Polizei29

   Karlsruhe (ots) – Die Bundesanwaltschaft hat am 3. Februar 2015 beim Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs einen Haftbefehl gegen

   den 22-jährigen deutschen Staatsangehörigen Nezet S.

   erwirkt. Der Beschuldigte wurde gestern (10. Februar 2015) dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der ihm den Haftbefehl eröffnet und den weiteren Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet hat.

   Der Beschuldigte ist dringend verdächtig, sich von Ende Juli bis Ende August 2014 als Mitglied an der ausländischen terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat Irak und Großsyrien“ (ISIG) beteiligt zu haben (§ 129b Abs. 1 i.V.m. § 129a Abs. 1 StGB). Nach dem Ergebnis der bisherigen Ermittlungen reiste er Ende Juli 2014 über die Türkei nach Syrien und schloss sich dort dem „Islamischen Staat Irak und Großsyrien“ (ISIG) an. Dem Beschuldigten wird insoweit vorgeworfen, eine Schusswaffenausbildung für den militanten Jihad durchlaufen und mehrfach an Kampfhandlungen teilgenommen zu haben.

   Der Beschuldigte war bereits im September 2014 in einem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Düsseldorf wegen des dringenden Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat (§ 89a StGB) festgenommen worden. Im Zuge der dortigen Ermittlungen ergaben sich konkrete Hinweise darauf, dass der Beschuldigte sich in Syrien dem „Islamischen Statt Irak und Großsyrien“ (ISIG) angeschlossen hatte. Vor diesem Hintergrund übernahm der Generalbundesanwalt die Ermittlungen und erwirkte gegen ihn einen Haftbefehl wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung.

 Quelle: Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof (GBA)

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