Polizei31Ort: Leipzig-Mitte, Adenauerallee/Rohrteichstraße, Gelände der Deutschen Bahn AG
Zeit: 11.06.2014, gegen 18:30 – polizeibekannt: 20:20 Uhr

Bei Schachtarbeiten auf dem Bahngelände wurde durch Firmenmitarbeiter ein bombenähnlicher Gegenstand freigelegt. Nach genauer Prüfung stellte sich dieser als eine amerikanische Fliegerbombe (75 kg) heraus. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst wurde informiert. Nach dem Eintreffen der Spezialkräfte wurde entschieden, dass ein Sperrkreis von 400 m um die Fundstelle eingerichtet werden muss. Zudem erfolgten weiträumige Absperrungen durch Polizeibeamte der PD Leipzig. Die Bundespolizei übernahm in Verbindung mit der Deutschen Bahn die Sperrungen der Bahnstrecken.
Betroffen waren der Fern- und Nahverkehr. Der Fernverkehr wurde über den Güterbahnhof Leipzig-Mockau umgeleitet. Für den Regional- und Nahverkehr wurde teilweise Schienenersatzverkehr eingerichtet. Es wurden ca. 300 Anwohner in Sicherheit gebracht. 170 Personen nahmen die angebotene Notunterkunft – eine  Turnhalle – an. Die anderen Bewohner kamen vorübergehend bei Verwandten und Bekannten unter. Gegen 04:00 Uhr waren die Evakuierungsmaßnahmen abgeschlossen. Die Kameraden der Feuerwehr unterstützten die Beamten der Polizeidirektion Leipzig bei den Evakuierungen. Durch die umfangreichen Straßensperrungen kam es am frühen Morgen im Bereich Leipzig-Nord und – Mitte teilweise zu erheblichen Staus. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst begann dann mit
den Vorbereitungen der Sprengung. Dazu wurden durch die Feuerwehr mehrere große  Behälter und Spezialplastefolien mit Wasser gefüllt. Insgesamt 40.000 Liter Wasser.
Diese wurden für die Dämmung der Bombe benötigt. Gegen 10.25 Uhr wurde die Fliegerbombe erfolgreich gesprengt. Gegen 11.00 Uhr konnten die Anwohner in ihre Häuser zurück und die Straßen und der Bahnverkehr wurden wieder freigegeben. Insgesamt waren ca. 200 Einsatzkräfte der Polizeidirektion Leipzig, der Bereitschaftspolizei, der Bundespolizei, der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes im Einsatz. (Vo)

Quelle: PD Leipzig

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