Polizei10

(SR) Einen Gewinn in Höhe von 48.500 Euro versprach in dieser Woche ein unbekannter Mann einer 50-jährigen Frau aus dem Landkreis Mittelsachsen am Telefon. Das Geld sollte am nächsten Tag der Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma im Beisein eines Notars übergeben. Für die Transportkosten in Höhe von mehreren hundert Euro sollte die „Gewinnerin“ aufkommen. Dazu sollte sie sogenannte „Paysafe-Cards“ kaufen und im Anschluss die PIN-Nummern der Karten telefonisch übermitteln.
Das tat die 50-Jährige dann auch. Erst kaufte sie mehrere dieser Karten und gab die geforderten Nummern telefonisch an den Anrufer weiter. Der Unbekannte erklärte anschließend, dass nun der Gewinn überbracht werden sollte.
Doch wenig später klingelte das Telefon erneut. Diesmal war ein angeblicher Mitarbeiter der Sicherheitsfirma am anderen Ende der Leitung. Er informierte die Frau darüber, dass es bei der Übermittlung der Gewinnsumme einen Zahlendreher gegeben habe und sie 84.500 Euro gewonnen habe. Diese Summe könne allerdings nicht auf dem vereinbarten Weg ausgezahlt werden. Die Gewinnerin sollte erst eine Versicherung über mehrere tausend Euro für den Geldtransport abschließen. Der Angerufenen kam das nun komisch vor und sie beendete das Gespräch. Der versprochene Gewinn ist bei der 50-Jährigen nicht angekommen, dafür hat sie nun mehrere hundert Euro weniger auf ihrem Konto. Die Polizei hat die Ermittlungen gegen Unbekannt wegen des Verdachts des Betruges aufgenommen und warnt vor solchen Anrufen. Auf derartige Gewinnversprechen keinesfalls eingehen! Niemals sollte vorab Geld überwiesen, übergeben oder auf die beschriebene Weise übermittelt werden! Angerufene sollten sich Rat bei Verwandten oder Nachbarn holen und umgehend an die Polizei wenden, wenn der Verdacht besteht, dass Betrüger am Werk sind.

 Quelle: PD Chemnitz

 

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