Polizei30Ort: 04299 Leipzig, Kommandant-Prendel-Allee
Zeit: 10.07.2014, 17:45 Uhr – 18:05 Uhr

Kurz vor der Schließzeit des Wertstoffhofes machte sich ein 65-Jähriger mit seinem Fahrzeuggespann – bestehend aus einem Hyundai IX35 und einem mit Gartenabfällen beladenen Hänger – auf den Weg. Er startete die Fahrt in der Naunhofer Straße und bog nach rechts auf die Kommandant-Prendel-Allee ab.

Dabei löste sich der vollbeladene Anhänger von der Kupplung und verselbständigte sich. Erst an einem am Straßenrand geparkten Honda Accord kam der seinem eigenen Willen folgende Hänger zum Stehen. Zuvor drückte er den hinteren linken Kotflügel sowie die hintere linke Tür ein; außerdem entstanden an

dem Honda verschiedene Lackkratzer (geschätzter Sachschaden: 1.000 Euro). Durch einen Blick in den Rückspiegel bemerkte der 65-Jährige den Verlust des Hängers, stoppte und hängte ihn wieder an. Da jedoch der Uhrzeiger unaufhörlich gen 18:00 Uhr vorrückte und er den Müll noch vor Schließen des Containerplatzes abkippen wollte, machte er sich wieder in die Spur – ohne auf den Honda-Halter bzw. die Polizei zu warten. Ferner wollte er eine Staubildung vermeiden und steckte nur seine Visitenkarte an die Fahrertür. Erst als er abgeladen und den Hänger daheim abgestellt hatte, kehrte er noch einmal zur Unfallstelle zurück. Als er kurz nach 18:00 Uhr dort eintraf, musste er feststellen, dass das beschädigte Fahrzeug nicht mehr dastand. So fuhr er wieder nach Hause und diskutierte in familiärer Runde, was zu tun sei. Geschlossen riet die Familie, zur Polizei zu fahren. Der Unfall müsse schleunigst angezeigt werden, da es sich sonst mit Sicherheit um ein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort handeln würde. Der heimische Clan war sich einig, dass keine ausreichende Zeit am Unfallort gewartet worden war. Also machte der 65-Jährige wieder los. In der nächstgelegenen Polizeidienststelle bekam er dann schon wieder etwas angehangen, denn so richtig der familiäre Ratschlag war, so falsch war die Annahme, dass dies automatisch zur Straffreiheit führen würde. (MB)

Quelle: PD Leipzig

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