Polizei

Bogatynia, OT Porajow (PL), B 99, zwischen Hirschfelde und Ostritz sowie Görlitz, Zufahrt Berzdorfer See

04.02.2015, ab 09:00 Uhr polizeilich bekannt

Am Mittwochmorgen nahm die Polizei am Ortseingang von Görlitz drei Männer vorläufig fest. Vorangegangen war ein Sachverhalt, wie er sich sonst eigentlich nur im Film ereignet. Am Anfang stand ein Zeugenhinweis zu zwei verkehrsgefährdend fahrenden Autos. Doch es stellte sich heraus, dass viel mehr dahinter steckte.

Der Sachverhalt nahm offenbar seinen Anfang am Mittwochmorgen auf polnischem Hoheitsgebiet unweit von Zittau in der Ortschaft Porajow. Dort hatten nach derzeitigem Kenntnisstand die drei Männer eine 34-Jährige an ihrer Wohnungstür überfallen. Die Frau reagierte jedoch geistesgegenwärtig, schloss die Tür und rief telefonisch ihren Mann zu Hilfe. Der 37-Jährige war bereits auf dem Weg zur Arbeit und kam mit seinem Auto zurück zu seinem Haus, um seiner Frau beizustehen.

Als er eintraf, sprangen die drei Tatverdächtigen in einen 5er BMW mit Dresdener Kennzeichen und fuhren davon. Die Ehefrau wiederum stieg zu ihrem Mann in den Mercedes. Gemeinsam nahmen sie die Verfolgung des flüchtenden BMWs auf. Auf ihrer Fahrt über die B 99 und durch die Ortschaften Hirschfelde, Ostritz und Hagenwerder kam es offenbar mehrfach zu gefährlichen Überholmanövern anderer Verkehrsteilnehmer, wobei ein 28-jähriger Zeuge die Polizei informierte. Hier erhielt die Polizei Kenntnis von dem Sachverhalt.

Streifen des Polizeireviers Görlitz stoppten die herannahenden Autos auf der Bundesstraße in Höhe der Zufahrt zum Berzdorfer See. Zu dem Zeitpunkt war unklar, was geschehen war und wie die beteiligten Personen zueinander in Verbindung stehen.

Es stellte sich dann schnell heraus, dass die Polizei nach dem in Dresden zugelassenen 5er BMW bereits fahndete. Das Auto wurde zur Eigentumssicherung ausgeschrieben, da der Nutzer des Pkw offenbar seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen war. Die Beamten stellten das Fahrzeug sicher, es wurde abgeschleppt.

Auch der Mercedes wurde durchsucht. Dabei fanden die Polizisten eine größere Anzahl Zigaretten. Hierzu hat der Zoll die weiteren Ermittlungen aufgenommen.

Im Ergebnis des komplexen Sachverhaltes ermittelt nun die Kriminalpolizei zu dem mutmaßlichen Raubdelikt. Die polnische Polizei ist in die Ermittlungen eingebunden, da der Tatort auf polnischem Hoheitsgebiet liegt. Ferner wird gegen den 32-jährigen BMW-Fahrer sowie den 37-jährigen Mercedes-Fahrer wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Der BMW-Lenker wird zudem erklären müssen, wie er in Besitz des unterschlagenen Autos kam. Der Mercedes-Fahrer wiederum wird dem Zoll zu berichten haben, wie die etwa 100 Stangen Zigaretten in seinen Kofferraum gelangten. Der rechtmäßige Eigentümer des BMW wurde über die Sicherstellung seines Wagens informiert. (tk)

Quelle: PD Görlitz

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