Polizei31

Revierbereiche Mittweida/Rochlitz

(SR) Bei monatelangen, umfangreichen Ermittlungen im Drogenmilieu hatten die Ermittler der Chemnitzer Kriminalpolizei Kenntnis davon erlangt, dass Drogen beschafft werden sollten. Beamte der Operativen Fahndungsgruppe (OFG) der Polizeidirektion Chemnitz stoppten an einem Tag, Ende November 2014, im Revierbereich Rochlitz gegen Mittag einen Pkw. Im Fahrzeug saßen eine 27-jährige Frau und ein 38-jähriger Mann. Bei der Durchsuchung des Pkw fanden die Polizisten zwei Flaschen, die mit einer weißen Substanz gefüllt waren – offenbar Crystal. Die Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen. Im Anschluss durchsuchte man auch die Wohnung der mutmaßlichen Täter und stellte dort weitere Betäubungsmittel sicher. Insgesamt fanden sich so über 250 Gramm Crystal und mehr als

10 Gramm Marihuana. Gegen die mutmaßlichen Täter wurde Haftbefehl erlassen. Der Mann befindet sich seitdem in einer Justizvollzugsanstalt. Der Haftbefehl gegen die tatverdächtige Frau wurde mit Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Bei den Ermittlungen waren die Beamten auch auf eine 34-jährige Frau und ihren 29-jährigen Mitbewohner aus dem Revierbereich Mittweida aufmerksam geworden. Da die 34-Jährige im Verdacht stand, mit Betäubungsmitteln zu handeln, erließ das Chemnitzer Amtsgericht einen Durchsuchungsbeschluss für die gemeinsame Wohnung. Bei der Durchsuchung Anfang Dezember 2014 fanden die Kriminalisten dann einige Gramm Crystal, über 10 Gramm Pilze und fast 750 Gramm Marihuana. Neben den Drogen stellten die Fahnder mehrere Feinwaagen, typisches Verpackungsmaterial (Cliptüten) und über tausend Euro Bargeld in szenetypischer Stückelung sicher. Das Duo musste die Polizeibeamten zur Dienststelle begleiten, konnte diese jedoch nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder verlassen.

Bereits im November hatten Steuerfahnder im Revierbereich Rochlitz ein Haus durchsucht und waren dabei auf eine Cannabis-Indoorplantage gestoßen. Spezialisten der Chemnitzer Kriminalpolizei und des Landeskriminalamtes waren dort zur Spurensicherung im Einsatz. Rund

150 Cannabispflanzen und fast 90 Setzlinge sowie Equipment (Belüftungsanlage, Lampen, Zeitschaltuhren) konnten in diesem Fall sichergestellt werden. Tatverdächtig sind drei Mittelsachsen im Alter von

33 bis 58 Jahren. Sie befinden sich auf freiem Fuß. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an.

Revierbereich Aue

Am Freitag, dem 30. Januar 2015, führte die Polizei eine Schwerpunktkontrolle zur Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität im Revierbereich Aue durch. An dieser Kontrolle waren Beamte der Gemeinsamen Fahndungsgruppe (GFG) Chemnitz beteiligt. Auf dem Bahnhofsgelände in Aue sollte gegen Mittag ein Mann kontrolliert werden. Dieser war mit einem Zug aus Richtung Johanngeorgenstadt gekommen. Als er die Zivilpolizisten offenbar bemerkte, versuchte er zu flüchten. Das gelang ihm nicht. Die Beamten kontrollierten die Tasche des 26-Jährigen und fanden darin über

500 Gramm Marihuana. Der Fund wurde sichergestellt und der Tatverdächtige vorläufig festgenommen. Der 26-Jährige wurde dem Haftrichter vorgeführt. Ein Haftbefehl wurde erlassen. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft.

In der Bahnhofstraße in Aue kontrollierten Polizisten ebenfalls am Freitag, dem

  1. Januar 2015, am frühen Nachmittag einen Pkw. Der Fahrer (25) stand offenbar unter Einfluss von Betäubungsmitteln. Im Fahrzeug fanden sich Cliptüten mit rund

200 Gramm einer kristallinen Substanz (augenscheinlich Crystal). Diese konnten dem Beifahrer (34) zugeordnet werden. Beim dritten Fahrzeuginsassen (18) fand man eine geringe Menge Marihuana. Die Betäubungsmittel wurden sichergestellt und die Männer mussten die Polizisten zum Revier begleiten. Der 18- und der 25-Jährige wurden nach den ersten polizeilichen Maßnahmen aus der Dienststelle entlassen. Der 34-Jährige wurde dem Haftrichter vorgeführt. Er befindet sich nach Erlass eines Haftbefehls in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an.

Stadt Chemnitz

Nachdem es bereits im November 2014 einen Einsatz zur Bekämpfung der Drogenkriminalität in der Chemnitzer Innenstadt gegeben hatte

(siehe Medieninformation Nr. 638 vom 25. November 2014), kontrollierten Beamte der Polizeidirektion Chemnitz am Freitag, dem 30. Januar 2015, zwischen 17 Uhr und

20 Uhr, die Besucher eines Spielcasinos in der Straße der Nationen im Stadtzentrum. Aufgrund vorangegangener Ermittlungen bestand der Verdacht, dass Gäste des Casinos mit illegalen Drogen handeln. Insgesamt wurden 35 Personen kontrolliert. Gegen drei wird nun wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Im Zuge der Maßnahmen wurden einige Tütchen mit geringen Mengen Marihuana und Crystal sowie typische Utensilien für den Drogenhandel sichergestellt.

Die Maßnahmen richteten sich nicht gegen den Inhaber des Casinos. Gegen ihn wird nicht ermittelt.

Die Polizeidirektion Chemnitz wird auch weiterhin sowohl in der Erzgebirgsregion, im Landkreis Mittelsachsen aber auch in der Stadt Chemnitz mit geeigneten Maßnahmen ihren Kampf gegen die Drogenkriminalität fortsetzen.

 Quelle: PD Chemnitz

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