ich mich heute Morgen bemüht. Am Nachmittag war ich nicht eingeplant. Silverstone ist eine großartige Strecke. Toll, dass jetzt die Saison offiziell losgeht.“

Fahrer Porsche 919 Hybrid (Nummer 18)
Romain Dumas (37, Frankreich): „Es sieht nicht schlecht aus. Ich bin am Nachmittag meine erste Runden gefahren und habe mich im Auto wohlgefühlt, das ist schon mal gut. Beim Bremsen und Verzögern können wir uns noch verbessern. In Sachen Abtrieb haben wir im Vergleich zum Vorjahr deutliche Fortschritte erzielt. Wir sind auf jeden Fall bei der Musik, aber die anderen haben sich auch sehr gut vorbereitet. Morgen nach dem Qualifying wissen wir mehr.“

Neel Jani (31, Schweiz): „Ich bin morgens als erster gefahren, aber in Kurve drei bekamen wir ein Problem mit dem Antrieb hinten rechts. Ich bin mit reinem Elektroantrieb zur Box zurückgekehrt. Nach der Reparatur konnte ich noch die letzten zwölf Runden drehen und Daten sammeln, um für das zweite Training die Abstimmung vorzubereiten. Wir haben zwar Fahrzeit verloren, aber grundsätzlich fühlte sich das Auto gut an.“

Marc Lieb (34, Ludwigsburg): „Es war nicht ganz einfach heute. Weil wir im ersten Training recht lange in der Box standen, bin ich im zweiten gleich raus zu einem längeren Stint. Ich musste mich erst wieder auf die Strecke einschießen, und die Abstimmung passt auch noch nicht ganz. Natürlich sind Fortschritte gegenüber 2014 offensichtlich – sowohl bei der Leistung als auch bei der Fahrbarkeit. Aber es liegt auch noch einige Arbeit vor uns.“

Quelle: Porsche Motorsport

Share This

Teile diesen Beitrag

Teile diesen Beitrag mit deinen Freunden!