M14_5395Auftakt zum Finale – Porsche 919 Hybrid in ersten beiden Trainings vorn

Stuttgart. Das Porsche Team hat mit seinen Le Mans-Prototypen einen starken ersten Trainingstag vor dem Saisonfinale in Sao Paulo erlebt. Die beiden Porsche 919 Hybrid spulten insgesamt 219 Runden auf dem 4,309 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs von Interlagos ab. Dabei setzte der Hybrid-Rennwagen mit der Startnummer 20 am Nachmittag in 1.18,349 Minuten die beste Zeit der beiden ersten freien Trainingssitzungen. Ihm dicht auf den Fersen war das Schwesterauto Nummer 14 mit einer Rundenzeit von 1.18,440 Minuten.

Schon während des morgendlichen 90-Minuten-Trainings hatte der Porsche 919 Hybrid mit der Nummer 20 die Zeitenliste angeführt (1.19,172 Minuten), ebenfalls gefolgt vom Porsche mit der Nummer 14 (1.19,511 min).

 

Das Sechsstundenrennen in Brasilien ist der achte und letzte Lauf zur diesjährigen FIA Langstecken-Weltmeisterschaft. Das Qualifying beginnt am Samstagnachmittag um 18:20 Uhr MEZ, Start am Sonntag ist um 16:00 Uhr MEZ.

Stimmen nach dem Training:

Alexander Hitzinger, Technischer Direktor LMP1: „Die Strecke mit dem neuen Belag bietet sehr viel Grip. Das kommt unserem Auto entgegen und trägt zu einer guten Fahrzeugbalance bei. Zusätzlich haben wir heute im Vormittagstraining eine optimierte Hybridstrategie erstmals eingesetzt. Das hat gut funktioniert, und entsprechend werden wir sie auch für das Rennen übernehmen. Darüber hinaus sind wir noch einen Reifenvergleich gefahren, der uns ebenfalls wertvolle Erkenntnisse gebracht hat. Wir sind zufrieden, alles läuft problemlos.“

Fahrer Porsche 919 Hybrid (Nummer 14)
Romain Dumas (36, Frankreich): „Bislang sieht es gut aus für uns. Wir sind besser vorbereitet als je zuvor. Unser 919 läuft super. Trotzdem gibt es noch einige Dinge zu verbessern, wir dürfen nicht nachlassen.“

Neel Jani (30, Schweiz): „Die Strecke mit dem neuen Asphalt ist sehr anders, als ich sie in Erinnerung hatte. Sie bietet definitiv mehr Grip, wir können ganz anders fahren. Ich bin noch nicht ganz happy mit dem Auto. Für uns ging es darum, die Reifen zu vergleichen. Am Ende der zweiten Sitzung hat es etwas geregnet, aber das wirkte sich nicht auf den Grip aus – trotzdem irritiert es natürlich, denn du weißt nicht genau, was geht und was nicht. “

Marc Lieb (34, Ludwigsburg): „Interlagos begeistert mich immer wieder – genau so müssen Rennstrecken sein. Der Kurs hat einen unverwechselbaren Charakter und macht wahnsinnig viel Spaß. Der neue Belag bietet extrem viel Grip. Insgesamt kommt die Strecke unserem Porsche 919 entgegen. Wir müssen noch ein paar Sachen verbessern, aber wir waren schon gut dabei.“

Fahrer Porsche 919 Hybrid (Nummer 20)
Timo Bernhard (33, Bruchmühlbach-Miesau): „Ich bin zum ersten Mal hier und habe die ersten Runden am Morgen dazu genutzt, die Strecke zu lernen. Dieser Traditionskurs ist richtig spannend. Das Rennen wird anstrengend, auch für uns Fahrer. Vor allem, weil das Überrunden im engen Mittelsektor schwierig ist.“

Brendon Hartley (25, Neuseeland): „Das war ein sehr, sehr guter Trainingstag. Das Auto ist besser als es je war, das Team hat in der Vorbereitung einen super Job gemacht. Wir hatten null Probleme und waren noch nie so schnell in dem Fenster für die Feinarbeit. Es gab kaum etwas auzusortieren, und wir konnten uns darauf konzentrieren, viele Runden am Stück für die Rennvorbereitung zu fahren. Interlagos ist für mich Liebe auf den ersten Blick – eine echte Fahrerstrecke.“

Mark Webber (38, Australien): „Ein guter Tag für uns. Unser Porsche 919 Hybrid funktionierte tadellos, wir konnten unseren kompletten Aufgabenzettel abarbeiten – auch, weil es erst gegen Ende der Sitzung leicht zu Regnen begann. Alle Fahrer fühlen sich auf dieser Strecke wohl. Wir haben ein gute Chance, an diesem Wochenende um einen guten Podestplatz zu kämpfen. Unser Testlauf über eine längere Distanz war der vielversprechendste der ganzen Saison. Der neue Asphalt scheint unserem Auto zu liegen.“

Quelle: Porsche Motorsport

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