Polizei

Achtung Wildwechsel!

Achtung Kraftfahrer: Etwa jeder fünfte Verkehrsunfall in den Landkreisen Bautzen und Görlitz ist ein Wildunfall. In der dunklen Jahreszeit ist die Gefahr größer denn je. Schuld daran sind nicht etwa die Tiere, sondern eher die Menschen. Häufig geschehen Wildunfälle, wenn sich Kraftfahrer nicht an die veränderten Sicht- und Lichtbedingungen anpassen und nicht mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs sind. Hier zwei Beispiele:

K 8610, Löbau – Strahwalde, Abzweig am Forsthaus zur S 143

30.09.2014, 05:42 Uhr

Am frühen Dienstagmorgen hat sich auf der ehemaligen B 178 zwischen Ottenhain und Strahwalde ein Wildunfall ereignet, bei dem sich ein Motorradfahrer leicht verletzte. Eine 63-Jährige war mit ihrem Ford Fiesta in Richtung Zittau auf der Kreisstraße unterwegs, als in einer Waldpassage vor der Forsthaus-Kreuzung ein Wildschwein über die Straße lief. Im Lichtstrahl der Scheinwerfer erkannte die Frau die Gefahr offenbar zu spät. Ihr Wagen erfasste den Schwarzkittel, welcher in der Gegenfahrspur zum Liegen kam. Unglücklicherweise kam genau in dem Moment ein 35-Jähriger auf einem Motorrad über die Kuppe in Richtung Löbau angefahren. Auch der Mann erkannte das Wildschwein in seiner Fahrspur zu spät, fuhr dagegen und stürzte. Er verletzte sich leicht und wurde in einem Klinikum behandelt. Das Tier überlebte beide Unfälle nicht, an der Kawasaki und dem Ford entstand Schaden von in Summe etwa 5.500 Euro.

K 8610, Löbau – Ottenhain

30.09.2014, 06:00 Uhr

Nur wenige Minuten später erfasste auf derselben Straße ein Kleintransporter ein Reh. Der Unfall geschah zwischen Löbau und Ottenhain. Der 47-jährige VW-Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten, als plötzlich ein Reh im Scheinwerferlicht auftauchte und über die Fahrbahn lief. Das Fahrzeug erfasste das Tier, welches noch an der Unfallstelle verstarb. An dem Volkswagen entstand Schaden von etwa 500 Euro.

Die Polizei rät:

Besonders in der Dunkelheit oder Dämmerung sollten Sie langsam und aufmerksam Fahren. Da sich die Sichtweiten deutlich verringern, können Tiere am Fahrbahnrand oder auf der Straße nur spät wahrgenommen werden. Häufig reicht die dann noch verfügbare Wegstrecke bis zum Hindernis nicht mehr aus, um ein Fahrzeug noch rechtzeitig anhalten zu können. Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h beispielsweise benötigen Sie selbst unter günstigsten Umständen mindestens 80 Meter, um zu stoppen. Die normale Leuchtweite des Abblendlichtes beträgt in etwa nur genauso weit. Sie werden die Gefahr also sprichwörtlich erst im letzten Augenblick erkennen können. Wenn dann noch herbstlicher Nebel oder nasse Straßen dazukommen, ist ein Unfall quasi vorprogrammiert.

Um einen Wildunfall zu vermeiden, hilft also nur:

  • Fahren Sie bei Dunkelheit oder eingeschränkter Sicht langsam und vorsichtig.
  • Seien Sie in waldreichen Abschnitten besonders aufmerksam und bremsbereit.
  • Rechnen Sie mit dem Auftauchen von Wild oder anderen Hindernissen im Scheinwerferlicht
  • Beobachten Sie auch die Straßenränder und lassen Sie sich nicht vom Radio oder Ihrem Mobiltelefon ablenken.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig, ob die Beleuchtung an Ihrem Fahrzeug funktioniert und auch richtig eingestellt ist. Nutzen Sie hierzu gerade im Monat Oktober die Beleuchtungs-aktionen in Ihren Fachwerkstätten.
  • Beide Hände gehören während der Fahrt und besonders während einer Bremsung ans Lenkrad, nicht ans Radio, die Kaffeetasse oder das Mobiltelefon.
  • Sollten Tiere in Ihrem Sichtfeld auftauchen, müssen sie blitzschnell reagieren. Dazu gehört auch die Überwindung, im Zweifel nicht mehr auszuweichen, sondern auf das Hindernis zuzusteuern. Bei plötzlichen Lenkbewegungen ist die Gefahr hoch, die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren. Die Folgen eines unkontrollierten Abkommens von der Fahrbahn oder einer Kollision mit einem Baum sind oftmals um ein Vielfaches schlimmer als ein Unfall mit dem Wildtier.

  • Und: im Falle einer Gefahrenbremsung arbeitet das ABS ihres Autos nur dann richtig, wenn Sie mit aller Kraft auf das Bremspedal treten. Trauen Sie sich also, richtig fest draufzutreten. Halten Sie dann das Lenkrad fest und stellen Sie sich auf den Aufprall ein!

Die Polizei wünscht Ihnen allzeit gute und unfallfreie Fahrt. (tk)

 

 

Autobahnpolizeirevier Bautzen

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Fernfahrerstammtisch informiert zur Funktion des Havariekommissars

 

BAB 4, Görlitz – Dresden, Rastanlage Oberlausitz-Nord

01.10.2014, ab 18:00 Uhr

Was ist denn ein Havariekommissar? Ein polizeilicher Bruchpilot etwa? Weit gefehlt. Ein Havariekommissar ist für das Transportgewerbe eine wichtige Person und tritt besonders bei Verkehrsunfällen oder Havarien mit Nutzfahrzeugen oder deren Ladung in Erscheinung. Welche Aufgaben er hat oder Nutzen er Speditionen und Unternehmen bringen kann, darüber informiert am Mittwochabend das Team des Fernfahrerstammtisches. Aus seiner langjährigen Praxis in dieser Funktion wird Dieter Leonhardt berichten und zu Fragen Rede sowie Antwort stehen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Fernfahrerstammtisch beginnt heute um 18:00 Uhr in der Autobahnrastanlage Oberlausitz-Nord bei Salzenforst. (tk)

Gestohlener Mercedes sichergestellt

BAB 4, Dresden – Görlitz, Rastanlage Oberlausitz-Süd

30.09.2014, 10:30 Uhr

Eine Streife der Gemeinsamen Fahndungsgruppe Bautzen hat am Dienstagvormittag auf der BAB 4 bei Salzenforst einen gestohlenen Mercedes sichergestellt. Die Beamten stoppten den Pkw an der Rastanlage Oberlausitz-Süd. Die schwarze C-Klasse war mit britischen Kennzeichen in Fahrtrichtung Görlitz unterwegs. Bei einer Fahndungsprüfung stellte sich heraus, dass das Auto im Oktober 2013 in Großbritannien entwendet wurde. Der 26-jährige Fahrer gab an, den Wagen in Polen gebraucht gekauft zu haben.

Doch auch der Mann selbst geriet in den Fokus der Ermittlungen. Er wies sich bei der Kontrolle mit einem irischen Führerschein aus, welcher sich als gefälscht erwies. Eine gültige Fahrerlaubnis besaß er nicht, sie war ihm in Polen nach einer Trunkenheitsfahrt entzogen worden.

Die Soko Kfz hat gemeinsam mit dem Ermittlungsdienst des Autobahnpolizeireviers die weiteren Untersuchungen in dem Fall übernommen. Der 26-Jährige wird sich wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu rechtfertigen haben. Auch der Verdacht der Hehlerei steht im Raum. (tk)

Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung

BAB 4, zwischen den Anschlussstellen Bautzen und Nieder Seifersdorf

30.09.2014, 10:30 Uhr – 01.10.2014, 03:00 Uhr

Trotz Erhöhung des Bußgeldes für das Telefonieren während der Fahrt ohne Freisprecheinrichtung beobachten Polizeibeamte tagtäglich immer wieder Fahrzeugführer mit dem Handy in der Hand hinter dem Lenkrad. Meist fallen sie durch besonderes Langsam-Fahren oder unsichere Fahrweise auf. Fünf Fahrzeugführer hielten Streifen der Bautzener Autobahnpolizei am Dienstag und in der Nacht zu Mittwoch auf der BAB 4 zwischen Bautzen und Niederseifersdorf an und machten sie auf ihr Fehlverhalten aufmerksam. Die meisten Fahrer zeigten sich nach dem Gespräch und dem Entrichten des hierfür vorgesehenen Bußgeldes von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg einsichtig. Bleibt zu hoffen, dass diese Einsicht möglichst lange anhält. (as)


Landkreis Bautzen

Polizeireviere Bautzen/Kamenz/Hoyerswerda

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Tatverdächtige zu versuchtem schweren Raub vorläufig festgenommen

Bautzen, Seminarstraße

30.09.2014, 21:35 Uhr

In Bautzen sollen zwei Männer am Dienstagabend zwei Passanten bedroht und die Herausgabe von Bargeld gefordert haben. Die Polizei nahm die Tatverdächtigen wenig später vorläufig fest.

Der Sachverhalt geschah gegen 21:30 Uhr in der Seminarstraße. Nach gegenwärtigem Ermittlungsstand sollen die beiden Tatverdächtigen im Alter von 21 und 22 Jahren die 19 und 20 Jahre alten Männer mit einem Messer bedroht und die Herausgabe von Bargeld gefordert haben. Dem kamen die Angesprochenen nicht nach, flüchteten und informierten die Polizei. Dank einer guten Täterbeschreibung konnten Streifen des Polizeireviers Bautzen die tatverdächtigen tunesischen Staatsbürger in der Innenstadt ergreifen und vorläufig festnehmen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (tk)

Einbruch in Blumenladen

Bautzen, Clara-Zetkin-Straße

30.09.2014, 00:00 Uhr – 05:30 Uhr

Ein Blumengeschäft an der Clara-Zetkin-Straße in Bautzen wurde in der Nacht zu Dienstag Ziel von Einbrechern. Nachdem diese in den Laden eingedrungen waren, entwendeten sie dort einen Tresor mit Fahrzeugschlüsseln, Bargeld und persönlichen Dokumenten. Als wäre das noch nicht genug, versenkten die Täter anschließend auch noch mehrere Blumenvasen in einer Wassertonne. Die Polizei sucht Zeugen, die im Bereich der Friedensbrücke Beobachtungen gemacht haben oder andere Hinweise zu dem Einbruch geben können. Hinweise nehmen das Polizeirevier Bautzen (03591 356-0) oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. (as)


Tatverdächtige zu Raubüberfall ermittelt

Königswartha, Kastanienring

01.10.2014, gegen 01:50 Uhr polizeilich bekannt

Zwei Männer im Alter von 32 und 35 Jahren sollen am späten Dienstagabend in Königswartha einen 34-Jährigen und dessen 32-Jährige Lebensgefährtin in seiner Wohnung nach einer verbalen Auseinandersetzung tätlich angegangen, bedroht und beraubt haben. Das Paar informierte die Polizei mit etwa vier Stunden Zeitverzug über den Vorfall. Der Sachverhalt geschah demnach in einem Mehrfamilienhaus am Kastanienring. Die beiden Tatverdächtigen sollen die Mobiltelefone der Geschädigten sowie den Wohnungsschlüssel des 34-Jährigen geraubt haben. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (tk)

Transporter gestohlen

Pulsnitz, Goethestraße

30.09.2014, 20:30 Uhr – 01.10.2014, 05:00 Uhr

In der Nacht zu Mittwoch haben Unbekannte in Pulsnitz einen Kleintransporter gestohlen. Der weiße VW T 5 mit dem amtlichen Kennzeichen BZ-LA 114 stand an der Goethestraße. Den Zeitwert des sieben Jahre alten Fahrzeugs bezifferte sein Eigentümer mit etwa 12.000 Euro. Die Soko Kfz hat die Ermittlungen übernommen und fahndet nach dem Volkswagen. (tk)

Tatverdächtiger verhaftet

Radeberg, Rathenaustraße

30.09.2014, etwa 18:00 Uhr

Nachdem ein Mann am Dienstagabend in Radeberg Bargeld von einem 18-Jährigen forderte, verhafteten ihn Polizisten wenig später. Nun sitzt er im Gefängnis.

Der 26-jährige Tatverdächtige soll den jungen Mann in der Rathenaustraße Straße tätlich angegangen und bedroht haben. Er forderte offenbar die regelmäßige Zahlung von fünf Euro und stellte ernste Konsequenzen bei Nichterfüllung in Aussicht. Zu einer Geldübergabe kam es nicht. Der 18-Jährige vertraute sich danach seinem Vater an. Dieser informierte die Polizei.

Anhand einer guten Beschreibung des Täters und einem weiteren Zeugenhinweis ergriffen Streifen des Polizeireviers Kamenz den Gesuchten wenig später an einem Supermarkt. Der 26-Jährige aus dem Raum Dresden hatte keinen festen Wohnsitz und war zudem im Besitz einer geringen Menge Betäubungsmittel. Da er bereits per Haftbefehl gesucht wurde, verhafteten ihn die Polizisten. Er kam in eine Justizvollzugsanstalt.

Die Kriminalpolizei führt die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachtes der Erpressung und eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. (tk)

Technik aus Firma gestohlen

Königsbrück, Hoyerswerdaer Straße

29.09.2014, 18:30 Uhr – 30.09.2014, 16:00 Uhr

Unbekannte Täter drangen zwischen Montagabend und Dienstagnachmittag in die Garage einer Firma in Königsbrück ein und entwendeten aus dieser zwei Lautsprecherboxen, einen Beamer, eine Festplatte sowie eine Kabeltrommel. Der entstandene Schaden wurde mit ca. 1.000 Euro angegeben. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (as)

Grundstücksbesitzer und Bauer finden beim Graben Waffen, alte Munition und eine Granate

Pulsnitz, OT Lichtenberg, Straße der Jugend

Kamenz, OT Schiedel

30.09.2014

Beim Graben in einer Ecke seines neu erworbenen Grundstückes in Lichtenberg fand ein 34-Jähriger am Dienstag jede Menge alter Patronen, vier verrostete Schreckschusswaffen und sogar drei Deko-Wurfsterne. Die Gegenstände trug er richtigerweise zur Polizei. Die Munition und die verrosteten Waffen werden durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärft und entsorgt.

Letzterer kommt auch auf einem abgeernteten Feld bei Schiedel zum Einsatz. Ein Bauer hatte Mittwoch dort eine stark verrostete Panzergranate gefunden und der Polizei gemeldet. (as)

 


Mann bei tätlicher Auseinandersetzung verletzt

 

Hoyerswerda, Dillinger Straße

01.10.2014, 00:31 Uhr und 02:30 Uhr

In der Nacht zu Mittwoch wurde die Polizei zweimal in die Hoyerswerdaer Asylbewerberunterkunft gerufen. In beiden Fällen hatte ein 30-jähriger tunesischer Staatsbürger einen 19-jährigen Mitbewohner tätlich angegangen. Streifen des Polizeireviers Hoyerswerda trennten die Männer und sorgten für Ruhe. Die Hintergründe der Auseinandersetzung sind derzeit nicht bekannt. Der junge Libyer kam mit Schnittverletzungen in ein Klinikum und wurde dort ambulant behandelt. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Vorwurfes der gefährlichen Körperverletzung. (tk)

Vorwurf der Körperverletzung gegen Wachdienst-Mitarbeiter

Hoyerswerda, Dillinger Straße, Asylbewerberunterkunft

  1. Juli 2014, polizeibekannt am 29. September 2014

Ein Bewohner der Asylbewerberunterkunft in Hoyerswerda erhebt Vorwürfe gegen einen 47-jährigen Beschäftigten des dortigen Wachunternehmens. Dieser habe ihn während einer verbalen Auseinandersetzung gestoßen, wobei der 29-jährige Tunesier hinstürzte und sich dabei eine Rippenfraktur zuzog.  Die Vorwürfe, die am Montag im Rahmen einer Befragung des Tunesiers im Polizeirevier Hoyerswerda zu einem anderen Sachverhalt bekannt wurden, werden nun geprüft. Das Operative Abwehrzentrum der Polizeidirektion Leipzig hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Betreiber des Wohnheimes in Hoyerswerda ist das zuletzt in die Kritik geratene Essener Unternehmen „European Homecare“. (as)

Quelle: PD Görlitz

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