Stuttgart. Beim Sechsstundenrennen auf dem Circuit of the Americas in Austin hat der Porsche 911 RSR den zweiten Platz in der Klasse GTE-Pro belegt. Im ereignisreichen vierten Lauf der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC hatten die französischen Porsche-Werksfahrer Patrick Pilet und Frédéric Makowiecki vor 50.000 Zuschauern bis kurz vor dem Ziel gute Chancen auf den zweiten Saisonsieg für das Porsche Team Manthey. Doch obwohl sie lange in Führung lagen, mussten sie sich am Ende nach hartem Kampf um lediglich 16 Sekunden geschlagen geben.

Das Rennen auf dem Grand-Prix-Kurs vor den Toren der texanischen Metropole wurde am Samstagnachmittag bei schwül-heißem Wetter gestartet. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit setzte dann sintflutartiger Regen ein, der in kürzester Zeit weite Teile der Strecke überschwemmte. Das Rennen musste unterbrochen werden. Als es nach 45 Minuten fortgesetzt wurde, übernahm Porsche-Werksfahrer Nick Tandy (Großbritannien) die Führung. Mit dem zweiten 911 RSR des Porsche Team Manthey, der auf der siebten Generation der Sportwagenikone 911 basiert und den er sich in Austin erstmals mit Jörg Bergmeister (Langenfeld) teilte, lag er bis 85 Minuten vor dem Ziel in Führung. Dann verlor er zwei Runden, weil sein Auto nach einem Boxenstopp wegen eines Elektrikproblems nicht gleich ansprang und kam schließlich als Vierter ins Ziel.

Für alle vier Porsche-Werksfahrer war es das zweite Rennen des Tages: Zuvor waren sie mit den 911 RSR von Porsche North America schon beim Meisterschaftslauf der Tudor United SportsCar Championship am Start.

Hartmut Kristen, Porsche-Motorsportchef: „Wenn man sich die enorme Wettbewerbsdichte in den GT-Klassen anschaut, müssen wir uns mit solchen Ergebnissen nicht verstecken. Ein Lob an die Fahrer, die an diesem Wochenende unter schwierigsten Bedingungen zwei Rennen gefahren sind. Das gilt auch für Teile der Mannschaft, die zwei Rennen betreut haben. Natürlich ist es etwas bitter, wenn man trotz dieser Anstrengungen nicht ganz vorne landet, doch auf dem, was Fahrer und Team heute gezeigt haben, lässt sich aufbauen.“

Patrick Pilet (#92): „Auf nasser Strecke lag unser Auto sehr gut. Wir konnten in Führung gehen und uns sogar ein Stück weit absetzen. Als es dann wieder abtrocknete, hatten wir gegen den Aston Martin aber keine Chance. Immerhin haben wir es aufs Podium geschafft und wichtige Punkte geholt. Insgesamt war das ein hartes Wochenende, körperlich sehr anstrengend mit zwei Rennen bei nicht einfachen Bedingungen. Erst war es schwül und heiß, dann kam der Regen. Doch alle haben ihr Bestes gegeben und für Porsche ein gutes Resultat geholt.“

Frédéric Makowiecki (#92): „Das war ein hartes Rennen mit einem Ergebnis, mit dem wir zufrieden sein können. In der Meisterschaft haben wir einige Punkte gut gemacht.“

Jörg Bergmeister (#91): „Nick hat einen super Job gemacht, auch das Team hat hervorragend gearbeitet. Die Boxenstopps waren alle perfekt. Leider hatten wir in der Schlussphase ein kleines elektrisches Problem und waren von da an aus dem Rennen um den Sieg.“
Nick Tandy (#91): „Das Rennen lief lange nach Plan. Wir haben unsere Strategie perfekt umgesetzt und hatten eine gute Chance auf den Sieg. Ohne unser Problem wären wir sicherlich vorne geblieben. Für mich persönlich war das schon hart heute. Ich habe in zwei Rennen klar geführt – und trotzdem keines gewonnen. Das ist schon enttäuschend, doch wir kämpfen weiter.“

In der Klasse GTE-Am erreichten Christian Ried (Schönebürg), Klaus Bachler (Österreich) und Khaled Al Qubaisi (Abu Dhabi) im Porsche 911 RSR des Kundenteams Proton Competition als Dritte ebenfalls eine Podiumsplatzierung.

Das fünfte von acht Saisonrennen der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC wird am 12. Oktober in Fuji/Japan ausgetragen.

Rennergebnis
Klasse GTE-Pro
1. Turner/Mücke (GB/D), Aston Martin Vantage, 141 Runden
2. Makowiecki/Pilet (F/F), Porsche 911 RSR, 141
3. Bruni/Vilander (I/SF), Ferrari 458 Italia, 141
4. Bergmeister/Tandy (D/GB), Porsche 911 RSR, 139
5. Rigon/Calado (I/GB), Ferrari F458 Italia, 137
6. MacDowall/O’Young/Rees (GB/HK/BRA), Aston Martin Vantage, 137

Klasse GTE-Am
1. Dalla Lana/Lamy/Nygaard (CDN/P/DK), Aston Martin Vantage, 138 Runden
2. Poulsen/Hansson/Stanaway (DK/DK/NZ), Aston Martin Vantage, 138
3. Ried/Bachler/Al Qubaisi (D/A/UAE), Porsche 911 RSR, 137
4. Perez Companc/Cioci/Venturi (ARG/I/I), Ferrari F 458 Italia, 137
5. Roda/Ruberti/Segal (I/I/USA), Ferrari F458 Italia, 136
6. Krohn/Jönsson/Collins (USA/S/GB), Ferrari F458 Italia, 135

Die Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC
In der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC (World Endurance Championship) starten Sportprototypen und GT-Fahrzeuge in vier Klassen: LMP1 (z.B. Porsche 919 Hybrid), LMP2, LMGTE-Pro (z.B. 911 RSR) und LMGTE-Am (z.B. 911 RSR). Sie fahren gemeinsam in einem Rennen, werden aber getrennt gewertet.

Quelle: Kommunikation Porsche AG

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