media_140907155801Ruben und Petra Zeltner gewinnen den 10. Lauf der DRM an der Ostsee

Ruben und Petra Zeltner siegen mit ihrem Porsche 911 GT3 (auch Zebra genannt) beim 10. Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM). Bei strahlendem Spätsommerwetter verwiesen die beiden Lichentsteiner bei der ADAC Ostsee Rallye (5./6. September) Hermann Gassner sen. (Mitsubishi Lancer) und den Dänen Kim Boisen (BMW M3) auf die Plätze 2 und 3. Wir sprachen mit Ruben Zeltner im Ziel der Veranstaltung. Dabei nimmt er Bezug auf den sportlichen Teil der Rallye wie auch auf Diskussionen zum technischen Reglement.


Kann man von einem geschenkten Sieg sprechen, nachdem Jan Becker und Hermann Gassner junior, die beiden stärksten Konkurrenten ausgefallen sind?

Kein Sieg ist geschenkt. Wir lagen lange auf dem 2. Platz hinter Jan Becker. Für uns ging es nicht primär darum zu gewinnen. Wir wollten die Punkte für die DRM einfahren. Daher haben wir uns auch ab Samstagmittag darauf konzentriert, diesen 2. Platz nach Hause zu fahren. Wir wollten auch kein besonderes Risiko mehr eingehen. Jan hätte sicherlich seine Heim-Rallye gewonnen, wenn er nicht ausgefallen wäre.


Du bist die ADAC Ostsee Rallye zum ersten Mal gefahren. Welche Eindrücke hat sie bei dir hinterlassen?

Es sind wirklich traumhafte Prüfungen, das hätte ich mir so nicht vorgestellt. Der Schotter auf Putlos und Rosenhof war härter, als ich gedacht habe – er ist schon ganz schön brutal.


Dein Highlight?

War sicherlich unser Abflug auf WP3. Da sind wir im 6. Gang noch mit über 100 Km/h auf eine Wiese Richtung Wald geschliddert. Ich war heilfroh, dass das gut ausgegangen ist. Ich hätte an dieser Stelle wohl besser auf meine Frau gehört – nur irgendwie habe ich bei der 5er Kurve das „macht zu“ überhört. Ansonsten hatten wir glücklicherweise eine fehlerfreie Reise über die schönen Prüfungen an der Ostsee.


Es gibt in jüngster Vergangenheit immer mehr Kritiker, die glauben, dein Porsche 911 GT 3 wäre nicht reglementkonform?

Ich verbürge mich, dass wir das Reglement zu 100% einhalten. Das Auto hat genau die Leistung, die erlaubt ist. Gerne dürfen die Techniker des DMSB das Auto komplett zerlegen, wir haben nichts zu verbergen!


Was siehst du als Basis deines Erfolgs?

Unsere Techniker haben ein Auto gebaut, das läuft wie ein Uhrwerk. Ich bin stolz auf diese Truppe und unser kleines Team. Wir arbeiten alle hoch motiviert und ich möchte meine Jungs mit dem Meistertitel belohnen. Darüber hinaus hatten wir in diesem Jahr mit dem Wetter, den passenden Reifen und auch der Auswahl der Wertungsprüfungen sehr viel Glück. Hier zahlt sich wohl auch unsere Erfahrung ein wenig aus.


Wie ist die weitere Saisonplanung?

Wir werden jetzt noch 2 Läufe im Rahmen der DRM bestreiten: die ADAC Rallye Baden-Württemberg sowie zum Saisonabschluss die ADAC 3-Städte-Rallye.


Und da war noch der Pornault:

Dahinter verbirgt sich der gescheiterte Paarungsversuch des Porsche 911 GT3 von Ruben Zeltner mit dem Renault Clio R3T von Carsten Mohe. Nachdem der Porsche auf einem Rundkurs ein wenig vom vorausfahrenden Renault aufgehalten wurde, klopfte Ruben mit Porsche mal an der Heckschürze des Renault an. Diese zeigte sich jedoch wenig beeindruckt und erwiderte keine Paarungsfreude. Das Ergebnis: Eine verbeulte Frontschürze beim Porsche mit einer abgerissenen Ecke.

 

Quelle: PZ Motorsport Fotos: Sascha Dörrenbächer

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