PKW prall gegen zwei Bäume in Remse

 

Chemnitz

 

OT Markersdorf – Polizei warnt vor mutmaßlicher Betrügerin

(Fi) Ungefähr 25 Jahre alt, 1,60 m groß, schlank, schulterlanges, glattes dunkelbraunes Haar und auffallend kleine Ohren ohne Ohrläppchen, so beschrieb eine 74-jährige Rentnerin eine ihr unbekannte Frau, von der sie am 17. September 2014 gegen Mittag besucht wurde.

Über der linken Brust hatte die Unbekannte ein Schild mit einem Foto an der Bekleidung befestigt, dass sie angeblich als Mitarbeiterin einer Krankenkasse auswies. Unter der Legende, sie müsse die Karten für die Zuzahlungsbefreiungen überprüfen, erhielt sie Zutritt zur Wohnung. Dort verlangte sie Einblick in verschiedene Dokumente. Unter anderem ließ sie sich die EC-Karte der Rentnerin zeigen und schrieb die darauf befindlichen Daten ab. Dann sollte die 74-Jährige einige Formulare unterschreiben, was sie auch tat. Nun verabschiedete sich die Unbekannte und verließ das Haus. Zuvor hatte sie der Rentnerin noch den möglichen Gewinn einer Waschmaschine in Aussicht gestellt und angekündigt, ihr Chef würde noch Gutscheinkarten für Taxifahrten schicken.

Erst später fiel der Rentnerin auf, dass sie von den unterschriebenen Formularen keinerlei Durchschläge bekommen hatte. Als sie dann bei ihrer Krankenkasse anrief, musste sie erkennen, dass sie vermutlich einer Betrügerin aufgesessen ist. Was sie da unterschrieben hat, werden wohl erst die nächsten Wochen zeigen.

Die Polizei warnt vor dieser Masche. Krankenversicherer arbeiten nicht auf diese Weise. Fremde sollten grundsätzlich nicht in die Wohnung gelassen werden. Ist man sich unsicher, kann man den Besuch vor der (geschlossenen) Tür stehen lassen und sich erst einmal bei dessen vermeintlichem Auftraggeber rückversichern. Gegebenenfalls sollte man Nachbarn, Verwandte oder auch die Polizei um Hilfe bitten.

Die mutmaßliche Betrügerin sprach übrigens akzentfreies Hochdeutsch. Sie trug außerdem eine großgliedrige Goldkette. Die Frau äußerte noch zu der Rentnerin, dass sie wegen ihrer Ohren keinen Ohrschmuck tragen könne.

Quelle: PD Chemnitz

Share This

Teile diesen Beitrag

Teile diesen Beitrag mit deinen Freunden!