Polizei31

(TH/Fi)) Die Polizei ermittelt derzeit gegen noch unbekannte Betrüger, die mit einer nicht neuen, aber dreisten Masche agieren. Im Zeitraum von Juni 2014 bis August 2014 wurden der Polizei 22 Betrugsstraftaten gemeldet, die denselben Tätern zuzuordnen sind. Die Anzeigen kommen überwiegend aus dem ehemaligen Heckert-Gebiet, den Ortsteilen Helbersdorf, Kappel, Kapellenberg, Morgenleite und Hutholz
Die Täter nutzen die Anonymität der Gegend aus und bestellen unter falschem Namen bei Online-Versandhändlern Waren mit dem Vorsatz, diese nicht zu bezahlen. Die Bestellungen werden in Mehrfamilienhäuser mit leer stehenden Wohnungen zugestellt, nachdem die Betrüger Klingelschilder und Briefkästen mit neuen, fiktiven Namen versehen haben.
Die Postsendungen werden dann durch die Zusteller wegen Abwesenheit der eigentlichen Empfänger, also der Betrüger, bei anderen Hausbewohnern abgegeben. Die Betrüger, die sich gegenüber den hilfsbereiten Nachbarn als in Kürze einziehende Mieter ausgeben, holen die Pakete meist kurz nach der Anlieferung ab.

Unter den 22 Fällen sind auch einige, bei denen die dreisten Betrüger Namen von Personen nutzten, die tatsächlich unter der angegebenen Adresse wohnten. In diesen Fällen erhielten die tatsächlichen Mieter dann völlig unerwartet Rechnungen für Waren, die sie weder bestellt noch erhalten haben.

Vorzugsweise sind die Täter auf Heimelektronik, Kosmetika und hochwertige Bekleidung aus. Der bisher insgesamt erfasste Vermögensschaden beträgt ca. 6 000 Euro.

Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche. Bewohner von Mehrfamilienhäusern sollten misstrauisch sein. Postsendungen sollten nur entgegengenommen werden, wenn man die (neuen) Mitbewohner auch kennt, weiß, dass sie tatsächlich im Haus wohnen und ein nachbarschaftliches Vertrauensverhältnis besteht.
Sollten Mieter Zweifel an der Korrektheit bzw. Echtheit plötzlich aufgetauchter neuer Namensschilder an Klingeltafeln oder Briefkästen haben, möglicherweise sogar schon Paketsendungen an diese Adressaten eingehen, ist es legitim, unverzüglich beim jeweiligen Vermieter nachzufragen oder das zuständige Polizeirevier, in diesem Fall Chemnitz-Südwest / Tel. 0371 5263-100) zu informieren. Man kann sich natürlich auch an seinen Bürgerpolizisten wenden oder in akuten Verdachtsfällen den kostenlosen Polizeinotruf 110 nutzen. Die Beamten bitten um die Mithilfe der Bürger, zum einen, um weitere Betrügereien zu verhindern, zum anderen, um die Täter zu ermitteln und ihnen das Handwerk zu legen.

 Quelle: PD Chemnitz

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