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Hallenfußball macht erfahrungsgemäß in erster Linie Spaß – ob der stets zu erwartenden vielen Tore sowohl den Fans, als auch den Akteuren selbst, denn beim „Budenzauber“ ist der sportliche Erfolg eher zweitrangig und stattdessen ungezwungene Prestigesache. Nicht selten bauen die Ballkünstler dabei das eine oder andere Kabinettstückchen ein. Das wird auch beim am 4. Januar 2015 in der Chemnitz Arena stattfindenden Braustolz Cup so sein, wobei die meisten teilnehmenden Mannschaften derzeit beim eigentlichen Kerngeschäft so ihre Sorgen und Nöte haben.

So ist die höchstklassige Mannschaft, der FC Erzgebirge Aue, seit dem letzten Spieltag vor der Winterpause am vergangenen Wochenende leider Tabellenletzter der 2. Bundesliga. Dennoch bleibt der Blick nach vorn gerichtet und eine gewisse Vorfreude auf den Budenzauber herrscht bereits beim Cheftrainer der Veilchen Tomislav Stipic. „Wir hatten uns für das letzte Punktspiel vor Weihnachten einen Dreier beim VfL Bochum ganz fest vorgenommen. Leider ging uns dieser in der Schlussphase noch durch die Lappen. Doch zumindest ein Punkt fuhr mit ins Erzgebirge. Was wir ins neue Jahr aus dem Bochum-Spiel unbedingt mitnehmen wollen und werden, ist der Schwung, die Spielweise und die kämpferischen Tugenden. All das wird schon zum Trainingsauftakt am 4. Januar gefragt sein, wenn wir beim Turnier in der Messe Chemnitz auflaufen. Die Organisatoren um Messechef Michael Kynast haben eine gute Turnierbesetzung auf die Beine gestellt. Bekanntlich stehen uns in der Vorrunde Baník Most und Kickers Offenbach gegenüber. Und wie in den Vorjahren wird das mögliche Aufeinandertreffen unserer Mannschaft vom FC Erzgebirge Aue mit dem Turniergastgeber Chemnitzer FC, hier wie da, mit besonderer Vorfreude und Spannung erwartet. Ich wünsche allen ein kurzweiliges, sportlich faires Turnier und damit einen spannenden Fußballnachmittag in der Messe Chemnitz. Doch zuvor wünsche ich allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr“, so der Kroate, der zugleich auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt.

Aus der 3. Liga sind der Hallesche FC sowie der hier Heimrecht genießende Chemnitzer FC mit von der Partie, die ebenfalls am letzten Wochenende vor Weihnachten ihren vorerst letzten Spieltag hatten und nach selbigem nur die Plätze zwölf und 13 einnehmen. Besonders für die „Himmelblauen“ ist das besonders tragisch, hatten sie doch an neun der ersten elf Spieltage die Tabellenspitze inne. Nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge hat man sich allerdings von den vorderen Plätzen ein ganzes Stück weit entfernt. Als fünffacher Sieger des Chemnitzer Hallenfußballturniers, davon die letzten vier Mal „en suite“, hat man einerseits eine gewisse Verpflichtung sowie eine leichte Favoritenstellung. Andererseits hat man die Chance, mit einem neuerlichen Erfolg etwas Schwung mit in die Rückrunde bzw. zumindest in die Vorbereitung auf diese mitzunehmen.

Als weitere Mannschaft aus der Region Westsachsen kommt der ebenfalls derzeit arg gebeutelte VFC Plauen zum Hallenfußball der Extraklasse nach Chemnitz. Zum einen musste der Verein unlängst Insolvenz anmelden, zum anderen ist man derzeit auch sportlich nicht hundert Prozent glücklich, überwintert man doch in der seit dem 7. Dezember bis zum 22. Februar 2015 währenden Spielpause in der 16er-Staffel der Regionalliga Nordost auf dem elften Platz.

Ganz anders sieht es da bei den Kollegen aus Offenbach aus. Die „Kickers“ kicken in der Regionalliga Südwest und haben gar seit dem 2. Dezember bis zum 28. Februar 2015 Pause. Sie stehen mit ihrem hier bestens bekannten Chef-Trainer Rico Schmitt und komfortablem Vorsprung aktuell souverän an der Tabellenspitze. Sechs Punkte beträgt dieser auf den Tabellenzweiten sowie acht auf den ersten Nicht-Aufstiegsplatz. Damit haben die Hessen den Aufstieg in die 3. Liga klar vor Augen. „Wir freuen uns, dass wir im Vorjahr als Regionalligist aus dem Westen gut mithalten konnten und die sportliche Qualifikation offenbar erbracht haben, am Braustolz Cup wieder teilnehmen dürfen. Kickers Offenbach ist ein Traditionsverein und das Chemnitzer Hallenturnier hat ebenfalls eine gute Tradition – damit passt das also gut zusammen. Da das Training zu diesem Zeitpunkt gerade wieder los geht, spreche ich sicherlich im Namen meiner Trainerkollegen, wenn ich sage, dass der Spaß und die Bewegung beim Hallenfußball im Vordergrund stehen. Nichtsdestotrotz werden wir der Sache den notwendigen Ernst beimessen“, so der 46-jährige gebürtige Karl-Marx-Städter.

Der FK Baník Most aus der 2. Liga Tschechiens verleiht dem Braustolz Cup 2015 wieder einen internationalen Touch, doch als Drittletzter der FNL (Fotbalová Národní Liga) belegen sie gerade den letzten Nicht-Abstiegsplatz, stehen also ebenfalls mit dem Rücken zur Wand.

Tickets für den am Sonntag, den 4. Januar 2015 ab 14.00 in der Chemnitz Arena stattfindenden Braustolz-Cup 2015 gibt es im Vorverkauf direkt im Ticketshop, Markt 1 in Chemnitz, bei der Freien Presse, dem Chemnitzer FC, dem FC Erzgebirge Aue, an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie online unter www.messe-chemnitz.de/braustolzcup. Zudem sind Tickets am Spieltag selbst an der Tageskasse erhältlich.

Weitere Infos unter www.messe-chemnitz.com/braustolzcup.

 Ablauf Sonntag, 04.01.2015

Einlass:            12:30 Uhr

Beginn:             14:00 Uhr

Ende:               ca. 19:00 Uhr

Ticketpreise

Kategorie 1:        9,00 € (Vorverkauf)        11,00 € (Tageskasse)

Kategorie 2:      13,00 € (Vorverkauf)        15,00 € (Tageskasse)

Kategorie 3:      20,00 € (Vorverkauf)        23,00 € (Tageskasse)

Kategorie 4:      33,00 € (Vorverkauf)        36,00 € (Tageskasse)

Das Angebot:

Kinder bis 6 Jahre haben in Begleitung Erwachsener freien Eintritt. Ermäßigten Eintritt erhalten Schüler, Studenten, Auszubildende, Wehrdienstpflichtige, Zivildienstleistende, Versorgungsempfänger, Schwerbeschädigte, Inhaber der Freie-Presse-Karte sowie Inhaber der Envia-M-Card gegen Vorlage eines gültigen Nachweises.

Am Veranstaltungstag gilt das Kombiticket. Die Eintrittskarte für den Braustolz Cup 2015 gilt am Tag der Entwertung als einmaliger Fahrausweis für Hin- und Rückfahrt auf allen Bus- und Straßenbahnlinien sowie in den Zügen des Nahverkehrs im Verbundraum VMS. Weitere Infos dazu unter www.vms.de.

Quelle:  Thorsten Horn

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