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Zuckertüten Firma Roth GmbH – Stadt Zwickau


Zuckertüten Firma Roth GmbH - Stadt Zwickau


Zuckertüten Firma Roth GmbH – Stadt Zwickau

Stellungnahme der Stadt Zwickau zum Sachverhalt Zuckertütenfabrik

Wir erhielten Hinweise auf eine mögliche Wettbewerbsverzerrung. Demnach sollen Kinder, die zuvor mit der Kita die Firma Roth besuchten, auffällig häufig Zuckertüten dieser Firma ausgesucht haben – es war sogar die Rede von „immer“. Da wir als Stadt zur Neutralität verpflichtet sind, wurde den städtischen Kitas untersagt, weitere Besuche zu unternehmen. Nach Auskunft des Amtes nutzten in den letzten Jahren sechs städtische Einrichtungen die Möglichkeit, die Firma Roth zu besuchen.

Mit dieser Vorgehensweise ist selbstverständlich in keinster Weise eine negative Wertung der Firma Roth oder ihrer Produkte verbunden. Und Eltern und Kindern sind ohnehin vollkommen frei in ihrer jeweiligen Wahl der Zuckertüte.

Quelle: Stadt Zwickau

Pressemitteilung der Firma Roth

Kurzinformation zur Situation:
• Die Stadt Zwickau untersagt über das Sachgebiet Wirtschaftsförderung aus nicht nachvollziehbaren
Gründen den städtischen Kindergärten die Exkursion in die Zuckertütenfabrik der Roth GmbH.
• Im Umkreis von 50 km befindet sich kein vergleichbarer Standort einer Zuckertütenherstellung.
• Die Roth GmbH als mittelständiges Unternehmen kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen.
Vollständige Presseinformation:
Stadt Zwickau bremst Mittelständler im Landkreis Zwickau aus

„Im Auftrag der Oberbürgermeisterin, Frau Dr. Findeiß, teilen wir Ihnen mit, dass die Besuche von kommu-
nalen Kindertageseinrichtungen als nachgeordnete Einrichtungen der Stadt Zwickau bei der Firma „Roth

GmbH“ aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht mehr stattfinden. …“ so heißt es auf Nachfrage der Roth
GmbH in einer sachlich nüchternen E-Mail der Stadt Zwickau, welche seitens der Wirtschaftsförderung sowie
des Amtes für Schule, Soziales und Sport gezeichnet wurde.
Dieses Schreiben bestätigt nun, wovon die Roth GmbH zunächst nur über Dritte erfahren hatte. Hilfesuchende
Anfragen im Kundenservice des Mittelständlers durch Kindertagesstätten, die sich diese Wendung für eine
langjährige Tradition nicht erklären konnten, hatten Jens Heinz – Marketing- und Vertriebsleiter der Roth
GmbH – veranlasst, der Stadt das Telefonat und einen Termin vor Ort zur Abstimmung der Gründe anzubieten.
„Wir waren zuerst völlig überrascht. Immerhin handelt es sich um eine fast 15-jährige Tradition, die mit viel
Liebe zum Detail jedes Jahr neu geplant wird, logistisch eine Herausforderung ist und bereits seit Bestehen

jedes Jahr rund 2.500 Kindern ein Erlebnis der besonderen Art bietet. Ein Erlebnis, das schlichtweg die Herstel-
lung unserer Zuckertüten zeigt, quasi ein Wandertag in die Zuckertütenfabrik. Wir haben über Kindergärten

und von Geschäftspartnern von dieser Anweisung erfahren. Ein Gespräch im Vorfeld gab es leider nicht und
ein daraufhin angebotener Termin wurde ebenfalls nicht wahrgenommen. Uns schlug bedauerlicherweise
nur Ablehnung entgegen.“
Nicole Schiller koordiniert die Besuche der Kindergärten im Unternehmen: „Mich machen die Neuigkeiten aus

Zwickau sehr traurig. Die kindgerechten Führungen bereiten wir sehr sorgfältig und liebevoll vor, halten er-
fahrene Leiter für die Führungen bereit und haben nur leuchtende Kinderaugen zum Ziel. Wir sind immer sehr

gerührt, wenn wir zum Abschluss der Führungen ein Lied gesungen bekommen oder eine neue Wandzeitung
mit Fotos und tollen Bildern als Dankeschön erhalten. Diese hängen wir im Unternehmen aus. Zudem können
die Kinder bei uns sehr gern die Räume für ihr mitgebrachtes Lunchpaket nutzen. Außerdem organisieren wir
Mahlzeiten zum Sonderpreis in der Kantine des Gewerbegebiets, sodass der Ausflug für alle Kinder ein rundes
Erlebnis wird.“
Das Team des Unternehmens ist enttäuscht. Roth ist ein Familienunternehmen in zweiter Generation. Mit
viel Mut und Unternehmergeist vor ca. 25 Jahren gegründet und mittlerweile über die Grenzen Deutschlands
hinaus bekannt, arbeiten heute über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen. Ein großer Teil
davon pendelt sogar von Zwickau aus ins Werk nach Lichtentanne. Zudem setze sich das Unternehmen im

Rahmen der Integration von Flüchtlingen ins Arbeitsleben ein und hat hier bereits Chancen und feste Arbeits-
verträge gegeben. Geschäftsführer Lukas Roth und die Familie begleiten darüber hinaus engagiert soziale

Projekte gegen Armut im In- und Ausland.
Presseinformation

„Mich macht die Entscheidung sehr nachdenklich.“ gibt Lukas Roth im Gespräch an. „Wir sind ein Hersteller
von Zuckertüten, Schulbedarf und Adventskalendern hier in der Region. Bei uns gibt es viel zu entdecken und

so haben wir die Führungen auch aufgebaut. Ich habe bewusst Wert daraufgelegt, dass die Kinder insbeson-
dere auch die Handfertigung der Schultüten beobachten können. Wir sind aus meiner Sicht jeden Ausflug

wert und im Umkreis von rund 50 km allein mit diesem Entdeckerangebot. Zusätzlich können die Kids auch
noch die wohl größte Schultüte der Welt mit fast 16m Höhe bestaunen. Einen wettbewerbsrechtlichen Grund
kann ich da nun wirklich nicht erkennen, muss aber die Entscheidung der Stadt Zwickau hinnehmen. Richtig

ärgert mich jedoch, dass die Stadt Zwickau nicht einmal zum Telefonhörer gegriffen hat, um mit uns die Be-
denken zu diskutieren. Die Kindergärten wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Ich wünsche mir nicht nur

als Unternehmer, sondern auch als Vater von 4 Kindern, dass auch die Zwickauer Kindergärten weiterhin die
Zuckertütenfabrik besuchen dürfen. Dazu sind wir nach wie vor mit der Stadt Zwickau gesprächsbereit. Wir
freuen uns, wie jedes Jahr, sehr auf die kleinen Besucher.“
Kontakt für die Buchung
von Kindergartenführungen:
Frau Nicole Schiller
info@roth-ideen.de
Telefon: 0375 567860-0

Quelle: roth GmbH /www.roth-ideen.de

 


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