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Unter dem Namen „Ra[DD]schlag“ wird die Polizeidirektion Dresden, gemeinsam mit der Landeshauptstadt Dresden und weiteren Partnern, in den nächsten Wochen verstärkt Einsatzmaßnahmen rund um den Radverkehr durchführen. Das Ziel der Polizeieinsätze ist eine Sensibilisierung aller Verkehrsteilnehmer für den Radverkehr und für die Gefahren, die damit einhergehen.

Polizeirat Peer Barthel, Leiter der Dresdner Verkehrspolizei: „Unser Ziel ist ein besseres Verkehrsklima auf Dresdens Straßen. Dies können wir nur erreichen, wenn alle Verkehrsteilnehmer ihren Blickwinkel erweitern und Mitverantwortung übernehmen. Nicht umsonst ist eine gegenseitige Rücksichtnahme der Leitgedanke der gesamten StVO.“

Radverkehrsverantwortlicher der Polizeidirektion nimmt Arbeit auf

Aufgrund der gestiegenen Bedeutung des Radverkehrs für die polizeiliche Arbeit hat die Polizeidirektion Dresden seit April einen Verantwortlichen für den Radverkehr. Polizeioberkommissar Roy Braeske ist der Ansprechpartner für alle Fragen im Zusammenhang mit dem Dresdner Radverkehr.

In den zurückliegenden Wochen analysierte er die Unfälle mit der Beteiligung von Radfahrern. Im Mittelpunkt standen dabei die konkreten Örtlichkeiten, die Unfallzeiten oder auch die jeweiligen Ursachen.

Roy Braeske: „Die Hauptunfallursache bei Verkehrsunfällen mit Radfahrern setzen abbiegende Kraftfahrzeuge. Aber Radfahrer gefährden sich auch selbst. Am häufigsten, indem sie Radweg und Gehwege in falscher Fahrtrichtung benutzen.“

Aber auch Bürgerbeschwerden flossen in die aktuelle Bestandsaufnahme mit ein. Insbesondere Fußgänger, die auf Gehwegen in Kontakt mit Radfahrern geraten waren, hatten deren Fahrweise oftmals kritisiert. Die schriftlichen Beschwerden gingen dabei meist mit der Forderung nach mehr Kontrollen durch die Polizei einher.

Diese Analyse bildet die Grundlage der kommenden Schwerpunkteinsätze.

Repression steht nicht im Vordergrund – deshalb „Ra[DD]schlag“

Die Einsätze haben im April begonnen und werden bis zum Ende der Radsaison fortgesetzt. Der wesentliche Baustein sind stationäre Kontrollen. Um eine Nachhaltigkeit zu erreichen werden sie an mehreren Tagen hintereinander am gleichen Ort durchgeführt. Die Beamten werden dabei differenzieren. Es wird Situationen geben, bei denen ein Gespräch oder eine mündliche Verwarnung ausreichend sind. In anderen (schwereren) Fällen werden die Polzisten auch Verwarngelder erheben.

Peer Barthel: „Das Abstrafen steht nicht im Vordergrund. Wir setzen auf einen Dialog
mit den Radfahrern – schon um den häufigen Vorwurf der Kriminalisierung von Radfahrern zu entgehen. Geahndet wird daher vor allem besonders gefährliches Verhalten sowie wiederholtes Fehlverhalten.“

Bei den polizeilichen Maßnahmen sollen auch Ideen aus anderen Bundesländern aufgegriffen werden. Das Verwenden einer symbolischen „gelben Karte“ für erstmaliges Fehlverhalten oder auch mögliche Belohnungsanreize für vorbildliche Verkehrsteilnehmer werden derzeit geprüft.

Roy Braeske: „Denkbar sind beispielsweise auch gemeinsame Aktionen mit Dresdner Fahrradhändlern. Aufklärung zur technischen Ausstattung oder Diebstahlschutz sollten viele Radfahrer ansprechen. Auch der Gemeindliche Vollzugsdienst der Landeshauptstadt Dresden wird sich mit einbringen und beispielsweise das Parken auf Radwegen verstärkt kontrollieren.“

Bei den Kontrollen verfolgen die Einsatzkräfte den sogenannten integrativen Ansatz. Sie werden dabei ihren Focus nicht nur auf verkehrsrechtliches Fehlverhalten und den technischen Zustand der Räder richten. Die Beamten achten bei den Kontrollen auch auf Hinweise, die einen Verdacht zu Straftaten wie beispielsweise Fahrraddiebstähle, Formen der Betäubungsmittelkriminalität oder Trunkenheitsdelikte begründen.

Quelle: PD Dresden

 

 

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