Brand in einer Batteriefirma in ZwickauOrt: Werkstraße 50, 04564 Neukieritzsch
Zeit: 07.06.2014, 03:08 Uhr (Information an Feuerwehr)

Große dunkele Rauchwolken zogen in hohen Luftschichten in der Nacht von Neukrieritzsch über Böhlen, süd-östlich an Leipzig vorbei. Eine Frau bemerkte dies und informierte sofort Feuerwehr und Polizei. In einer 50 x 50 Meter großen Werkhalle entzündeten sich auf bisher unbekannte Art und Weise ca. 25 Tonnen Kunststoffabfälle die dort lagerten. Sofort wurden die Kameraden der Werksfeuerwehr Böhlen und der FFW umliegender Ortschaften in Neukieritzsch in Einsatz versetzt, die nun seit den zeitigen Morgenstunden versuchen den Flammenbrand mit zwei Wasserwerfern, die ca. 2000 Liter pro Minute auslassen, zu löschen. Weitere Wasserwerfer werden eingesetzt, sobald die Zuleitung von Wasser über ein zweites Leitungssystem, das derzeit aufgebaut wird, aus dem Werk Böhlen möglich ist. Trotz des Einsatzes von 15 Fahrzeugen und 60 Einsatzkräften der Feuerwehren, wird damit gerechnet, dass die gelagerten Bestände der Werkhalle frühestens am morgigen Tag gelöscht sein werden. Hintergrund dafür sind die schwierigen Löschbedingungen die unter anderem das Öffnen der Werkshalle an verschiedenen Stellen und das Herausbringen von Lagerbeständen erfordern. Aufgrund des brennenden Materials wurden seit den Morgenstunden zwei Gerätemesstechnikwagen eingesetzt, die unablässig Luftmessungen auf Gift- und Schadstoffe durchführen, um rechtzeitig die Bevölkerung vor gesundheitsschädlichen Stoffen warnen zu können. Bisherige Messung ließen die Einsatzkräfte aufatmen. In der Luft konnten bisher keine Schadstoffe gemessen werden. Dennoch werden die Anwohner und Bewohner umliegender Ortschaften gebeten weitestgehend die Fenster und Türen geschlossen zu halten, da durch die Verbrennung des Kunststoffes eine hohe Geruchsbelästigung entstand und anhält.

Da sich die Werkhalle auf einem umfriedeten Betriebsgelände befindet, wurden keine vollumfänglichen Absperrmaßnahmen notwendig, so dass es auch zu keiner Beeinträchtigung des öffentlichen Straßenverkehrs kam. Lediglich Zufahrtwege mussten gesichert und Rettungsgassen gebildet werden. Erste fotografische Dokumentationen und Erhebungen der Personalien von anwesenden Personen erfolgten. Doch nur nach Abschluss der Löscharbeiten und Erkalten des Brandortes können die Brandursachenermittler die Arbeiten vor Ort aufnehmen, so dass derzeit noch keine Angaben zur Brandursache gemacht werden können. Esten Schätzungen zufolge wird mit einem Mindestschaden von 5 Millionen Euro gerechnet.

Der Leiter des Werkes, die Bürgermeister umliegender Ortschaften und auch die Leitung des Flughafen Leipzig/Halle wurden über den Brand informiert und der Kontakt zu ihnen hergestellt, um bei Erforderlichkeit im Laufe des Tages entsprechende Absprachen treffen zu können. (MB)

Quelle: PD Leipzig

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