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Dresden (23. Dezember 2014) – Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat dazu aufgerufen, solidarisch mit den Menschen zu sein, die vor Krieg und Gewalt fliehen müssen.

„Im Herbst 1989 sind die Menschen mit Kerzen in der Hand auch in Dresden für Freiheit und Demokratie auf die Straße gegangen“, sagte der Regierungschef am Dienstag bei der 22. Weihnachtlichen Vesper vor der Dresdner Frauenkirche. „Bis heute ist die Friedliche Revolution für viele ein Wunder. Dank der neuen Freiheit ist die Vielfalt unseres Lebens größer als je zuvor.“

Tillich erinnerte auch an die Hilfe und Solidarität beim Neuanfang nach dem Mauerfall und der Wiedervereinigung. „Heute ist es an uns, Solidarität zu üben. Teilen wir unsere Freiheit und unseren Wohlstand mit denen, die Unfreiheit und Krieg entfliehen. Denn am Ende werden wir davon alle bereichert – sowohl die Neuankömmlinge als auch wir.“

Der Regierungschef sagte weiter: „Ja, es gibt Verunsicherung und Ängste. Niemandem ist damit geholfen, sie pauschal als ausländerfeindlich oder extremistisch abzutun. Womit uns allen, auch den Flüchtlingen geholfen ist, das ist, diese Ängste ernst zu nehmen und uns zu fragen: Wie schaffen wir es gemeinsam, dass aus dieser Situation für uns und die Neuankömmlinge etwas Gutes wird? Nehmen wir die Aufgabe an – und das nicht nur zu Weihnachten, sondern Tag für Tag.“

Die Weihnachtliche Vesper vor der Frauenkirche gilt als bundesweit größter regelmäßiger Gottesdienst unter freiem Himmel. Zum Auftakt der Weihnachtsfeiertage kamen in den vergangenen Jahren jeweils mehrere zehntausend Menschen.

Quelle: Freistaat Sachsen

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