PDAK-Auswertung: Männeranteil bei Nachwuchs-Betreuung bundesweit am höchsten

Dresden, 12. Februar 2015. Fieber, Durchfall, Beinbruch: Wenn Kinder krank sind, werden sie in Sachsen besonders häufig von Vätern  gesund gepflegt. In keinem anderen Bundesland melden sich Männer so oft von der Arbeit ab, um ihren Nachwuchs zu Hause zu betreuen. Nach einer aktuellen Statistik der DAK-Gesundheit wurden  2014 in Sachsen fast 24 Prozent aller Anträge auf das so genannte Kinderpflege-Krankengeld von Vätern gestellt. Damit lag der Freistaat rund fünf Prozentpunkte über dem Bundesdurchschnitt.

„Bei der Betreuung kranker Kinder gibt es ein deutliches Ost-West-Gefälle“, sagt Steffi Steinicke, Landeschefin der DAK-Gesundheit in Sachsen. Im Vergleich war  der Anteil der pflegenden Väter in allen ostdeutschen Bundesländern mit 22 Prozent vergleichsweise hoch. Im Westen lag der Durchschnitt  bei nur 16 Prozent. Besonders selten meldeten sich die Väter in Rheinland-Pfalz für ihren kranken Nachwuchs  bei ihren Arbeitgebern ab: Hier waren es nur 13 Prozent.

Anträge auf Kinder-Krankengeld verdoppelt

Bundesweit reichten 2014 rund 90.000 DAK-Versicherte Anträge für das so genannte Kinderpflege-Krankengeld ein. Der Anteil der Väter stieg sowohl in Bezug auf die Ausfalltage als auch die Personenzahl auf fast 20 Prozent an – 2009 waren es nur zehn Prozent.

Krankenkassen springen ein, wenn Eltern mit kranken Kindern zuhause bleiben und der Arbeitgeber keine Lohnfortzahlung leistet. Anspruch auf das Krankengeld haben gesetzlich versicherte Eltern von Kindern bis zwölf Jahren. Väter und Mütter mit einem Kind haben jeweils Anspruch auf zehn Arbeitstage pro Kalenderjahr. Bei Alleinerziehenden sind es 20 Arbeitstage. Die Höhe beträgt zwischen 90 und 100 Prozent des ausgefallenen Nettogehaltes.

Quelle: DAK

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