Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC, 6. Lauf in Shanghai/China – Vorschau GT

Porsche-Piloten wollen im Titelkampf Boden gut machen

Stuttgart. Auf der Zielgeraden der Saison geht es Schlag auf Schlag in der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC. Die letzten drei Sechsstundenrennen des Jahres werden innerhalb von vier Wochen ausgetragen – das erste davon findet am 2. November auf dem Shanghai International Circuit statt. Das Porsche Team Manthey, Gewinner des Auftaktrennens in Silverstone, ist in der chinesischen Wirtschaftsmetropole mit zwei Porsche 911 RSR in der stark besetzten Klasse GTE-Pro am Start. In der Herstellerwertung belegt Porsche aktuell den zweiten Platz. Von Shanghai aus zieht der WEC-Tross weiter nach Bahrain (15. November) und Sao Paulo, wo am 30. November das Saisonfinale ausgetragen wird.

Die Porsche-Fahrer
Auf dem 5,451 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs sind die Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Richard Lietz (Österreich) im 470 PS starken 911 RSR mit der Startnummer 91 im Einsatz. Ihre französischen Werksfahrerkollegen Frédéric Makowiecki und Patrick Pilet teilen sich, ebenfalls in der Klasse GTE-Pro, das Cockpit der Nummer 92. In der Klasse GTE-Am treten die Kundenteams Proton Competition mit Porsche-Junior Klaus Bachler (Österreich) sowie Prospeed Competition an. Auch sie setzen den Porsche 911 RSR ein.

Der Porsche 911 RSR
Der in der Sportwagen-Weltmeisterschaft eingesetzte Porsche 911 RSR basiert auf der siebten Generation der Sportwagenikone 911. Seine Rennpremiere feierte der Erfolgsrenner aus Weissach 2013 und holte bei seinem ersten Start bei den 24 Stunden von Le Mans gleich einen grandiosen Doppelsieg. In die Saison 2014, für die er in vielen Bereichen weiter verbessert wurde, startete er mit Siegen bei den Langstreckenklassikern in Daytona und Sebring in den USA. Danach gewann er auch das WEC-Auftaktrennen in Silverstone.

Die Zeiten
Das Sechs-Stunden-Rennen auf dem Shanghai International Circuit startet am Sonntag, 2. November, um 11.00 Uhr Ortszeit (04.00 Uhr MEZ). Der TV-Sender Eurosport überträgt ab 08.30 Uhr MEZ die letzten 90 Rennminuten live.

Stimmen vor dem Rennen
Dr. Frank-Steffen Walliser, Porsche Motorsportchef: „In Fuji haben wir zuletzt eine sehr gute Teamperformance gezeigt und der 911 RSR ist ohne jede Probleme gelaufen. Trotzdem konnten wir unsere Position in der Meisterschaft nicht verbessern. In den letzten drei Rennen wird der Kampf um den Titel dadurch um so härter. Wir gehen gut vorbereitet in die spannende Schlussphase der Saison. In Shanghai erwartet uns eine anspruchsvolle Strecke, von der wir glauben, dass unser Auto und unsere Reifen dort sehr gut zusammenpassen. Wir sind deshalb sehr zuversichtlich, dass wir um den Sieg mitfahren können.“
Jörg Bergmeister (Porsche 911 RSR #91): „Ich freue mich auf die Rückkehr nach Shanghai. Die Strecke ist anspruchsvoll und macht sehr viel Spaß. Für Porsche ist es in der Vergangenheit dort ganz gut gelaufen: Bei meinem ersten Start wurde ich letztes Jahr Dritter, Richard war vor zwei Jahren Zweiter. Vielleicht können wir ja diesmal zusammen gewinnen.“
Richard Lietz (Porsche 911 RSR #91): „Für mich war es in Fuji wichtig zu sehen, dass mein gebrochener Arm auch über eine komplette Renndistanz wieder voll belastbar ist. Jetzt freue ich mich auf Shanghai. Das wird sicherlich ein Schlüsselrennen, bei dem es darum geht, Porsche in der Meisterschaft weiter nach vorne zu bringen. Wir müssen zeigen, dass noch nichts entschieden ist und wir den Herstellertitel noch nicht abgeschrieben haben.“
Frédéric Makowiecki (Porsche 911 RSR #92): „Nach unserem Pech in Fuji mit der unverschuldeten Kollision gleich in der ersten Kurve haben wir uns für Shanghai natürlich sehr viel vorgenommen. Für mich ist die Strecke neu, doch wir sind gut vorbereitet. Ich bin überzeugt, dass wir mit unserem 911 RSR dort gute Chancen haben und für Porsche im Kampf um den Titel Punkte gutmachen können.“
Patrick Pilet (Porsche 911 RSR #92): „Wegen des Startunfalls war Fuji für uns ein Rennen zum Vergessen. Dadurch ist der Druck in Shanghai jetzt noch größer. Wir müssen alles versuchen, schon im Qualifying ganz weit vorne zu sein und dann im Rennen unsere Stärken auszuspielen. Die Strecke liegt uns, und der 911 RSR ist auf jeden Fall besser als noch vor einem Jahr. Das macht mich sehr zuversichtlich.“

Die Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC
In der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC (World Endurance Championship) starten Sportprototypen und GT-Fahrzeuge in vier Klassen: LMP1 (z.B. Porsche 919 Hybrid), LMP2, GTE-Pro (z.B. 911 RSR) und GTE-Am (z.B. 911 RSR). Sie fahren gemeinsam in einem Rennen, werden aber getrennt gewertet.

Quelle: Porsche

Share This

Teile diesen Beitrag

Teile diesen Beitrag mit deinen Freunden!