Freistaat-Sachsen-LogoTillichs neue Regierung steht

Dresden (13. November 2014) – Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat heute Morgen sein neues Kabinett ernannt. In der Sächsischen Staatskanzlei überreichte er die Ernennungsurkunden an die Mitglieder der Sächsischen Staatsregierung. Hier die Übersicht:

Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie stellvertretender Ministerpräsident, Martin Dulig

Martin Dulig (SPD) wurde am 26. Februar 1974 in Plauen/Vogtland geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Baufacharbeiter mit Abitur  und arbeitete von 1992 bis 1998 als Jugendbildungsreferent der SPD Sachsen. Ein Studium der Erziehungswissenschaften an der TU Dresden schloss er 2004 als Diplompädagoge ab. Während der Hochschulausbildung arbeitete er freiberuflich als Trainer in der Erwachsenenbildung.
Seit 2004 ist er Mitglied des Sächsischen Landtags, 2007 wurde er zum Fraktionsvorsitzenden gewählt. Dulig engagiert sich ehrenamtlich in verschiedenen Vereinen, unter anderem im Netzwerk für Demokratie und Courage e.V., das er mitgegründet hat und dessen Bundesvorsitzender er ist.

Staatsminister des Innern, Markus Ulbig

Markus Ulbig (CDU), geboren 1964 in Zinnwald, war bereits von 2009 bis 2014 Staatsminister des Innern.
Nach seiner Ausbildung zum Funkmechaniker/Elektroniker folgte ein Studium an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie in Dresden mit dem Abschluss als Verwaltungs- und Betriebswirt sowie ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule Zittau/Görlitz mit dem Abschluss Bachelor of Arts in „Unternehmensführung“.
Nach neun Jahren in der Pirnaer Stadtverwaltung wechselte er 1999 ins Innenministerium und war dort unter anderem für Städtebaufragen zuständig. Von 2001 bis 2009 war er dann Oberbürgermeister der Stadt Pirna. Über Pirna hinaus bekannt wurde er in der Zeit vor allem wegen seines Engagements gegen Extremismus und für Zivilcourage.

Staatminister der Finanzen, Prof. Dr. Georg Unland

Prof. Dr. Georg Unland (CDU) ist seit 18. Juni 2008 Sächsischer Staatsminister für Finanzen. Er ist am 14. November 1953 in Bocholt geboren. Nach seinem Abitur 1972 studierte er Maschinenbau an der TU Darmstadt und schloss das Studium als Diplomingenieur ab. 1980 folgte die Promotion.
Von 1980 bis 1993 durchlief er verschiedene berufliche Stationen, unter anderem bei der Krupp Polysius AG sowie als Geschäftsführer der amerikanischen Tochtergesellschaft, der Polysius Corp.
Anschließend erhielt Unland einen Ruf an die TU Bergakademie Freiberg als ordentlicher Professor für Maschinenbau. Ab 2000 war er Rektor der Bergakademie und von 2003 bis 2007 Vorsitzender der sächsischen Landeshochschulkonferenz.

Staatsminister für Justiz, Sebastian Gemkow

Sebastian Gemkow (CDU) wurde am 27. Juli 1978 in Leipzig geboren. Nach dem Abitur studierte er ab 1998 Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig, an der Humboldt-Universität Berlin und der Universität Hamburg. In Hamburg legte er 2004 sein erstes juristisches Staatsexamen ab, in Leipzig folgte 2006 das zweite juristische Staatsexamen. Im Jahr 2007 ließ er sich als Rechtsanwalt in Leipzig nieder. Seit 2009 ist er Mitglied des Sächsischen Landtags.
Gemkow ist seit 2010 Präsident des Parlamentarischen Forums Mittel- und Osteuropa. In diesem Jahr wurde er zum Honorarkonsul der Republik Estland für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bestellt.

Staatsministerin für Kultus, Brunhild Kurth

Brunhild Kurth (CDU) ist seit März 2012 Staatsministerin für Kultus.
Frau Kurth wurde am 28. April 1954 in Burgstädt geboren. Nach dem Abitur absolvierte sie von 1972 bis 1976 ein Lehramtsstudium für Biologie und Chemie an der Universität Halle-Wittenberg und schloss dieses als Diplom-Lehrerin ab.
Danach übte sie ihren Lehrer-Beruf aus und wurde 1990 Schulleiterin des Gymnasiums in Burgstädt. 2001 wechselte sie in das Staatsministerium für Kultus. Es folgten Tätigkeiten als Direktorin des Regionalschulamtes Zwickau (ab 2004), Direktorin des Sächsischen Bildungsagentur (ab 2007) und ab 2011 Direktorin der Regionalstelle Chemnitz der Sächsischen Bildungsagentur und ständige Vertreterin des Direktors der Sächsischen Bildungsagentur.

Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange

Dr. Eva-Maria Stange (SPD) war bereits von 2006 bis 2009 Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst.
Sie  wurde am 15. März 1957 in Mainz geboren. Von 1975 bis 1979 studierte sie an der Pädagogischen Hochschule in Dresden und arbeitete anschließend drei Jahre als Diplomlehrerin für Mathematik und Physik. 1982 kehrte sie an die Hochschule zurück, wo sie 1985 promovierte.
Bis 1989 war sie dann in der Lehrerbildung tätig, anschließend wechselte sie für vier Jahre wieder als Lehrerin in den Schuldienst. 1993 wurde sie zur Landesvorsitzenden der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) gewählt, 1997 zur Bundesvorsitzenden. Ehrenamtlich ist sie unter anderem als Vorsitzende der Volkssolidarität Dresden aktiv.

Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz, Barbara Klepsch

Barbara Klepsch (CDU) wurde am 23. Juli 1965 in Annaberg-Buchholz geboren. Die studierte Verwaltungs-Betriebswirtin war zwischen 1988 und 1993 Leiterin für Finanzen im Kreiskrankenhaus Annaberg. Anschließend war sie in der Stadt Annaberg-Buchholz als Kämmerin tätig. Seit 2001 ist sie Oberbürgermeisterin der Großen Kreisstadt.
Seit 2001 ist sie Mitglied im Hauptausschuss des Deutschen Städtetages, seit 2008 Mitglied im Ausschuss für Soziales, Bildung und Kultur des Sächsischen Städte- und Gemeindetages.

Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping

Petra Köpping (SPD) wurde am 12. Juni 1958 in Nordhausen geboren. Nach dem Abitur studierte sie Staats- und Rechtswissenschaften. Von 1989 bis 1990 war sie Bürgermeisterin der Gemeinde Großpösna. Im Anschluss arbeitete sie vier Jahre bei einer Krankenkasse. 1994 wurde sie erneut zur Bürgermeisterin von Großpösna gewählt. Von 2001 bis 2008 war sie Landrätin des Landkreises Leipziger Land. Bis zu ihrer ersten Wahl in den Landtag 2009 arbeitete sie als Beraterin der Sächsischen Aufbaubank.

Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Thomas Schmidt

Thomas Schmidt (CDU) wurde am 7. März 1961 in Burgstädt geboren. Nach dem Abitur und einer Berufsausbildung zum Agrotechniker absolvierte er zwischen 1982 und 1987 ein Universitätsstudium zum Diplom-Agraringenieur. Zwischen 1987 und 1991 war er Technischer Leiter einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft, 1991 übernahm er dann die Leitung einer Agrar GmbH.
Seit dem Jahr 2004 ist er Mitglied des Sächsischen Landtags. Schmidt ist im Ehrenamt unter anderem in der Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft, beim Sächsischen Landesbauernverband und der Initiative Südwestsachsen aktiv.

Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei, Dr. Fritz Jaeckel

Dr. Fritz Jaeckel (CDU) wurde am 12. Juli 1963 in Flensburg geboren. Nach dem Abitur begann er ein Studium der Rechtswissenschaften in Passau, das er 1989 mit dem ersten juristischen Staatsexamen an der Uni Heidelberg abschloss. 1992 folgte das zweite juristische Staatsexamen und die Lehrtätigkeit als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Münster, wo er auch promovierte.
Von 1996 bis 2002 war er als persönlicher Referent des Regierungspräsidenten und anschließend als Referatsleiter für Kommunalaufsicht und Sparkassenwesen beim Regierungspräsidium Leipzig tätig. Danach übernahm er verschiedene Aufgaben im Innenministerium, dem Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft und der Staatskanzlei. Von 2008 bis 2010 war er Büroleiter des Ministerpräsidenten, anschließend leitete er in der Staatskanzlei die Abteilung für Ressortkoordinierung. Seit 2012 war er Staatssekretär im Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft. Nach dem Juni-Hochwasser 2013 leitete er den Wiederaufbaustab in der Staatskanzlei.

 

Staatssekretär im Innenministerium, Dr. Michael Wilhelm

Dr. Michael Wilhelm wurde am 24. April 1955 in Würzburg geboren. Nach dem Abitur absolvierte er eine Banklehre. Von 1977 bis 1978 war er für die Dresdner Bank in New York tätig. Von 1978 bis 1984 studierte er Jura und Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth und legte 1984 sein zweites juristisches Staatsexamen ab.
Von 1984 bis 1993 war er bei der Bayerischen Finanzverwaltung tätig. Von 1993 bis 2003 war Michael Wilhelm Referatsleiter für Steuerpolitik, Bundes- und Europaangelegenheiten beim Sächsischen Staatsministerium der Finanzen. Von Oktober 2003 bis Juni 2008 war er Bevollmächtigter des Freistaates Sachsen beim Bund und zugleich Dienststellenleiter. Seit 2008 ist er Staatssekretär im Innenministerium.

Staatssekretär für Finanzen, Hansjörg König

Hansjörg König wurde am 18. Dezember 1959 in Stuttgart geboren. Nach dem Abitur absolvierte er von 1980 bis 1982 eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Anschließend studierte er Jura an der Universität Bayreuth. Von 1992 bis 2003 war er zunächst als Referent, dann als Referatsleiter und schließlich als Abteilungsleiter im Sächsischen Finanzministerium tätig. Von 2003 bis 2004    war Hansjörg König Leiter der Abteilung Ressortkoordinierung in der Sächsischen Staatskanzlei. Von 2004 bis 2009 war er im Kultusministerium, danach bis 2010 im Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst als Staatssekretär tätig. Seit Dezember 2010 ist er Staatssekretär im Finanzministerium.

Staatssekretärin im Justizministerium, Andrea Franke

Andrea Franke wurde am 7. März 1958 in Hamburg geboren. Nach dem Abitur, einer Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau und dem Studium der Rechtswissenschaften in Hamburg war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für internationale Angelegenheiten tätig. Anschließend arbeitete sie als Strafrichterin in Hamburg und am dortigen Verwaltungsgericht. 1991 kam sie nach Sachsen. Im Sächsischen Staatsministerium der Justiz war sie bis 1997 in verschiedenen Positionen tätig. 1998 war sie Richterin am Oberverwaltungsgericht Bautzen, 1999 Vorsitzende Richterin am Verwaltungsgericht Chemnitz. Im Jahr 2000 übernahm sie die Leitung einer Abteilung im Justizministerium. Von 2001 bis 2005 war sie erneut am Oberverwaltungsgericht, 2005 bis 2008 dann als Vizepräsidentin am Verwaltungsgericht Dresden. Seit 2008 leitet sie nach der Rückkehr ins Justizministerium die unter anderem für Öffentliches Recht zuständige Abteilung und ist zudem Präsidentin des Landesjustizprüfungsamtes.

Staatssekretär für Kultus, Dr. Frank Pfeil

Dr. Frank Pfeil wurde am 28. März 1960 in Wittenberge geboren. Nach dem Studium als Diplomlehrer für Geografie und Mathematik an der Pädagogischen Hochschule Dresden war er dort zunächst als wissenschaftlicher Assistent und zwischen 1989 und 1992 als wissenschaftlicher Sekretär und Referent bei der Hochschulleitung tätig. Anschließend war er in verschiedenen Positionen im Sächsischen Innenministerium, beim Landesvermessungsamt und dem Regierungspräsidium Dresden tätig. Im Innenministerium leitete er 2006/2007 die Stabsstelle Verwaltungsreform. Seit 2009 leitete er in dem Ressort die unter anderem für Landesentwicklung zuständige Abteilung.

Staatssekretär für Wissenschaft und Kunst, Dr. Henry Hasenpflug

Dr. Henry Hasenpflug wurde am 3. September 1948 in Radeburg geboren. Er war nach seinem Studium an der Pädagogischen Hochschule Dresden bis 1991 als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. 1992 begann er seine Ministerialkarriere im Staatsministerium des Innern. Dort leitete er unter anderem die Projektgruppe „Kommunalreform“. Ab 1998 übernahm er die Leitung des Statistischen Landesamtes, um dann – ab 2001 – das Regierungspräsidium Dresden zu leiten. Seit Dezember 2010 ist er Staatssekretär im Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Geplant ist, dass er bis zum regulären Eintritt in den Ruhestand am 30. November das Amt ausübt.

Staatsekretärin für Soziales, Andrea Fischer

Andrea Fischer wurde am 29. Mai 1961 in Essen geboren. Nach dem Abitur studierte sie Jura an der Universität Bayreuth. Nach dem 2. Staatsexamen arbeitete sie von 1987 bis 1990 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bayreuth.
1990 war sie bei der Regierung Oberfranken tätig und wurde auf eigenen Wunsch an das Landratsamt Plauen als Rechtsberaterin delegiert. 1991 wechselte sie an das Regierungspräsidium Dresden. Von 1991 bis 1996 war Andrea Fischer Landrätin des Landkreises Kamenz. 2002 wurde sie zur Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit ernannt, 2004 wurde sie als Staatssekretärin in die Sächsische Staatskanzlei berufen. 2007 erfolgte die Ernennung zur Staatssekretärin im Innenministerium. Seit 2008 ist Andrea Fischer Staatssekretärin im Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz.

Staatssekretär für Umwelt und Landwirtschaft, Herbert Wolff

Herbert Wolff wurde am 22. November 1954 in Witten an der Ruhr geboren. Nach dem Abitur und Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Bonn war er ab 1985 als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung und anschließend im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung tätig. Nach einer Station im Bundeskanzleramt kam er 1991 ins Sächsische Staatsministerium der Finanzen. Von 2001 an war er Geschäftsführer der Sächsischen Landessiedlungs- und  Entwicklungsgesellschaft. 2003 ging er in die Staatskanzlei. Bereits von 2010 bis 2012 war er Staatssekretär im Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft. Zuletzt war er seit März 2012 Staatssekretär im Kultusministerium.

Staatssekretär und Bevollmächtigter des Freistaates Sachsen beim Bund sowie Leiter der Landesvertretung des Freistaates Sachsen in Berlin, Erhard Weimann

Erhard Weimann wurde am 17. April 1954 in Würzburg geboren. Von 1973 bis 1975 studierte er an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl am Rhein und schloss mit dem Diplom-Verwaltungswirt ab.
Von 1975 bis 1978 arbeitete er im Regierungspräsidium Karlsruhe und von 1979 bis 1983 im Innenministerium Baden-Württemberg. Erhard Weimann war von 1983 bis 1990 im baden-württembergischen Landtag als Parlamentarischer Berater und Persönlicher Referent des Fraktionsvorsitzenden (Parlamentsrat) tätig. Anschließend arbeitete er als Fraktionsgeschäftsführer und Leiter des Parlamentarischen Beratungsdienstes der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages.
Seit 2008 ist er Staatssekretär und Bevollmächtigter des Freistaates Sachsen beim Bund und leitet zugleich die Landesvertretung des Freistaates in Berlin.

 

Quelle: Medienservice egov Sachsen

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