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Landesjugendorchester mit Uraufführung zu Gast in der Landesmusikakademie oder Keine Kleinigkeiten der jüngeren Musikgeschichte

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Unter dem Titel „Un petit rien…?“ hat der langjährige künstlerische Leiter des Landesjugendorchesters Sachsen, Prof. Milko Kesten, ein spannungsvolles Programm für die besten Nachwuchsmusikerinnen und -musiker des Freistaates Sachsen zusammengestellt. In diesem Jahr nähert sich das LJO Sachsen wieder einmal der zeitgenössischen Musik und bekommt die einzigartige Möglichkeit, die Uraufführung der Komposition „weit und nah“ von Carsten Hennig zu gestalten. Der Dresdner Komponist wurde mit zahlreichen Stipendien gefördert, er erhielt erste Preise bei internationalen Kompositionswettbewerben und seine Werke wurden bei Festivals im In- und Ausland aufgeführt. Neben seiner kompositorischen Arbeit widmet er sich derzeit auch besonders der Vermittlung Neuer Musik.

Bei „weit und nah“ (2014) handelt es sich um ein Doppelkonzert für Viola da Gamba, Viola und Kammerorchester, das dem Landesjugendorchester die Möglichkeit bietet, eine sächsische Bundespreisträgerin des Wettbewerbes Jugend Musiziert, Alma Elisabeth Stoye, an der Gambe als Solistin einzubeziehen. Doch nicht nur im Hinblick auf die Instrumentation wird in diesem Konzert eine Brücke zwischen Alt und Neu gebaut, denn mit der Aufführung des Doppelkonzerts für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll von Johannes Brahms wird auch ein Zeitbogen über 200 Jahre Musikgeschichte gezogen. In beiden Doppelkonzerten machen sich jeweils zwei Individuen vor dem gesellschaftlichen (orchestralen) Hintergrund hörbar. Sie versuchen sich durchzusetzen, Konsens zu finden, sich als Teil des Ganzen zu verstehen ohne sich in ihrer Eigenart aufgeben zu müssen. In diesem Zusammenhang soll auch das Thema „Heldentum“ kritisch hinterfragt werden und mithilfe von literarischen Texten in einen dramaturgischen Rahmen gestellt werden. Die Problematik des „Heldentums“ wird auch in der „Heroischen Ouvertüre“ von Paul Büttner (1925) und dem Werk „Un petit rien“ von Bernd Alois Zimmermann (1964) thematisiert werden.

Das LJO Sachsen bietet seit 1992 talentierten sächsischen Nachwuchsmusikern die Möglichkeit, unter professioneller Leitung die Arbeit in einem großen Orchester kennen zu lernen. Gemeinsam mit Dozenten aus renommierten sächsischen Orchestern arbeiten die 14- bis 26-jährigen Musiker, darunter viele Preisträger des “Jugend musiziert” – Wettbewerbs, in jährlich zwei Probenphasen an Sinfonien, Suiten, Ouvertüren, Solokonzerten und anderen Orchesterwerken ohne die zeitgenössische Musik außer Acht zu lassen. Dabei wird jedes Mal ein neues Programm einstudiert und in mehreren Konzerten aufgeführt, ganz gleich, ob in Deutschland, Polen, Russland, Ungarn, Italien, Großbritannien, Zypern, den USA, in Südafrika, China oder in Karelien.

Die jungen Musiker erarbeiten ihr neues Konzertprogramm vom 19.-24.10. in der Landesmusikakademie und stellen es erstmals am Donnerstag, den 23.10.2014, um 19:00 in einer öffentlichen Generalprobe im Kammermusiksaal der Landesmusikakademie Sachsen im Schloss Colditz vor.

Der Eintritt ist frei. Aufgrund der beschränkten Platzkapazität, wird um telefonische Voranmeldung unter 034 381-46 95 75 gebeten.

Das Programm ist außerdem zu hören:

 

Fr, 24. Oktober | 19:30 Uhr | Hochschule für Musik Dresden

Sa, 25. Oktober | 17 Uhr | Neuberinhaus Reichenbach

So, 26. Oktober | 17 Uhr | Gewandhaus Leipzig

Wir freuen uns auf unsere Gäste!

Quelle: Landesmusikakademie Sachsen

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