verbraucherzent_sachsenFinanzielle Vorsorge mit den richtigen Versicherungen

Im November beschäftigen sich, nicht zuletzt wegen der Feiertage Allerheiligen und Totensonntag, viele Menschen mit dem Tod. Tatsächlich sollte dieser auch kein Tabuthema sein. Die Trauer der Hinterbliebenen wird oft von finanziellen Sorgen begleitet. Stirbt der Hauptverdiener einer Familie, drücken den verbliebenen Partner oft Schulden – ganz besonders, wenn mit einem Kredit Wohneigentum finanziert wird. Aber auch allein die Beerdigungskosten können finanzielle Nöte hervorrufen. Deshalb ist es sinnvoll, zu Lebzeiten finanzielle Vorsorge zu treffen.

Eine Risiko-Lebensversicherung, die als Hinterbliebenenabsicherung im Todesfall einen hohen Kapitalbetrag auszahlt, ist sinnvoll für Paare und Familien. Wenn ein Partner nicht berufstätig ist, weil sie oder er die kleinen Kinder betreut, empfiehlt sich als Versicherungssumme das Vier- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens. Muss ein Baukredit zurückgezahlt werden, ist als Versicherungssumme der aufgenommene Darlehensbetrag maßgeblich.

Wegen der Bestattungskosten werden Senioren nach wie vor gern Sterbegeldversicherungen angeboten. Die Gesamtkosten einer Bestattung richten sich nach Bestattungsart, Bestattungsort, Grabart und Umfang der erbrachten Bestatter-Leistungen. Schnell können sich so die Kosten auf 3.000 Euro bis 5.000 € summieren. Ein wichtiges Verkaufsargument für die Sterbegeldversicherung ist, dass die Hinterbliebenen mit diesen Kosten nicht belastet werden sollen. Doch dieses gemischte Produkt, bestehend aus Versicherung und Geldanlage, ist aus Verbrauchersicht wenig lukrativ. Oft wird in den Vertrag mehr Geld ein- als ausgezahlt.

„Es empfiehlt sich, zunächst zu prüfen, ob nicht aus anderen Quellen Geld für die Bestattung zur Verfügung steht“ informiert Andrea Heyer, Versicherungsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. Verwitwete Ehepartner erhalten grundsätzlich für die auf den Sterbemonat folgenden drei Kalendermonate, auch „Sterbevierteljahr“ genannt, von der Deutschen Rentenversicherung die Witwenrente in voller Höhe der Versichertenrente. Dies hilft oft schon weiter. Vielfach haben Senioren auch private Unfallversicherungen abgeschlossen, die eine Todesfallleistung einschließen. Diese Leistung gibt es aber nur, wenn der Versicherte durch einen Unfall stirbt.

Beratung und Information rund um Sterbegeldversicherungen bietet die Verbraucherzentrale Sachsen auch am Telefon an. Anrufer aus dem deutschen Festnetz wählen dafür Montag, Mittwoch oder Donnerstag zwischen 9 und 12 oder 13 und 16 Uhr die Rufnummer 0900-1-797777 (1,24 €/angef. Minute aus dem dt. Festnetz)

 Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V.

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