PuppenstubeSonderausstellung „In die Puppenstube geschaut“

Die feierliche Eröffnung findet am 22.11.2014 um 15.00 Uhr in der Galerie des Museums statt.

Unsere neue Weihnachtsausstellung ist Dank der großen Sammlerleidenschaft der Flöhaerin Lisa Lindemann zustande gekommen.

Ab 22.11.2014 bis 22.02.2015 können Sie die umfangreiche Ausstellung zu historischen Markenpuppen, Puppenstuben, Puppengeschirr und deren Lektüre bestaunen.

Porträt:

Lisa Lindemann – eine leidenschaftliche Puppensammlerin

Lisa Lindemann wurde 1934 geboren. Die Kindheit fiel größtenteils in die Zeit des 2. Weltkrieges und die schwere, entbehrungsreiche Nachkriegszeit.
Der Wunsch nach einer eigenen Puppe blieb ihr als Kind unerfüllt. Nach dem Tod des Vaters 1945 gab es für ihre Mutter ganz andere Sorgen als die Beschaffung von Spielzeug für die Tochter.
„Die Puppe hatte – vornehmlich als Spielzeug für Mädchen – seinerzeit einen ganz anderen Stellenwert als heute“, erinnert sich Frau Lindemann. „Es gab damals noch kein Fernsehen und keine Computerspiele.

Meine Töchter wurden 1959 und 1962 geboren. Da gab es schon das Fernsehen, aber noch keinen Fernsehapparat im Kinderzimmer, wie es heute nach Aussage des bekannten Fernsehjournalisten und

Buchautors Peter Hahne bei jedem vierten Sechsjährigen der Fall ist.
Meine beiden Töchter haben in ihrer Freizeit noch sehr viel mit Puppen gespielt. Als meine älteste Tochter 1965 in die Schule kam, war eine Käthe Kruse Puppe die Krone der Zuckertüte.

Diese Puppe war viel später der Grundstock meiner Puppensammlung.“ Frau Lindemann erlernte den Beruf einer Krankenschwester. Infolge der politischen Wende in der DDR und durch

die damit verbundene Umstrukturierung des Gesundheitswesens verlor sie Ihre Arbeitsstelle und ging wie viele damals in den vorzeitigen Ruhestand.
Bei der Suche nach einem Hobby stieß sie auf die Geschichte der Puppenherstellung. Am Anfang beschäftigte sich Frau Lindemann zunächst nur theoretisch mit den Erzeugnissen der verschiedenen Puppenhersteller,

schwerpunktmäßig mit Frankreich und Deutschland im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert.
Aber schon bald fand sich im Antikhandel die eine oder andere Puppe aus dieser frühen Zeit der Puppenfabrikation. So ist im Verlauf von 20 Jahren eine Sammlung von Puppen und Zubehör entstanden,

die in der Sonderausstellung im Museum betrachtet werden kann.
Es befinden sich auch einige Nachbildungen bedeutender Modelle bekannter Hersteller darunter. Die Originale sind inzwischen nur noch auf großen internationalen Auktionen und zu kaum erschwinglichen Preisen zu bekommen.

Quelle: Stadtinfo Oederan

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