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Umbau und Sanierung des Gewandhauses – Änderung des Vorhabensbeschlusses


Umbau und Sanierung des Gewandhauses - Änderung des Vorhabensbeschlusses


Umbau und Sanierung des Gewandhauses – Änderung des Vorhabensbeschlusses

UMBAU UND SANIERUNG DES GEWANDHAUSES – ÄNDERUNG DES VORHABENSBESCHLUSSES SOLL IM MÄRZ ERFOLGEN

Für die Stadtratssitzung am 28.03.2019 hat die Verwaltung eine Beschlussvorlage zur Änderung der Gesamtkosten für das Bauvorhaben „Umbau und Sanierung des Gewandhauses“ von 14.250.200 € brutto auf 19.500.000 € brutto eingebracht, welche bereits im Bau- und Verkehrsauschuss am 04.03.2019 und im Finanzauschuss am 05.03.2019 jeweils für die nichtöffentliche Sitzung zur Vorberatung auf der Tagesordnung steht.

Seit Oktober 2017 konnten zum einen die Bauarbeiten am Gewandhaus nicht in dem Umfang wie ursprünglich geplant durchgeführt werden und zum anderen mussten aus verschiedenen Gründen erhebliche Abweichungen bei den zu erwartenden Bau- und Planungskosten gegenüber den in der ursprünglichen Kostenberechnung dargestellten Kosten festgestellt werden.

Auf der Grundlage der seit der Leistungsübernahme durch den neuen Objektplaner am 13.08.2018 nunmehr fortgeschriebenen Planung, den daraus resultierenden Änderungen und den zwischenzeitlichen eingetretenen Verschiebungen im Projektablauf war die Kostenberechnung fortzuschreiben.

Diese Fortschreibungen lassen sich in Mehrkosten in Folge notwendiger Änderungen der Planung, bauteilbedingte Mehrkosten und ausschreibungsbedingte Mehr-/Minderkosten unterscheiden. Darüber hinaus sind auch Mehrkosten aufgrund der Verschiebung bzw. Verlängerung der Bauzeit zu verzeichnen, welche mit der starken Entwicklung der Material- und Lohnkosten (Baupreisindex) in den letzten zwei Jahren zu begründen sind. Dies ist teilweise bei bereits vergebenen Leistungen konkret der Fall und muss bei noch für die Ausführung zu planenden und auszuschreibenden Leistungspaketen (wie z.B. Innenausbau, Saalbestuhlung, etc.) berücksichtigt werden.

Aktueller Bautenstand
Die vorbereitenden Maßnahmen, Entkernungs- und Rückbauarbeiten inkl. der Sicherung der Theatertechnik sowie die archäologischen Grabungen und Untersuchungen innerhalb des Gebäudes sind abgeschlossen.

Die Rohbau- und Baumeisterarbeiten sind zu 75% abgeschlossen. Hier wurden die Fußbodenkanäle, der Sprinklertank, die Decken über Erdgeschoss, 1.und 2. Obergeschoss, der Rohfußboden im Erdgeschoss sowie der Ringanker im Dachbereich betoniert. Die Treppenhäuser 6 und 20 wurden komplett und das Treppenhaus 17 teilweise abgebrochen.

Die gesamten Zimmererarbeiten sind zu ca. 50% abgeschlossen. Im Bereich der Westseite des Dachs wurden die zu ersetzenden Teile der Dachbalken bis zur Brandwand erneuert. Ebenso die Dachschalung und die Unterspannbahn bis zum 2. Dachgeschoss. Im hinteren südlichen Bereich wurden teilweise nur die Dachbalken erneuert. Die bereits abgedeckten Bereiche der Westseite wurden mit Folie gesichert.
Im Bereich der Ostseite ist derzeit die Erneuerung der Fußpunkte der Dachbalken am Traufbereich in Arbeit. Bei den Dachdeckerarbeiten sind ca. 15% erledigt, was im Wesentlichen den Abbruch der alten Schiefer und Klempnerarbeiten betrifft.

Am Turm wurden die Holzgeländer, die äußere und innere Verkleidung sowie die Blitzschutzanlage instandgesetzt. Der Innenbereich des Turmes wurde gesäubert und es erfolgte der Einbau von Vogelschutzgittern. Ebenso wurde die Glockenaufhängung instandgesetzt.

An der Fassade sind die Natursteinarbeiten im Bereich der Gesimse komplett und im Bereich der Fenster- und Türgewände im Wesentlichen abgeschlossen. Die Putz- und Malerarbeiten an der Fassade sind mit dem Aufbringen des Unterputzes bis zu 65% abgeschlossen.

Die Neuanfertigung und der Einbau der Ecksäulen am Nordgiebel sind bis auf die Säulenbasis im Sockelbereich und die endfertige Farbgebung abgeschlossen.
Der Einbau der neuen Holzfenster erfolgt schrittweise, hier sind ca. 45% der Fenster montiert.
Die haustechnischen Gewerke haben im Februar 2019 mit der Fortführung der Leistungserbringung wieder begonnen. Hier sind ca. 10% des gesamten Leistungsumfanges erbracht.

Zum Stand 31.01.2019 wurden in 2019 zum Bauvorhaben 317.845,51 € und insgesamt bisher 6.753.003,70 € abgerechnet.

Geplanter weiterer Projektablauf
Auf der Grundlage des fortgeschriebenen Bauablaufplans vom Januar 2019 stellt sich folgender weiterer Projektablauf dar:

Beginn Innenausbau ab

Juni 2019
Fertigstellung Dach/ Fassade/ Fenster
August 2019
Fertigstellung Innenausbau einschließlich Haustechnische Gewerke/ Bühnentechnik/
Schrittweise Abnahme
April 2020
Übergabe Gewandhaus/ Probebetrieb
Mai 2020
Eröffnung Gewandhaus 03.10.2020

Fördermittel
Aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz (SDP)“ Fördergebiet „Historischer Stadtkern 2014“ Zwickau wurden mit der förderrechtlichen Zustimmung vom 05.10.2016 bisher Fördermittel in Höhe von 8.642.800 € (davon 50% Finanzhilfeanteil Bund und 50% Finanzhilfeanteil Freistaat Sachsen) für die Einzelmaßnahme „Umbau und Sanierung Gewandhaus“ bewilligt.

Daneben wurde mit Zuwendungsbescheid vom 02.05.2017 für die Ecksäulen eine Förderung mit Mitteln des Freistaates Sachsen aus dem Sonderförderprogramm Denkmalpflege – 2016 – 2. Tranche in Höhe von 106.000 € bewilligt.

Die Verwaltung steht wegen dem künftig erhöhter Förderungsbedarf im Fördergebiet „Historischer Stadtkern 2014“ für die Einzelmaßnahme „Umbau und Sanierung Gewandhaus“ in regem Kontakt mit dem Sächsischen Staatsministerium des Inneren (SMI), der SAB und dem SIB.

Quelle: Presse- und Oberbürgermeisterbüro
Stadtverwaltung Zwickau


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