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Zukunftsideen für Zwickau und die Region – (4) – Wohneigentum für sozial schwache Bürger


Zukunftsideen für Zwickau und die Region - (4) - Wohneigentum für sozial schwache Bürger


Zukunftsideen für Zwickau und die Region – (4) – Wohneigentum für sozial schwache Bürger

Diese Idee habe ich aus Spanien mitgebracht, aus der Zeit, als ich da mit meiner Familie lebte.

Wie ist die Ausgangssituation?

Wohnraum wird ständig teurer. Von der Politik werden zwar “Mietpreisbremsen” beschlossen, doch die wirken sich nur teilweise oder gar nicht auf den Markt aus.

Ein weiterer Fakt ist, dass man in Deutschland, im Vergleich zu anderen EU Staaten mit die geringste Wohneigentumsquote hat.

Grund dafür ist, dass nur marktwirtschaftliche Bedingungen auf dem Wohnungsmarkt gelten. Selbst der soziale Wohnungsmarkt bleibt davon nicht zu 100 % verschont.

Jemand der zu den “Armen” gehört, wird im Normalfall so gut wie nie die Mittel haben, sich Wohneigentum kaufen zu können. Selbst wenn die Person einen Kredit für Wohneigentum bekommen würde, fehlt meist der Eigenanteil. Gerade sozial Schwache haben jedoch auch Schufaeinträge und bekommen nie einen Euro von irgendeiner Bank. Diese Personen müssen also auf Gedeih und Verderb eine Wohnung mieten. Das Ergebnis: Selbst wenn die Person HartzIV und/oder Wohngeld bekommt, wird diese Sozialleistung komplett an den Vermieter durchgereicht.

An dieser Stelle setzt meine Idee an:

Der Staat / die Stadt, Sozialverbände, Vereine oder andere Träger bauen Wohnungen. In der Folge nenne ich diese einfacher Weise nur noch Träger. Diese Wohnungen entsprechen in Größe und Ausstattung den gültigen Sozialstandards.

Sozial schwache Familien oder Einzelpersonen können diese Wohnungen beziehen. Bezahlt wird ganz normal die Miete, die auch teilweise durch das Wohngeld gedeckt ist, an den Träger. Der Unterschied zur normalen Miete ist, dass der Mieter einen Mietkauf tätigt. Über eine angemessene Laufzeit, die die Investitions- und Verwaltungskosten des Trägers decken, beispielsweise 15 Jahre, wird danach der Mieter Eigentümer des Wohnraumes.

Natürlich muss es einige Rahmenbedingungen geben.

  • Zieht der Mieter aus, verbleibt der Wohnraum  im Eigentum des Trägers und steht erneut zur Verfügung
  • Verstirbt der Mieter und leben weitere Personen im Haushalt, können diese den Vertrag weiterführen
  • Verstirbt ein Mieter und es leben keine weiteren Personen im Mietobjekt verbleibt der Wohnraum im Eigentum des Trägers und steht erneut zur Verfügung.
  • Werden Kinder geboren und wird größerer Wohnraum benötigt, dann kann in eine größere Wohnung gewechselt werden. Die Jahre in der kleineren Wohnung werden angerechnet
  • Eine Auszahlung des Betrages bei Umzug in eine andere Wohnung außerhalb des Pools der Mietkaufwohnungen an den Mieter ist nicht möglich.
  • Der Mieter darf das Mietobjekt nicht untervermieten, nicht verpfänden und muss selbst das Mietobjekt bewohnen.
  • Das Objekt bleibt bis zur Zahlung der letzten Miete(Rate) Eigentum des Trägers
  • Nach der letzten Miete ist der (sind die) Bewohner zu 100 % Eigentümer des Wohnraumes
  • Die Wohnung wird bei HartzIV nicht als Vermögen angerechnet.
  • weitere Bedingungen können bei Bedarf hinzugefügt werden

Welche Vorteile hat dieses System?

  • Sozial Schwache haben eine Chance auf Wohneigentum
  • Der Staat muss nur für die Zeit des Mietkaufs eventuelle Transferleistungen (Wohngeld) zahlen. Diese Zeit ist endlich.
  • Der Anteil an Wohneigentum wird stetig steigen und Deutschland wird seinen schlechten Platz im europäischen Vergleich verbessern
  • Wohneigentum senkt insgesamt die Armut in Deutschland
  • Dieses Modell ist eine Möglichkeit Altersarmut zu bekämpfen, bzw abzufedern
  • Der Bau von solchen Wohnungen entspannt den Immobilienmarkt, da durch die steigende Anzahl von Wohnungen, Mietwohnungen als Spekulationsobjekt nach und nach unattraktiv werden

Fazit: Soziale Mietkauf Objekte sind ein win-win Modell, bei dem der Staat, aber auch die Bürger profitieren

Die Diskussion zum Thema kann man hier bei Facebook führen:

https://www.facebook.com/heikorichtervideoblog/photos/a.1120259248035615/2049748775086653/?type=3&theater

Alle Zukunftsideen findet man auch unter www.h-r.net.


Text und Foto: ©Heiko Richter


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