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Und er rollt und rollt und rollt…


Und er rollt und rollt und rollt…


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Und er rollt und rollt und rollt…

B 115, Rasthof Kodersdorf

17.07.2014, gegen 20:30 Uhr polizeilich bekannt

Als eine Streife der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf am Donnerstagabend bei Kodersdorf auf der B 115 am Rasthof vorbeifuhr, staunten die Beamten nicht schlecht. Direkt am Straßenrand stand abseits der Fahrbahn ein Sattelzug im Gras. Als sie den im Führerhaus schlafenden Fahrer weckten, schlug ihnen Alkoholgeruch entgegen. Der Verdacht einer Straftat stand im Raume: Man vermutete, dass der Berufskraftfahrer betrunken gefahren sei und dabei die Kontrolle über den 40-Tonner verloren habe. Eine Streife des Polizeireviers Görlitz nahm sich des Sachverhaltes an, doch nach eingehender Prüfung blieb nur ein Schmunzeln in den Gesichtern der Beamten zurück. Was war geschehen?

Der betroffene Chauffeur hatte auf dem Rasthofgelände gegen 16:30 Uhr seine vorgeschriebene Lenkpause begonnen. Da für ihn der Arbeitstag beendet war, genehmigte er sich ein paar Gläser alkoholische Getränke. Dabei ließ er den Motor der Zugmaschine laufen, damit die Klimaanlage im Führerhaus weiter für angenehme Temperaturen sorgen konnte. Unbemerkt übermannte den 40-Jährigen dann die Müdigkeit, er schlief hinter dem Lenkrad sitzend ein. Hier nahm das Schicksal seinen Lauf: Aus bislang unbekannter Ursache löste sich die Feststellbremse des Gespanns, welches auf dem leicht abschüssigen Gelände in Bewegung geriet. Der Sattelzug rollte führungslos über den Parkplatz und die angrenzende Wiese, bis er unmittelbar am Fahrbahnrand zur Bundesstraße im Erdreich stecken blieb. Der friedlich Schlafende bekam von alledem offenbar nichts mit und kam erst wieder zu sich, als ihn die Beamten weckten. Zu Schaden gekommen ist bei der „Geisterfahrt“ niemand. Nach rechtlicher Würdigung war ein strafbares Verhalten des erstaunten Fahrers nicht zu erkennen, vielmehr gehörte der Vorfall in die Rubrik „dumm gelaufen“. (tk)

Quelle: PD Görlitz

 


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