Polizei10

Die Staatsanwaltschaft Görlitz hat ein Verfahren gegen zwei Augenärzte – 43 und 49 Jahre alt – abgeschlossen. Das Verfahren gegen den Jüngeren wurde gemäß § 153a Abs. 1 Strafprozessordnung (StPO) gegen Zahlung eines Geldbetrages von 4.000 EURO zugunsten einer gemeinnützigen Einrichtung eingestellt, nachdem bereits zuvor durch seine Versicherung jeweils 20.000 EURO an die erblindeten Patienten gezahlt worden waren.

Gegen den Älteren der beiden Beschuldigten wurde das Verfahren gemäß     § 153 Absatz 1 StPO ohne Geldauflage eingestellt.

Dem jüngeren Beschuldigten war  fahrlässige Körperverletzung in vier Fällen, dem älteren Beschuldigten fahrlässige Körperverletzung in drei Fällen vorgeworfen worden.

Dem älteren Beschuldigten wäre allenfalls äußerst geringes Mitverschulden an den allerdings sehr schwerwiegenden Verletzungen anzulasten gewesen.  Auch das Verschulden des jüngeren Beschuldigten konnte als verhältnismäßig gering angesehen werden. Durch die Schadensersatzzahlungen konnte den Geschädigten zumindest ein gewisser Ausgleich für die gravierenden Schädigungen gewährt werden.

Die Beschuldigten danach noch einem umfangreichen Strafverfahren auszusetzen, welches den Geschädigten keinerlei Vorteile gebracht hätte, erschien bei dieser Konstellation nicht (mehr) sachgerecht.

 Quelle: PD Görlitz / Staatsanwaltschaft

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