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Zukunftsideen für Zwickau und die Region – (17)  – Hanfanbau und Entwicklung verarbeitender Industrie von landwirtschaftlichen Rohstoffen


Zukunftsideen für Zwickau und die Region - (17)  - Hanfanbau und Entwicklung verarbeitender Industrie von landwirtschaftlichen Rohstoffen


Zukunftsideen für Zwickau und die Region – (17)  – Hanfanbau und Entwicklung verarbeitender Industrie von landwirtschaftlichen Rohstoffen

Heute möchte ich mich einmal einem landwirtschaftlichen Thema zuwenden. Viele reden von Bio, Ökologie und nachwachsenden Rohstoffen, haben aber in ihrem Leben noch nie eine Kuh gestreichelt, einen Stall ausgemistet oder auf einem Feld gearbeitet.

Gut, ich gebe zu, auch bei mir ist es eine Weile her, dass ich den Beruf Agrotechniker lernte, aber mit dem Herzen fühle ich mich immer noch meinen Kollegen verbunden, die Tag für Tag unsere Ernährung und Versorgung sicherstellen. Ich zolle diesen Menschen meinen höchsten Respekt. Gerade im Umgang mit Tieren, gibt es kein Wochenende oder Feiertag und die Ernte muss oft dann eingefahren werden, wenn Andere am Badesee liegen und sich sonnen. Dafür hier mein ausdrücklicher Dank.

Bei meinen Recherchen ist mir aufgefallen, dass es in der Region zwar landwirtschaftliche Betriebe gibt, jedoch wenig verarbeitende Industrie für die landwirtschaftlichen Rohstoffe. Ich glaube hier bieten sich Möglichkeiten, gerade in den ländlichen Teilen der Region Zwickau Arbeitsplätze zu schaffen. Ein gutes Beispiel ist dabei FRIWEIKA. Die Entwicklung von Betrieben die Produkte veredeln, würde auch den Landwirten helfen, da diese sich nicht dem Preisdruck der Branchenriesen beugen müssen.

Gerade bei Milchprodukten wäre es aus meiner Sicht sinnvoll, ein eigenes Label zu entwickeln, das gleichzeitig als Qualitätssiegel fungiert. Mit solch einem Label kann man die Produkte auch überregional besser vermarkten. In Verbindung mit meiner Idee (10) Regionalladen in Zwickau, sollte die Landwirtschaft in der Region so aufgestellt sein, dass diese im Krisenfall die Bevölkerung der Region ernähren kann.

Ein weiterer Punkt, den ich für die Landwirtschaft interessant finde, ist die Wiederentdeckung einer alten Nutzpflanze, dem Hanf. Auch wenn einige jetzt sagen, der Richter soll weniger von dem Zeug rauchen, betone ich hier ausdrücklich, dass ich nie Drogen, egal in welcher Form zu mir genommen habe und andererseits auch ausdrücklich den Nutzhanf meine.

Jedoch auch der Hanf mit einem höheren THC Anteil sollte man nicht außer acht lassen. Für medizinische Zwecke, ist er ein vielfältiges Arzneimittel, das bei unterschiedlichen Beschwerden unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt werden kann.

Hier eine etwas ältere Doku zum Thema Hanf, die aber nichts an Aktualität eingebüßt hat: Sie hat mich übrigens zu dieser Idee inspiriert

https://www.youtube.com/watch?v=quMRjV9q9wc&feature=share&fbclid=IwAR0OBqmphhrlUBIS18YvCg72gi7pFPXXXwDUr0fTtF1iYPeikMHgD7vruJQ


In dieser etwas aktuelleren Doku kann man den Stand in Deutschland sehen. In Bayern wird bereits intensiv an der Umsetzung dieser Idee gearbeitet.

https://www.youtube.com/watch?v=pY5o0-G8hN8

Ich kann mir durchaus vorstellen, diesen multifunktionalen Rohstoff, wieder anzubauen und ihn vielfältig zu nutzen. Denkbar wäre sogar, in Zusammenarbeit mit der WHZ, ein Institut zu errichten, das speziell die Möglichkeiten dieses Naturstoffes erforscht.

Insgesamt beschwert man sich immer, dass zu viel Plastik eingesetzt wird, andererseits wird hier die Möglichkeit, diese durch ein Naturprodukt zu ersetzen, nicht konsequent umgesetzt.
Hanf wäre aber nicht nur für die Landwirte ein gutes Geschäft. Wie oben beschrieben könnte man einen ganzen Industriezweig etablieren. Dieser könnte die Region unabhängig oder auch in Kombination mit anderen Industrien zu Wohlstand verhelfen und auch hier würden Arbeitsplätze entstehen. Schauen wir nach Zwickau erkennen wir, dass in der Seilfabrik schon in der Vergangenheit mit diesem Rohstoff erfolgreich gearbeitet wurde.

Diese Tradition würde dann weiter fortgeschrieben und man könnte dies auf andere Bereiche, wie beispielsweise auch auf den Automobilbau ausdehnen. Auch die Stoffproduktion, die ja in bekannter Weise in Crimmitschau beheimatet war, könnte man mit Hanf wieder beleben.

Bei unseren holländischen Nachbarn ist der breitflächige Anbau und die Verwertung schon lange Realität.

Die Einsatzmöglichkeiten sind nahezu endlos, fast alles von der Hanfpflanze ist verwertbar.

Neben der wirtschaftlichen Komponente wäre der Hanfanbau und die Verarbeitung ebenso ein gutes Beispiel für intelligenten, nicht ideologisch getriebenen Umweltschutz.

Die Diskussion zum Thema kann man hier bei Facebook führen:

Zukunftsideen für Zwickau und die Region – (17) – Hanfanbau und Entwicklung verarbeitender Industrie von…

Gepostet von Heiko Richter – Politik für die Heimat am Sonntag, 10. März 2019

Alle Zukunftsideen findet man auch unter www.h-r.net.

Text /  ©Heiko Richter Foto: (Video Screenshot)


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