Zoll17

Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Dresden kontrollierten am 3. Juli 2014 eine Großbaustelle im Dresdner Stadtteil Weißer Hirsch.

Die Zöllner erfassten dabei Personen- und Sozialdaten von insgesamt 118 Arbeitnehmern aus 45 verschiedenen Firmen. Unter diesen befanden sich zahlreiche Personen ausländischer Nationalitäten.

In insgesamt 16 Fällen ergab sich vor Ort der Verdacht auf Scheinselbständigkeit. Das heißt, in diesen Fällen treten die überprüften Personen als Einzelsubunternehmen auf. Allerdings liegt dabei oftmals ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis für eine Auftraggeberfirma vor.

Aufgrund festgestellter Unstimmigkeiten erfolgt bei verschiedenen Firmen eine weitergehende Prüfung.

Im Unterschied zu angestellten Beschäftigten unterliegen Selbständige in Deutschland nicht der Sozialversicherungspflicht. Auch arbeitsrechtliche Vorschriften, wie beispielweise branchenspezifische gesetzliche Mindestlöhne oder Arbeitsgenehmigungspflichten für ausländische Arbeitnehmer, kommen bei Selbständigen nicht zur Anwendung. Durch die illegale Beschäftigung von Arbeitnehmern unter dem Deckmantel der Scheinselbständigkeit schädigen die entsprechenden Unternehmer nicht nur die Sozialkassen, sondern umgehen auch Arbeitgeberpflichten wie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder bezahlten Urlaub. Hierdurch können sie die Preise drücken und schwächen letztlich so auch die Konkurrenzfähigkeit redlich arbeitender Betriebe.

Quelle: Hauptzollamt Dresden

 

 

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