Polizei Direktion Zwickau: Informationen 04.05.2014 (2)

Polizei Direktion Zwickau: Informationen 04.05.2014 (2)

PolizeiSommer01Vogtlandkreis – Polizeirevier Plauen

Fahrer unaufmerksam

Oelsnitz – (ahu) Samstagabend kam es auf der Egerstraße (B 92) zu einem Unfall zwischen zwei Pkw. Ein Ford-Fahrer (54) und ein Peugeot-Fahrer (24) fuhren in Richtung Adorf. Als der 54-Jährige einer anderen Verkehrsteilnehmerin das Einfahren auf die Bundesstraße ermöglichen wollte, beachtete dies der 24-Jährige nicht und fuhr auf. Durch den Aufprall wurden beide Pkw beschädigt. Der Gesamtschaden beträgt 10.000 Euro.

Einbruch in Keller

Plauen – (ahu) In der Nacht zum Samstag drangen Unbekannte in einen Keller eines Mehrfamilienhauses an der Neundorfer Straße ein. Sie hebelten die Kellertür auf und entwendeten ein schwarzes Mountainbike der Marke „Scott“, zwei Fahrradsattel und einen Akku-Schrauber mit Zubehör im Gesamtwert von 500 Euro. Der Sachschaden wird auf 50 Euro beziffert. Zeugenhinweise sind an das Polizeirevier Plauen, Telefon 03741 140, zu richten.

Pkw aufgebrochen

Plauen – (ahu) In der Nacht zum Sonntag schlugen Unbekannte die Scheibe der Beifahrertür eines Peugeot ein. Dieser war auf dem Parkplatz hinter der Festhalle an der Äußeren Reichenbacher Straße abgestellt. Glücklicherweise wurden die Täter nicht fündig. Es entstand jedoch ein Sachschaden von 300 Euro. Zeugenhinweise sind an das Polizeirevier Plauen, Telefon 03741 140, zu richten.

Zeugen nach Unfallflucht gesucht

Plauen – (ahu) Im Zeitraum von Freitag, 11:00 Uhr bis Samstag, 8:00 Uhr ereignete sich auf der Zaderastraße in Nähe der Wohnblöcke ein Unfall, bei dem der Verursacher flüchtete. Er kollidierte mit einem ordnungsgemäß geparkten Audi 80 und hinterließ auf der Fahrerseite ein Schaden von 1.000 Euro. Zeugenhinweise erbittet das Polizeirevier Plauen, Telefon 03741 140.

Vogtlandkreis – Polizeirevier Auerbach

Pkw wieder gefunden

Schönbach / Reichenbach – (ahu) Der zwischen Mittwoch und Freitag entwendete silberne Pkw Mercedes aus Schönbach (Medieninformation 249) wurde von Polizeibeamten des Reviers Auerbach auf dem Obermylauer Weg in Reichenbach Sonntagfrüh festgestellt. Der Pkw wird von der Kriminalpolizei Zwickau nun auf Spuren untersucht.

Misslungener Pkw-Diebstahl

Auerbach – (ahu) Im Zeitraum zwischen Mittwoch und Samstag versuchten Unbekannte aus einer Garage im Komplex an der Fröbelstraße einen Pkw Opel Astra zu entwendeten. Sie drangen in die unverschlossene Garage ein und hebelten die Heckklappe auf. Im Anschluss versuchten die Täter das Fahrzeug kurzzuschließen. Dies ist ihnen zum Glück nicht gelungen. Der Sachschaden am Pkw beträgt 500 Euro.

Garage aufgebrochen – Zeugen gesucht

Reichenbach – (ahu) Am Samstag, zwischen 21:45 und 22:10 Uhr, drangen Unbekannte in eine Garage des Komplexes „Schweinemast“ an der Zwickauer Straße ein. Sie brachen das Tor auf und entwendeten aus einem stillgelegten Pkw BMW das Autoradio im Wert von 100 Euro. Am Tor entstand Schaden in Höhe von 50 Euro. Zeugenhinweise sind an das Polizeirevier Auerbach, Telefon 03744 2550, zu richten.

Landkreis Zwickau – Polizeirevier Zwickau

Imbisswagen aufgebrochen

Zwickau – (ahu) Unbekannte drangen in der Nacht von Freitag zu Samstag in einen Imbisswagen am Georgenplatz ein. Sie öffneten auf bisher unbekannte Weise eine Seitenklappe und durchwühlten das Innere des Wagens, ohne etwas zu stehlen. Die Höhe des Sachschadens schlägt jedoch mit 500 Euro in das Kondor des Betreibers. Zeugenhinweise sind an das Polizeirevier Zwickau, Telefon 0375 44580, zu richten.

Polizei stoppt Alkoholsünderin

Zwickau – (ahu) Sonntag, kurz nach Mitternacht, wurde eine 31-jährige Polo-Fahrerin auf der Konradstraße einer Verkehrskontrolle unterzogen. Dabei stellten die Beamten Alkoholgeruch fest. Der Alkomattest ergab 1,18 Promille. Der Führerschein wurde sichergestellt und eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr gefertigt.

Landkreis Zwickau – Polizeirevier Werdau

Pkw aufgebrochen

Werdau – (ahu) Im Zeitraum von Mittwoch zu Samstag drangen Unbekannte in einen Opel Astra ein. Sie manipulierten das Schloss der Fahrertür und entwendeten aus dem Innenraum zwei Kästen Bier, ein Navigationsgerät und Bargeld im Wert von 150 Euro. Der Schaden am Schloss schlägt mit 250 Euro zu Buche. Der Pkw war auf der Bahnhofstraße geparkt. Zeugenhinweise erbittet das Polizeirevier Werdau, Telefon 03761 7020.

36-Jährige von Polizei kontrolliert

Hartenstein – (ahu) Samstagabend kontrollierten die Beamten vom Polizeirevier Werdau eine 36-Jährige auf der Hohen Straße mit ihrem Peugeot. Dabei stellten sie fest, dass sie einen verdächtigen Eindruck machte. Ein Drogentest mit positivem Ergebnis bestätigte ihre Vermutung. Außerdem konnte sie keinen Führerschein vorweisen und machte falsche Angaben zu ihrer Person. Die Fahrerin muss jetzt mit mehreren Anzeigen rechnen.

Golffahrer betrunken unterwegs

Crimmitschau – (ahu) Sonntagfrüh wurde auf der Werdauer Straße ein 27-jähriger Golffahrer einer Verkehrskontrolle unterzogen. Dabei wurde Alkoholgeruch festgestellt. Der Test ergab 1,18 Promille. Eine Blutentnahme wurde angeordnet, der Führerschein sichergestellt und eine Anzeige gefertigt.

Landkreis Zwickau – Polizeirevier Glauchau

Kennzeichen entwendet
Limbach-Oberfrohna – (ahu) In der Nacht zum Samstag entwendeten Unbekannte in der Paul-Seydel-Straße von zwei weißen Pkw Renault Kangoo die hinteren Kennzeichen. (Z-SH 2230 und Z-SH 2231). Zeugenhinweise erbittet das Polizeirevier Glauchau, Telefon 03763 640

Unbekannte zerstechen Reifen

Lichtenstein – (ahu) In der Nacht zum Samstag zerstachen Unbekannte Reifen von abgeparkten Pkw. Es wurden von fünf Pkw der Marken Ford, Renault und Daewoo jeweils einzelne Reifen zerstochen. Die Fahrzeuge waren im Bereich der Ringstraße und dem Parkplatz an der Michelner – / Webensdörfer Straße abgestellt. Ein Fährtenhund der Polizei kam zum Einsatz. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen melden sich bitte bei der Kriminalpolizei Zwickau, Telefon 0375 4284480.

Quelle: PD Zwickau

Lukas Tulovic gewinnt Saisonauftakt auf dem Lausitzring

Lukas Tulovic gewinnt Saisonauftakt auf dem Lausitzring

img_prev (3)? ADAC Stiftung Sport Förderpilot Lukas Tulovic erster Sieger im ADAC Junior Cup powered by KTM
? Marc Zellhöfer und Matthias Meggle fahren auf das Podium
? Tulovic: „Ich konnte immer wieder aufholen und am Ende den Sieg einfahren“

LAUSITZRING – Rennen
Datum: 04. Mai 2014
Saisonlauf: 1/8
Wetter: sonnig, 7°C
Streckenlänge: 4,255 km
Pole Position: Marc Zellhöfer
Runden: 13
Sieger: Lukas Tulovic

Klettwitz – Lukas Tulovic (13, Eberbach) siegte beim Auftakt des ADAC Junior Cup powered by KTM auf dem Lausitzring. Nach einem spannenden Kampf an der Spitze mit zahlreichen Positionswechseln setzte sich Tulovic um 0.212 Sekunden gegen Marc Zellhöfer (16, Fürth) durch. Bereits im vergangenen Jahr gewann Tulovic das Auftaktrennen auf dem Lausitzring. „Das neue Motorrad von KTM ist super, es macht richtig Spaß, damit Rennen zu fahren“, sagte der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport nach seinem Sieg.
Marc Zellhöfer musste sich nach 13 Rennrunden geschlagen geben, sicherte sich aber den zweiten Rang. Der letzte Platz auf dem Siegerpodest ging an Matthias Meggle (13, Reicholzried), der mit 3,479 Sekunden Rückstand auf Zellhöfer über die Ziellinie fuhr. Rookie und Förderpilot der ADAC Stiftung Sport, Tim Georgi (13, Berlin), lag viele Runden in Führung, fiel im spannenden Schlussspurt aber auf den vierten Rang zurück.

Maximilian Sohnius (14, Hausham) konnte ebenso lange Zeit in der Spitzengruppe mithalten. Er sah die schwarz-weiß karierte Flagge als Fünfter, mit 0,383 Sekunden Vorsprung auf Pedro John (14, Ulm). Michaël Verbrugghe (17, Kessel, BEL) sicherte sich den siebten Rang vor Toni Thurmayer (19, Stockstadt), der seine Position bis zum Rennende gegen Jirka Mrkývka (14, Brno, CZE) verteidigen musste. Leon Langstädtler (15, Idstein) komplettierte die Top-Ten.
Tulovic geht damit als Führender ins zweite von insgesamt acht Rennwochenenden des ADAC Junior Cup powered by KTM in dieser Saison. Der zweite Lauf wird vom 20. bis 22. Juni 2014 im Rahmen der Superbike*IDM in der etropolis Motorsport Arena Oschersleben ausgetragen.

Die Stimmen der Top-Drei

Lukas Tulovic (13, Eberbach), Sieger:
„Das Rennen hier auf dem Lausitzring war vergangenes und dieses Jahr richtig hart für mich. Im vergangenen Jahr bin ich stehengeblieben und musste dann eine Aufholjagd starten. Heute bin ich mehrmals zurückgefallen, konnte aber immer wieder aufholen und am Ende den Sieg einfahren. Das ist ein richtig tolles Gefühl. Auch das neue Motorrad von KTM ist super, es macht richtig Spaß, damit Rennen zu fahren. Mein Start war gut, aber Tim konnte in den folgenden Runden etwas davonziehen. Schon am Anfang ist mir der Gang rausgesprungen, wodurch ich zwei Sekunden verloren habe. Somit musste ich wie vor einem Jahr eine Aufholjagd starten. Am Ende bin ich in der langen Rechtskurve ganz spät reingestochen und konnte Marc so noch überholen.“

Marc Zellhöfer (16, Fürth), Zweiter:
„Nach den ersten Runden lag ich nur an fünfter Position. Als ich bemerkt habe, dass die anderen vorne langsam davonfahren, habe ich Gas gegeben und einige andere Fahrer passiert, um an der Spitze mitzuhalten. Das war gut so, da ich die Gruppe so etwas auseinanderreißen konnte. Danach lag ich an der Spitze und musste Führungsarbeit leisten. Ich habe versucht, etwas Vorsprung herauszufahren, das hat aber nicht ganz funktioniert und in der letzten Runde hat mich Lukas noch überholt. Ich konnte ihn zwar noch einmal ausbremsen, war aber auf der Außenlinie und hatte den längeren Weg, also konnte ich nichts mehr gegen ihn ausrichten. Ich bin aber trotzdem zufrieden, denn Platz zwei ist ein gutes Ergebnis beim ersten Saisonrennen.“

Matthias Meggle (13, Reicholzried), Dritter:
„Das Rennen war gut, aber ich habe auf einigen Runden etwas Zeit verloren. Ansonsten hätte ich vielleicht noch mit den anderen beiden mithalten können. Da dies unser erstes Rennen auf der KTM war, finde ich, dass der dritte Platz ein gutes Resultat ist. Deshalb freue ich mich über den Podestplatz, aber da ich so nah an der Spitze dran war, hätte ich mich natürlich über den Sieg noch etwas mehr gefreut. Insgesamt bin ich aber zufrieden und freue mich schon auf das zweite Rennen in Oschersleben.“

Quelle: ADAC Junior Cup powered by KTM

Porsche 919 Hybrid wird Vierter in Spa

Porsche 919 Hybrid wird Vierter in Spa

Porsche 919 Hybrid, Porsche Team: Romain Dumas, Neel Jani, Marc LiebStuttgart. Der neue Porsche 919 Hybrid belegte nach dem Podestplatz beim Eröffnungsrennen in Silverstone heute Rang vier beim zweiten Lauf zur Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC in Spa-Francorchamps. Der innovative Prototyp mit der Startnummer 14, gefahren von Romain Dumas (Frankreich), Neel Jani (Schweiz) und Marc Lieb (Ludwigsburg), war von der Poleposition in das Sechsstundenrennen gestartet und hatte lange Zeit die Führung behauptet. Dann allerdings kosteten Zwischenfälle Zeit: Ein Elektrikproblem musste Dumas unterwegs per Reaktivierungsprozess beheben, und zum Schluss zwang Jani ein schleichender Plattfuß zu einem zusätzlichen Boxenstopp. 

Noch weniger Glück hatten die Piloten des Schwesterautos mit der Startnummer 20, Timo Bernhard (Bruchmühlbach-Miesau), Brendon Hartley (Neuseeland) und Mark Webber (Australien). Von Startplatz fünf fuhren sie schnell auf Rang drei vor, wurden dann aber von technischen Problemen ans Ende des Feldes zurückgeworfen.

Nichtsdestotrotz erfüllte das noch junge Porsche Team seine erklärtermaßen wichtigste Aufgabe an diesem Wochenende: die beiden LMP1-Rennwagen ins Ziel zu bringen. Darüber hinaus überzeugte das Tempo des Porsche 919 Hybrid, der über weite Strecken das schnellste Auto in Spa-Francorchamps war. Mit einer Zeit von 1:59,887 Minuten fuhr Marc Lieb im zweiten freien Training die schnellste Runde des gesamten Wochenendes, Neel Janis Qualifying-Bestzeit (2:00,334 Minuten) war gleichzeitig die zweitschnellste Runde des Wochenendes.

Fritz Enzinger, Leiter LMP1: „Unser Ziel, mit beiden Porsche 919 Hybrid das Rennen regulär zu beenden, haben wir erreicht. Dennoch hatten wir uns nach der Poleposition und den schnellen Rundenzeiten im Rennen bessere Platzierungen erhofft. Aufgrund der technischen Probleme insbesondere am Auto mit der Startnummer 20 lag leider nicht mehr drin.“

Alexander Hitzinger, Technischer Direktor LMP1: „Im Auto 14 hatten wir einen Fehlalarm, der das Hybridsystem ausgeschaltet hat. Romain Dumas musste eine Reaktivierungsprozedur durchführen, die viel Zeit kostete. Wir sind sehr konservativ, was die Sicherheit rund um das Hybridsystem angeht – da kann so etwas passieren. Da müssen wir jetzt noch ein paar Hausaufgaben erledigen. Der Porsche mit der Nummer 20 hatte ein Problem mit der Hinterachsfederung. Hinzu kamen zwei Defekte an den Antriebswellen vorn. Wir wussten, dass dies ein kritischer Punkt ist. Aus diesem Grunde können wir bereits bei den nächsten Testfahrten und in Le Mans auf verstärkte Teile zugreifen. Wir waren im Qualifying und im Rennen schnell unterwegs und haben beide Autos ins Ziel gebracht – das war für uns hier das wichtigste.“

Andreas Seidl, Teamchef LMP1: „Das war ein Wochenende mit vielen positiven Momenten – zum Beispiel das Qualifying und unsere Rundenzeiten im Rennen. Aber wir haben heute auch gesehen, dass uns an der einen oder anderen Ecke noch etwas fehlt. Trotzdem: Im Rennen waren wir auf dem Niveau unserer Konkurrenten unterwegs. In der Summe konnten wir wieder viel lernen, das ganze Team hat konzentriert gearbeitet und abermals einen tollen Job gemacht. Das war ein wichtiger Schritt in Richtung Le Mans.“

Fahrer Porsche 919 Hybrid (Startnummer 14)
Romain Dumas: „Ich bin froh, meine ersten Rennrunden im Porsche 919 Hybrid gefahren zu sein. Leider trat ein Elektrikproblem auf, als ich das Auto gerade übernommen hatte. Das kostete uns eine Runde. Ich habe nur einen Tank leergefahren, bevor ich das Auto wieder an Neel übergeben habe. Es war uns klar, dass wir nicht zweieinhalb Tankfüllungen mit einem Satz Reifen bestreiten können – aber anderthalb, um dann am Ende mit einem kurzen Tankstopp ohne Reifen- und Fahrerwechsel davonzukommen.“

Neel Jani: „Ich wusste, dass es für mich heikel wird, Platz eins nach dem Start zu verteidigen. In La Source musste ich wirklich kämpfen, und durch die Eau Rouge ging es auch nicht ohne Risiko. Mit dem ersten Reifensatz konnte ich alles geben und einen guten Vorsprung herausfahren. Mit dem zweiten Satz habe ich immerhin die Führung verteidigt. Ich denke, in Silverstone waren wir im Qualifying okay, im Rennen ist unser Auto leider ausgefallen. Hier in Spa waren wir im Qualifying sehr gut, im Rennen lange in Führung und insgesamt schnell unterwegs. Das zeigt unseren großen Fortschritt.“

Marc Lieb: „Mein Stint verlief zwar vergleichsweise ruhig und ohne Zwischenfälle, war aber trotzdem schwierig. Ich konnte die Pace des vor mir liegenden Autos nicht mitgehen. Aber ich habe wieder viel gelernt – zum Beispiel, wie ich die Reifen schonen kann, um sie über einen Doppelstint zu bringen.“

Fahrer Porsche 919 Hybrid (Startnummer 20)
Timo Bernhard: „Direkt beim Start wurde ich etwas eingeklemmt, aber ich konnte mich in der ersten Runde an einem Toyota und einem Audi vorbei von Platz fünf auf drei verbessern. Dann hat sich das Auto plötzlich sehr seltsam angefühlt, ich bin sofort an die Box. Das war nach nur neun Runden. Wir haben den Defekt repariert, und ich bin mit einem Satz Reifen einen Doppelstint über fast 50 Runden gefahren. Das war schwierig. Leider haben sich später die Probleme an unserem Auto fortgesetzt.”

Brendon Hartley: „Die ersten Runden von Timo waren sehr gut, aber später traten leider einige technische Probleme auf. Das Team ist mit der Situation sehr gut umgegangen. Unser Auto war immer schnell wieder auf der Strecke.“

Mark Webber: „Trotz der Probleme mit unserem Auto haben wir nie aufgehört zu kämpfen und das Beste aus der Situation gemacht. Das Auto läuft runder jetzt, aber wir konnten sein volles Potenzial nicht abrufen. Das Team kniet sich mächtig rein und lernt sehr schnell. Unsere Schnelligkeit im Rennen war ermunternd. Jetzt müssen wir noch die Kinderkrankheiten kurieren, die für so ein junges Programm einfach normal sind. Wir wussten, dass uns Spa besser liegen wird als Silverstone. Dort waren wir nicht konkurrenzfähig, hier schon.“

Der Porsche 919 Hybrid 
Der 919 Hybrid ist der technologisch anspruchsvollste Rennwagen, den Porsche je gebaut hat. Mit zwei unterschiedlichen Energie-Rekuperationssystemen dient er als rollendes Entwicklungslabor für zukünftige Serienmodelle der Sportwagenmarke. Zu den Besonderheiten des auf höchste Performance und Effizienz getrimmten Leichtbau-Prototypen zählt neben der Rückgewinnung kinetischer Energie (MGU-K) während der Bremsphasen insbesondere die Rekuperation thermischer Abgasenergie (MGU-H). Diese erfolgt unter Last, also bei Beschleunigung. Mit der Kombination beider Systeme betritt Porsche Neuland – ein Alleinstellungsmerkmal auch innerhalb des LMP1-Starterfeldes. Ruft der Fahrer die in flüssigkeitsgekühlten Lithium-Ionen-Batterien gespeicherte elektrische Energie wieder ab, treibt ein Elektromotor die Vorderachse an. Er ergänzt den 2,0 Liter großen Downsizing-V4-Motor mit Turboaufladung und Benzindirekteinspritzung. Auf diese Weise verfügt der Porsche 919 Hybrid temporär über Allradantrieb.

Die Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC
In der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC (World Endurance Championship) starten Sportprototypen und GT-Fahrzeuge in vier Klassen: LMP1 (z.B. Porsche 919 Hybrid), LMP2, LMGTE-Pro (z.B. 911 RSR) und LMGTE-Am (z.B. 911 RSR und 911 GT3 RSR). Sie fahren gemeinsam in einem Rennen, werden aber getrennt gewertet. 

6 Stunden von Spa, Rennergebnis:
1. Davidson/Lapierre/Buemi (GB/F/CH), Toyota TS040 Hybrid, 171 Runden
2. Di Grassi/Duval/Kristensen (BRA/F/DK), Audi R18 e-tron quattro, – 1:13,926 min
3. Wurz/Sarrazin/Nakajima (A/F/J), Toyota TS040 Hybrid, – 1:20,861 min
4. Dumas/Jani/Lieb (F/CH/D), Porsche 919 Hybrid, – 1 Runde
5. Fässler/Lotterer/Tréluyer (CH/D/F), Audi R18 e-tron quattro, – 1 Runde
6. Bonanomi/Albuquerque (I/POR), Audi R18 e-tron quattro, – 2 Runden
7. Prost/Heidfeld/Beche (F/D/CH), Rebellion R-One-Toyota, – 10 Runden
23. Bernhard/Hartley/Webber (D/NZ/AUS), Porsche 919 Hybrid, – 23 Runden

FIA Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC, Stand nach 2 von 8 Läufen, Fahrer:
1. Davidson/Lapierre/Buemi (GB/F/CH), Toyota, 50
2. Wurz/Sarrazin/Nakajima (A/F/J), Toyota, 34
3. Di Grassi/Duval/Kristensen (BRA/F/DK), Audi, 18
4. Prost/Heidfeld/Beche (F/D/CH), Rebellion, 18
5. Bernhard/Hartley/Webber (D/NZ/AUS), Porsche, 15,5
6. Canal/Pla/Rusinov (F/F/RUS), G-Drive, 14
7. Dumas/Jani/Lieb (F/CH/D), Porsche, 13
8. Lotterer/Tréluyer/Fässler (D/F/CH), Audi, 10

Hersteller:
1. Toyota, 84 
2. Porsche, 36
3. Audi, 28

Quelle: Porsche AG