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Die Verbraucherzentrale Sachsen hat am 27.05.2014 an einem so genannten Kundenworkshop der Telekom in Bonn teilgenommen, bei dem es um die LTE-Festnetzersatztarife „Call&Surf Comfort via Funk“ ging. Anwesend waren außerdem sieben Kunden, die einer öffentlichen Einladung der Telekom auf deren Homepage gefolgt waren.

Die Verbraucherzentrale Sachsen hatte um die Jahreswende 2013/2014 unter anderem die Telekom wegen ihrer LTE-Festnetzersatztarife abgemahnt und ist daher mit den Nöten der betroffenen Kunden wie insbesondere dem zu geringem Inklusivvolumen und der äußerst geringen Drosselgeschwindigkeit besonders vertraut. „Wir haben auf dieser Plattform übereinstimmend mit den anwesenden Kunden nochmals unsere Forderung verdeutlicht, dass die LTE-Nutzer im Festnetzbereich weitestgehend den „echten“ Festnetzkunden gleichgestellt werden müssen. Das bedeutet insbesondere, dass es ein ganz erheblich höher veranschlagtes Inklusivvolumen geben muss, und zwar ohne eine einschneidende Erhöhung des Preises. Im Gegenzug dürften die meisten betroffenen Kunden mit einer mittleren Geschwindigkeit von etwa 10-20 MBit/s zufrieden sein“, resümiert Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen. „Insgesamt konnten wir bei dem durchaus konstruktiven Workshop zeigen, dass wir die Internetnutzer in den so genannten „Weißen Flecken“, also den nicht mit Internet über Kabel versorgten Gebieten, auch zukünftig im Rahmen aller uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten unterstützen werden“, so Henschler.

Neben gesetzlicher Änderungen wie insbesondere der Aufnahme des LTE-Angebotes in die Liste der Universaldienste nach § 78 ff. Telekommunikationsgesetz (TKG) fordert die Verbraucherzentrale Sachsen unter anderem den Ausbau des kabelgebundenen Internets. Denn der aktuelle Koalitionsvertrag macht sich zwar die bessere Internetversorgung auf dem Land zum Ziel, ohne aber den Kabelausbau zu nennen, und koppelt damit die Internetbreitbandversorgung vom Kabelausbau ab. Die Politik ist daher aufgerufen, die Anbieter finanziell beim Breitbandausbau insbesondere des Kabelnetzes zu unterstützen. Zugleich wird der Ausbau des Kabelnetzes zukünftig nur unter aktiver Mitwirkung der Kommunen schneller vorangebracht werden können. Bei der Planung neuer Trassen müssen die Telekommunikationsanbieter rechtzeitig einbezogen werden, um die Bauarbeiten so effektiv zu gestalten, dass die gleichzeitige Verlegung von DSL-Kabeln möglich ist.

 Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V

 

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