HochsommerWeit über 1.000 Besucher haben bereits an den ersten Tagen die schon traditionelle Januar-Ausstellung im Haus des Gastes Erzhammer in Annaberg-Buchholz besucht und zeigten sich begeistert angesichts der wunderbaren Exponate. In diesem Jahr lädt das Kulturzentrum erstmals zu einer Reise in die eigene Kindheit ein. In unmittelbarer Nachbarschaft der Manufaktur der Träume tauchen Besucher in eine weitere „Spielzeug-Traumwelt“ ein. Unter der Überschrift „Mein liebstes Spielzeug aus Kinderzeit” sind Hunderte Exponate aus mehreren Jahrhunderten ausgestellt. Sie zeigen in einem überaus breit gefächerten Spektrum die Tradition der deutschen und erzgebirgischen Spielzeugherstellung, aber auch die große Fantasie und den Ideenreichtum der Schöpfer und Spielzeugmacher, mit dem sie immer wieder neu die Jüngsten begeisterten. Präsentiert werden die Vielfalt der Spielzeugwelt aus dem Erzgebirge, aber auch Exponate renommierter deutscher Spielzeugfirmen, wie z. B. Märklin, Steiff, Käthe Kruse, PIKO oder Gordon-Spiele. Interessante Streiflichter werden in der Schau auch auf die Spielwarenproduktion in der DDR gerichtet.

Passend zur aktuellen Ausstellung referiert am Sonntag, dem 18. Januar der Dresdner Sammler und Heimatforscher Dr. Albrecht Kirsche zu Traditionen und Zäsuren in der Geschichte der erzgebirgischen Spielzeugherstellung. Der Vortrag beginnt um 15:00 Uhr im Haus des Gastes Erzhammer in Annaberg-Buchholz. Dr. Kirsche entstammt einer traditionsreichen Verlegerfamilie aus Seiffen. Sein Vater Rudi Kirsche führte den renommierten Spielwaren-Verlag Max Hetze weiter. Albrecht Kirsche beschäftigt sich seit Jahren mit der erzgebirgischen Spielzeug- und Volkskunsttradition im sächsischen und böhmischen Erzgebirge. Gleichzeitig ist er passionierter Sammler historischer Spielzeuge und bereichert regelmäßig Ausstellungen mit wertvollen Leihgaben. Auch in der aktuellen Januarausstellung finden sich viele Exponate aus seiner umfangreichen Sammlung.  Jahrzehnte lange Geschichtsforschung mit zahlreichen Veröffentlichungen veranlassten Albrecht Kirsche nach einem Maschinenbaustudium an der TU Dresden zusätzlich ein Studium der Technikgeschichte aufzunehmen. 2006 promovierte er mit einer Arbeit zu Glashütten im Erzgebirge. (www.erzgebirgsglas.de)

Die wunderbaren Exponate der Ausstellung in Annaberg-Buchholz können noch bis zum 1. Februar 2015 betrachtet werden. Täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr hat die Ausstellung ihre Pforten geöffnet.

Quelle: Stadt Annaberg

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