Landratsamt Zwickau

Pilzberatung kann Leben retten

5 000 Pilz-Beratungen 2014

Pilze und deren toxische Stoffe können beim Menschen Vergiftungen verursachen.
Um aufzuklären und damit einer Pilzvergiftung vorzubeugen, werden im Landkreis Zwickau kostenlos Beratungen von Pilzsachverständigen angeboten.

Das Jahr 2014 ist für alle Pilzfreunde ein außerordentlich gutes Pilz-Jahr gewesen – davon können auch die Pilzberater des Landkreises Zwickau berichten:

Insgesamt wurden im Jahr 2014 ca. 5 500 Beratungen durchgeführt, bei denen etwa 12 000 einzelne Bestimmungen notwendig waren. Sehr häufig trat in diesem Jahr der Pantherpilz auf, von denen die Pilzberater 250 im Sammelgut fanden. Auch 40 Exemplare der tödlich giftigen Knollenblätterpilze mussten aus den Körben entfernt werden. Selbst Fliegenpilze tauchen immer wieder bei den Sammlern auf. 150 von ihnen wurden registriert.

Leider müssen die Pilzberater auch immer wieder Kahle Kremplinge, im Volksmund „Sauohren“, den Körben entnehmen. Einige Sammler verstehen dies nicht, da von früheren Generationen diese Pilze noch regelmäßig gegessen wurden. Doch auch dieser Pilz kann tödlich verlaufende Vergiftungen hervorrufen. Leider kommen viele Pilzfreunde zu den Beratern mit alten und schon verdorbenen Pilzen und sind dann sauer, wenn ihnen diese nicht zum Verzehr überlassen werden. Doch auch hier können Eiweißvergiftungen entstehen.

Die Anzahl der Beratungen erstreckten sich bei den Pilzberatern von 50 bis mehreren Hundert. Allgemein lag bei allen Beratern die Anzahl an Beratungen doppelt so hoch wie in den letzten Jahren.

Bedenkt man die Anzahl der aussortierten Giftpilze, kann man sich vorstellen, dass viele Vergiftungen durch die Pilzberater verhindert werden konnten. Ergänzt werden die Beratungen noch durch die Beantwortung von telefonischen Anfragen zur Zubereitung von Pilzen Zusätzlich zu den Beratungen wurden im Landkreis Zwickau sowie in der Stadt Zwickau 13 Pilzausstellungen durchgeführt. Dort konnten die Besucher jeweils samstags und sonntags ihre Artenkenntnisse mit den ausgestellten Arten vergleichen. Die Besucherzahl lag zwischen 200 und 800 Gästen pro Ausstellung. Da jeder Berater im Schnitt vier Ausstellungen betreut hat, kommen hier mit Vorbereitung schon mal ganz schnell ca. 100 Stunden pro Person und Jahr zusammen.

Außerdem wurden in diesem Jahr wieder über 40 Wanderungen und ca. 25 Vorträge angeboten, auf denen neben Pilzkenntnissen auch andere Naturbereiche erläutert wurden.

Es war ein „anstrengendes“ Pilzjahr, trotzdem freuen sich die Pilzberater des Landkreises Zwickau schon auf die neue Saison mit einem hoffentlich ähnlich guten Aufkommen wie 2014!

Quelle: Landkreis Zwickau

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