Polizei01

Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Kupfer „GEG Kupfer“ nimmt sechs Tatverdächtige fest und stellt große Mengen an Buntmetall und Beweismitteln sicher

Seit Dezember des Jahres 2013 führte die gemeinsame Ermittlungsgruppe des Landeskriminalamtes Sachsen und der Polizeidirektion Leipzig unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Leipzig ein Komplexverfahren wegen des gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstahls von Kupfermaterial und Werkzeugen gegen eine bundesweit agierende Tätergruppierung, welche aus bis zu 15 Personen besteht. Bei den Mitgliedern der bandenmäßig organisierten Gruppe handelt es sich um rumänische Staatsangehörige.

Im Ergebnis intensiver Ermittlungen können zum gegenwärtigen Zeitpunkt dieser in wechselnder Zusammensetzung handelnden Tätergruppierung bisher ca. 30 Einzelfälle mit einem Schaden von ca. 500.000,00 Euro für die betroffenen Firmen zugeordnet werden.

Am 1. Dezember 2014 gelang es im Zusammenwirken von Spezialkräften des Landeskriminalamtes Sachsen und Beamten der Polizeidirektion Leipzig sechs Tatverdächtige (im Alter von 16  bis 36 Jahren) auf frischer Tat vorläufig festzunehmen. Im Zuge des Einsatzes wurden in unmittelbarer Folge mehrere Wohnungen und eine Firma durchsucht, welche sich überwiegend im Großraum Leipzig befanden. Auch sechs Fahrzeuge (drei PKW und drei Transporter) wurden durchsucht und umfangreiches Diebesgut sichergestellt.

Der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Leipzig erließ am 01. Dezember 2014 gegen die Beschuldigten antragsgemäß Haftbefehle wegen des dringenden Tatverdachts des schweren Bandendiebstahls bzw. des Diebstahls in einem besonders schweren Fall. Die Beschuldigten befinden sich nunmehr alle in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen der gemeinsamen „Ermittlungsgruppe Kupfer“ dauern zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch an. Weitere Auskünfte sind daher derzeit nicht möglich.

Dr. Michaelis, Präsident des Landeskriminalamtes Sachsen:

„Der organisierte Diebstahl von Buntmetallen ist ein sehr lukratives Geschäft, welches von professionell geführten Banden getätigt wird und bei den Betroffenen erheblichen Schaden verursacht. Die Aufklärung und der Tatnachweis gestalten sich schwierig und aufwendig. Der Wahl und dem Einsatz geeigneter strafprozessualer Mittel und entsprechender Technik kommt hier eine ganz besondere Bedeutung zu. Der vorliegende Erfolg ist daher von besonderer Bedeutung und ein Indiz für die gute Zusammenarbeit zwischen den Strafverfolgungsbehörden im Freistaat Sachsen.“

Bernd Merbitz, Leiter der Polizeidirektion Leipzig:

„Ich gratuliere den Ermittlern zu diesem Erfolg. Obwohl wir das komplette Ausmaß des entstandenen Schadens wohl noch gar nicht kennen, ist es bereits jetzt erschreckend. Gleichzeitig sind die lockenden Gewinnspannen mit Sicherheit auch für andere Diebe attraktiv. Ich zweifel deshalb nicht daran, dass uns dieses Kriminalitätsphänomen auch künftig beschäftigen wird. Umso wichtiger ist eine funktionierende Zusammenarbeit der unterschiedlichen Ermittlungsbehörden. Das vorliegende Beispiel lässt mich diesbezüglich optimistisch in die Zukunft blicken.“

 Quelle: LKA Sachsen

Share This

Teile diesen Beitrag

Teile diesen Beitrag mit deinen Freunden!