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TANZ! MAX PECHSTEIN: Bühne, Parket, Manege


TANZ! MAX PECHSTEIN: Bühne, Parket, Manege


TANZ! MAX PECHSTEIN: Bühne, Parket, Manege

TANZ! MAX PECHSTEIN: Bühne, Parket, Manege TANZ! MAX PECHSTEIN: Bühne, Parket, Manege


TANZ! MAX PECHSTEIN: BÜHNE, PARKET, MANEGE
Sonderausstellung in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum

Erstmals wendet sich ein Ausstellungsprojekt der Bedeutung des Tanzes im Werk von Max Pechstein zu. Tanz-, Varieté- und Zirkusdarstellungen, in denen Bewegung und Unterhaltungskultur verschmelzen, werden genauer in den Blick genommen und auf ihre stilistische und inhaltliche Funktion befragt. Die Sonderausstellung „TANZ! Max Pechstein: Bühne, Parkett, Manege“ mit zahlreichen deutschen und europäischen Leihgaben ist vom 6. April bis 14. Juli in den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum zu sehen.

„…so ein Körper gibt doch mehr Anregung, als eine Landschaft es zu tun vermag,…“
Max Pechstein 1908

Der Tanz als Ausdruck eines neuen Lebens- und Körpergefühls elektrisiert Anfang des 20. Jahrhunderts Künstler wie Max Pechstein (1881–1955). Der Körper in Bewegung – ob auf der Bühne, dem Parkett oder der Manege – wurde für den Expressionisten zu einem wichtigen Thema. Der gebürtige Zwickauer Pechstein, Mitglied der 1905 in Dresden gegründeten Künstlergruppe Brücke, lässt sich 1908 in Berlin nieder, das sich schnell zu einer pulsierenden Metropole mit einem boomenden Vergnügungsbetrieb etabliert. Vor Ort hält er das Gesehene in spontanen Skizzen fest, die ihm häufig als Vorlagen für Druckgrafiken und Gemälde dienen. Seit 1906 finden sich bei Max Pechstein Darstellungen von Tänzern auf Papier, 1909 bannt er zum ersten Mal den Tanz auf Leinwand. Noch im Spätwerk, im Jahr 1951, malt er den von seiner Südseereise inspirierten Mondscheintanz in Öl.

Wie ein roter Faden zieht sich das Thema durch das Werk des Künstlers, der selbst gern tanzte.

Innerhalb der Ausstellung bildet das erste und letzte „Tanz“-Gemälde den Rahmen für über 80 Werke des Expressionisten. Neben Gemälden und Aquarellen sind es besonders die kleinformatigen, selten zu sehenden Zeichnungen, die zeigen, wie Pechstein das Gesehene vor Ort in frischer Unmittelbarkeit ausdrückte. Ebenso sind seine bekannten druckgrafischen Serien wie „Tanz“ (1910), „Akrobaten“ (1912), „Russisches Ballett“ (1912) oder – erstmals vollständig – „Karneval“ (1910) zu sehen, wie auch illustrierte Briefe und Postkarten. Ein besonderer Aspekt dieser Ausstellung ist, dass Pechsteins Kunst zusammen mit ausgewählten kulturhistorischen Dokumenten gezeigt wird, darunter Fotografien, Programmhefte, einzigartige Kostüme und historische Filmaufnahmen, die ein umfassendes Bild der Zeit- und Kulturgeschichte vermitteln, vor allem aber Pechsteins Faszination für den Tanz und den Körper.

TANZ! ist ein Eintauchen in eine energiegeladene Zeit, in der sich der Blick auf den Körper und dessen Wahrnehmung wandelt – die Lebens- und Schaffenszeit Max Pechsteins.

BÜHNE

Samstag, 13.04., Donnerstag, 18.04., Freitag, 03.05., jeweils 19.30 Uhr (19 Uhr Einführung)
Arbeiten! Rausch! Gehirn Zerschmettern!
Tanzstück von Annett Göhre über Max Pechstein
Theater Plauen-Zwickau, Malsaal
Aufgewachsen in einer Zeit der immer rasanteren sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen, versuchte Max Pechstein, mit seiner Kunst ein neues Verhältnis zur Natur zufinden. Der 1881 in Zwickau geborene Maler hatte ein wechselhaftes Schicksal: Nach seinem Studium gehörte er zur Dresdner Künstlervereinigung Brücke; 1914 reiste er in die Südsee, die für ihn zeitlebens ein paradiesischer Sehnsuchtsort blieb. Anschließend führen seine Spuren auf die Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs. All diese Erfahrungen finden Niederschlag in seinen Arbeiten. Schon früh lösten Pechsteins Bilder emotionale Reaktionen aus, die teilweise in der Zerstörung seiner Werke gipfelten. Weitere Bilder verbrannten 1944 bei Bombenangriffen. Erst nach Kriegsende wurde der 1933 als „entarteter Künstler“ mit einem Ausstellungsverbot belegte Pechstein rehabilitiert.
In ihrem neuen Tanzabend entwickelt Ballettdirektorin Annett Göhre anhand von Pechsteins Schaffen eine Hommage an eine Generation, die ihre Kunst bewusst gesellschaftlichen Konventionen entgegengestellt hat. Max Pechstein liebte das Tanzen; in vielen seiner Gemälde fing er die Bewegungsabläufe von Handwerkern, Ballett- und Varietétänzern oder Akrobaten ein. Die Choreografie kehrt diese in Form und Farbe gefasste Energie wieder in Bewegung um.
Eintritt: 23 Euro, ermäßigt 18,40 Euro
Kartenvorverkauf an der Theaterkasse oder online unter www.theater-plauen-zwickau.de

Sonntag, 19.05., 15.30 Uhr
Vom Glück zu tanzen
Tanzperformance des Mondstaubtheaters
KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum
Zum Internationalen Museumstag: Vom Glück zu tanzen.
Das Kinderensemble des Mondstaubtheaters unter Leitung von Gabriele Bocek zeigt einen Ausschnitt aus seinem neuen Tanzstück „Die Geschichte von einer Königin, die nicht tanzen konnte – oder wollte“. Begleitet werden die zwölf Mädchen von 6 bis 9 Jahren von drei jugendlichen Live-Musikern. Dieser Nachmittag soll allerdings alle einladen, mitzutanzen, denn: Tanzen macht glücklich!
Eintritt frei

Freitag, 14.06., 16 Uhr
Clara tanzt!
Ballettaufführung mit Klavierwerken von Clara und Robert Schumann
KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum
Die aus Moskau stammende Ballettmeisterin Ekaterina Tumanova hat mit ihren Schülerinnen und Schülern am Robert Schumann Konservatorium eine Choreografie zu Klavierwerken Clara Schumanns und Szenen aus Robert Schumanns Klavierzyklus Carnaval Opus 9 erarbeitet, die von Thomas Synofzik am Georg-Göhler-Flügel gespielt werden. Das Publikum erlebt erstmals das Zusammenspiel von Tanz, Musik und Bildender Kunst, welches die beiden großen Söhne der Stadt – Robert Schumann und Max Pechstein – vereint.
Das berühmte Russische Ballett, das mit Choreografen wie Michel Fokine und Tänzern wie Waslaw Nijinsky und Anna Pawlowa das moderne Ballett begründet, begeisterten ihr Publikum mit einer epochalen tänzerischen Interpretation von Schumanns bekannten Klavierzyklus Carnaval Opus 9. Im Mai 1910 erlebte Max Pechstein u. a. die Ballett-Aufführung „Carnaval“ im Berliner Theater des Westens. Tief beeindruckt vom zur gleichnamigen Musik von Robert Schumann vorgetragenen Maskenspiel schuf er den Lithografie-Zyklus „Karneval“, der mit 10 Blättern erstmals vollständig in der TANZ!-Ausstellung präsentiert wird.
Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 5 Euro

PARKETT

Dienstag, 09.04., 16 Uhr
Lasst euch bewegen!
Ausstellungsführung für Lehrpersonal aus Kitas und Schulen
KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum
Vom starren Korsett befreit, werden zu Beginn des 20. Jahrhunderts darstellende und bildende Kunst durch den expressiven Impuls gelenkt. Als Kunst gilt, was den Künstler bewegt und nicht was allgemein für schön gehalten wird. Auch der Expressionist und gebürtige Zwickauer Max Pechstein zeigte sich schon früh begeistert von natürlichen Körperbewegungen, ausdrucksstarken Tänzerinnen und Tänzern, ungezwungenen Tanzvergnügen, akrobatischen Darbietungen und »der lieben Luft des Circus«. Die Ausstellung zeigt Pechsteins Leidenschaft für den bewegten Körper und nimmt uns gleichfalls mit in eine bewegte Zeit, in der TANZ Ausdruck eines neuen Lebensgefühls bedeutet.
Über das Begleitprogramm mit Führungen, Tanzdarbietungen und Zirkusartistik hinaus bieten museumspädagogische Programme Kindern und Jugendlichen eine aktive und kreative Auseinandersetzung mit der Kunst von Max Pechstein. Wir laden herzlich ein, die Ausstellung als Gruppe zu erleben und stellen die museumspädagogischen Angebote während der Sonderführung vor.
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich!

Freitag, 26.04., 18 Uhr
Darf ich bitten?
Ausstellungsführung mit Tanzerlebnis für Paare
KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum
„Wie ein Rudel hungriger Wölfe stürzt sich das Volk auf die langentbehrte Lust. Noch nie ist in Berlin so viel, so rasend getanzt worden.“, meldete das Berliner Tagblatt am 1. Januar 1919 nach der offiziellen Aufhebung des im Ersten Weltkrieg geltenden Tanzverbotes. Die Tanzbegeisterung hielt während der 1920er-Jahre unvermindert an. In den Städten traf man sich beim 5-Uhr-Tee und auf dem Land zu Vereinsbällen. Das Ziel war dasselbe: Tanz und Vergnügen. Neben Wiener Walzer, Langsamer Walzer und Tango erregten neue aus Amerika kommende Tänze wie Charleston oder Shimmy großes Aufsehen.
Die Sonderführung richtet sich im Besonderen an Paare, die Freude am Tanzen haben: Nach einem kurzweiligen Ausstellungsrundgang zu Pechsteins Tanzerlebnissen, heißt es „Darf ich bitten?“. Ein Tanzlehrer der Tanzschule Villa Mocc Zwickau übernimmt die Führung und gestaltet eine Tanzstunde mit Walzer und Foxtrott in den Kunstsammlungen. Ideal auch für Tanzanfänger.
Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 7 Euro

Dienstag, 25.06., 18.30 Uhr
Donnerstag, 04.07., 18.30 Uhr
„… wo ich bin, den Bewegungen der Menschen folgen …“ Max Pechstein
Ausstellungsführung mit Tanz-Performances
KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum
Im Tanz kommt zum Ausdruck, was uns seit jeher bewegt: Lebensfreude oder Lebensqual, hemmungslose Ekstase oder gezügelte Disziplin. Tanz ist nicht nur Freizeitvergnügen oder Kunstform. Immer spiegeln sich in ihm auch die gesellschaftlichen Bedingungen, in denen er entsteht. Neue Tanzstile experimentieren mit gesellschaftlichen Rollenbildern oder verschieben die Beziehungen der Geschlechter und Generationen zueinander. Oft transportiert der Tanz auch die Faszination für das Exotische. Im Tanz werden Fantasien, Spielregeln und Machtverhältnisse in Bewegungen übertragen und wieder außer Kraft gesetzt.
Die Führung lädt zu einem bewegten Rundgang ein: Hier werden nicht nur die Werke Pechsteins vorgestellt, die seine Leidenschaft für den Tanz widerspiegeln, sondern die unmittelbare Wirkung des Tanzerlebnisses wird erfahrbar. Tänzerinnen und Tänzer des Ballettensembles am Theater Plauen-Zwickau wollen unter der Leitung von Annett Göhre bewegte Zugänge zu Pechsteins Bildern schaffen. Es entstehen eigens für die Führung kreierte Choreografien, tänzerische Interpretationen auf Museumsboden!
Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 7 Euro

MANEGE

Do, 11.04., 18 Uhr
250 Jahre Faszination Zirkus
Vortrag zur Geschichte des Zirkus und seine Entwicklung in Deutschland
KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum
Im Jahr 2018 konnte der Zirkus sein 250. Jubiläum feiern – ausgehend von der Eröffnung des Pferde-Amphitheaters von Philip Astley 1768 in London. Die neue Kunstform Zirkus verbreitete sich rasch, bot sie doch mit ihrer Mischung aus Kunstreiterei, akrobatischen Vorführungen, Dressurnummern und Clownerie sowie weiteren Attraktionen eine Unterhaltung für breiteste Zuschauerkreise. Auch in Deutschland entstanden bald bekannte Zirkusunternehmen, von denen der Circus Renz – auch im internationalen Maßstab – das bedeutendste war. Seitdem hat der Zirkus seinen festen Platz in der Unterhaltungsszene. Der Staatszirkus der DDR zog Millionen Besucher an. Heute zeigt sich der Zirkus in ganz unterschiedlichen Erscheinungsformen: vom traditionellen Tierzirkus bis zum neuen Zirkustheater, hat aber an Beliebtheit trotz Massenmedien nichts eingebüßt.
Dietmar Winkler besitzt eines der größten privaten Zirkusarchive, das auch für die Forschung offensteht, und hat zusammen mit seiner Frau mehrere Bücher zur Zirkusgeschichte veröffentlicht.
Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 5 Euro

Sonntag, 05.05., 15.30 Uhr
Zwischentänze. Der Tanz zwischen den Künsten
KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum
Der im Oktober 2018 gegründete Verein JOS e.V. für kulturelle Bildung erarbeitet gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendzirkus Salto Salcin der Kirchgemeinde Mülsen und den KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum das vom Kulturraum Vogtland-Zwickau geförderte Projekt „Zwischentänze. Der Tanz mit den Künsten“.
Darin bereiten etwa 20 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren unter Leitung von Swen Kaatz eine Zirkus-Varieté-Aufführung vor, die das Publikum in die magische Welt der Manege entführen will. Die imposante Kuppelhalle der Kunstsammlungen wird dabei nicht allein als Auftrittsort genutzt, vielmehr soll die Aufführung einen Dialog zwischen Raum, Publikum und den Werken Max Pechsteins ermöglichen. Dem Künstler boten die Berliner Zirkus-Attraktionen besonders in den 1920er-Jahren vielfältige Motive. So schrieb Pechstein 1920 „… bewege mich noch immer in der lieben Luft des Circus. Ein Glück daß Sarrasani wieder einmal nach Berlin gefunden hat …“
Das Projekt „Zwischentänze. Der Tanz zwischen den Künsten“ strebt zudem die Zusammenarbeit mit einer Balletttänzerin des Theaters Plauen-Zwickau an, um eine weitere darstellende Kunstform in das Programm zu integrieren. Die Kinder und Jugendlichen erhalten so die Möglichkeit, ihre zirzensischen Fertigkeiten wie Jonglage, Artistik und Luftakrobatik zu erweitern, aber auch die Kunstform des Tanzes kennenzulernen, einzuarbeiten und so eine Verbindung dieser beiden Bühnenkünste herzustellen.
Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 5 Euro

ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN

Mittwoch, 17.04., 29.05., 19.06., 10.07., jeweils 18 Uhr
Sonntag, 14.04., 12.05., 09.06., 23.06. jeweils 14 Uhr
Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung TANZ!
KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum
Eintritt: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro

Sonntag, 14.04., 12.05., 09.06., 14.07. jeweils 15 Uhr
Öffentliche Führung durch das Max-Pechstein-Museum
KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum
Seit mittlerweile fünf Jahren erfreut sich das Max-Pechstein-Museum wachsender Beliebtheit. Seit April 2014 findet das Lebenswerk des gebürtigen Zwickauers, Brücke-Künstlers und bedeutenden Vertreters der Klassischen Moderne in den Zwickauer Kunstsammlungen einen attraktiven Ausstellungsort. In vier Räumen werden rund 50 Gemälde, Skulpturen und kunstgewerbliche Arbeiten aus Pechsteins gesamter Schaffenszeit gezeigt.
Schenkungen, Neuerwerbungen und neuere Forschungen ermöglichen immer wieder Schlaglichter auf die spannende Biografie des Künstlers. Diese werden, neben ausgewählten Pechstein-Werken, in den nun immer am zweiten Sonntag des Monats um 15 Uhr stattfindenden öffentlichen Führungen ins Gespräch gebracht.
Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 3,50 Euro

FÜHRUNGEN ZUM WUNSCHTERMIN
Anmeldung unter 0375 834510 oder fuehrungen-kunstsammlungen@zwickau.de

LASST EUCH BEWEGEN
Museumspädagogische Angebote für Kita und Schule

Tanzende Körper, unbändige Bewegungslust und spektakuläre Artistik in der neuen Sonderausstellung der Kunstsammlungen Zwickau vom 6. April bis 14. Juli 2019 „TANZ! Max Pechstein: Bühne, Parkett, Manege“.

Vom starren Korsett befreit, werden zu Beginn des 20. Jahrhunderts darstellende und bildende Kunst durch den expressiven Impuls gelenkt. Als Kunst gilt, was den Künstler bewegt und nicht was allgemein für schön gehalten wird. Die Nähe zur Natur, zu den Formen des Lebens, das Gefühl, auf einen befreiten Ausdruck hinzuarbeiten, Farben, Linien, Körper zu ihrem ästhetischen Recht kommen lassen, beeindruckte Tänzer wie bildende Künstler. Auch der Expressionist und gebürtige Zwickauer Max Pechstein zeigte sich schon früh begeistert von natürlichen Körperbewegungen, ausdrucksstarken Tänzerinnen und Tänzern, ungezwungenen Tanzvergnügen, akrobatischen Darbietungen und „der lieben Luft des Circus“. Wie ein roter Faden ziehen sich die Themen Körper in Bewegung und Unterhaltungskultur durch sein künstlerisches Schaffen, wie zahlreiche Ölgemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafiken, angewandte Arbeiten sowie illustrierte Briefe und Postkarten verdeutlichen. Die Ausstellung zeigt Pechsteins Leidenschaft für den bewegten Körper und nimmt uns gleichfalls mit in eine bewegte Zeit, in der TANZ Ausdruck eines neuen Lebensgefühls bedeutet. So werden neben Kunstwerken auch historische Fotos, Filmaufnahmen und Kostüme zu sehen sein, die einen erlebnisreichen Rundgang versprechen.

Über das umfangreiche Begleitprogramm mit Führungen, Tanzdarbietungen und Zirkusartistik hinaus bieten museumspädagogische Programme Kindern und Jugendlichen eine aktive und kreative Auseinandersetzung mit der Kunst von Max Pechstein. Wir laden herzlich ein, die Ausstellung als Gruppe zu erleben:

Was tanzt in dir?
Tanzen ist bewegte Freude, die unser Kinderprogramm gern vermitteln möchte. Wir tauchen ein in die Bilderwelt von Max Pechstein, erleben Tänzerinnen mit wirbelnden Röcken, Tanzpaare in eleganten Kostümen, Akrobaten in der Zirkusmanege oder Südseeinsulaner beim Mondscheintanz. Während des Rundgangs sind die Kinder selbst Akteure, schlüpfen beispielsweise in die Rolle von Tänzerin oder Zirkusclown und gestalten Kostüme oder Bühnenbilder. Dabei stehen die Lust an Bewegung und künstlerischem Ausdruck im Vordergrund.

60 min, für Kitakinder im Vorschulalter und Grundschüler der Stufe 1 bis 4, max. 20 Teilnehmer, 0,50 Euro pro Person, zwei Begleitpersonen frei
Zusätzlich buchbares Kreativangebot für Kinder: Gestalten von Magneten mit TANZ-Motiven der Ausstellung, 30 min, max. 20 Kinder, 2,50 Euro pro Person

Der Reiz des Augenblicks
Die dialogische Führung lädt Schülerinnen und Schüler ein, sich vertiefend mit den Werken Max Pechsteins auseinanderzusetzen, um Kunst und eigenen Alltag gedanklich und gestaltend zu vernetzen: In interaktiven Sequenzen und mit Hilfe zeichnerischer Übungen wird die unmittelbare, spontane, gefühlsbetonte Kunst des Expressionisten verdeutlicht und Pechsteins Tanzdarstellungen in den Fokus genommen. Während der Schülerführung entstehen freie (Kompositions-)Skizzen, die zur weiteren Bearbeitung in der Schule verwendet werden können.

90 min, für Schulklassen der Stufe 5 bis 12, max. 25 Teilnehmer,
0,50 Euro pro Person, zwei Begleitpersonen frei

Ansprechpartner:
Fabia Günther-Sperber, Kulturamt, Museumspädagogin, Telefon 0375 834525, E-Mail: fabia.guenther-sperber@zwickau.de

ÖFFNUNGSZEITEN
Dienstag bis Sonntag, Feiertage 13 bis 18 Uhr
Schließtage: Karfreitag, Heiligabend, Silvester

EINTRITT
Erwachsene 7 Euro
ermäßigt* 5 Euro
Eintritt frei für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr, Zwickau-Pass-Inhaber
1. Mittwoch im Monat Eintritt frei
* Schüler, Vollzeit-Studenten über dem vollendeten 18. Lebensjahr (jedoch nicht Gasthörer, berufsbegleitende Studiengänge, Fernstudium, Beurlaubung) sowie Schwerbehinderte (mind. 50% GdB) gegen Vorlage eines gültigen Nachweises

BARRIEREFREIHEIT
Ein barrierefreier Zugang ist über den Innenhof möglich. Die Dauerausstellung ist eingeschränkt zugänglich und die Sonderausstellung ist rollstuhlgeeignet.

Zur Eröffnung der Ausstellung und zu den Veranstaltungen ist für maximal 15 Personen eine induktive Höranlage verfügbar.

Kontakt:
KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum, Lessingstraße 1, Telefon 0375 834510, E-Mail: kunstsammlungen@zwickau.de

Fotos:
Stadt Zwickau, Presse- und Oberbürgermeisterbüro

Quelle: Presse- und Oberbürgermeisterbüro
Stadtverwaltung Zwickau


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