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Smarte Autos sind die Zukunft – Porsche mit ETH-Blockchain-Test


Smarte Autos sind die Zukunft - Porsche mit ETH-Blockchain-Test


Smarte Autos sind die Zukunft – Porsche mit ETH-Blockchain-Test

Porsche schreitet in der Modernisierung seiner Automobilentwicklung merklich voran. Nun wagt der deutsche Autobauer auch den nächsten Schritt. Dieser führt zu Blockchains, die sonst eher durch Kryptowährungen à la Bitcoin bekannt wurden. Wir blicken auf die Frage, wie genau Porsche die Zukunft der smarten Autos einschätzt und welche Technologien getestet werden.

Start-Up auf Ethereum-Blockchain sichert Partnerschaft

Smarte Autos sind die Zukunft - Porsche mit ETH-Blockchain-Test

NGIN Mobility via Twitter

Ein Innovationswettbewerb von Porsche war der entscheidende Schritt auf dem Weg zur Partnerschaft mit einem der bekanntesten Autobauer der Welt. Das Start-Up Xain sicherte sich den Titel beim Wettbewerb und entsprechende Beachtung in der Entwicklung der deutschen Marke. Erstmals entwickelt der Konzern nun in einem Test ein Auto, das auf der Blockchain des Ethereum-Netzwerkes beruht. „Das Auto wird ein Teil der Blockchain“, lässt das offizielle Statement von Porsche verlauten. „Das macht eine direkte Offline-Verbindung möglich – ohne über einen Server umgeleitet zu werden.“ Die moderne Technologie wird beispielsweise dafür eingesetzt, das Auto und dessen Türen zu öffnen oder schließen. Mit der dazugehörigen App soll das mit Blockchain-Technologie im Rücken exakt 1,6 Sekunden dauern und damit einen sechsmal schnelleren Wert als zuvor ergeben.

Dritte Unternehmen können einfach in die Funktionalität des Endproduktes integriert werden, wie Porsche angab. Dies geschehe durch Smart Contracts, die dank Blockchain-Technologie zusätzliche Hardware überflüssig mache. Ein weiterer großer Vorteil ist es, wenn der Besitzer des Autos später einmal ein Paket bestellt, dies aber nicht persönlich annehmen kann, weil er gerade beim Freund das Fahrrad repariert. Nun wäre es mit dem Blockchain-Porsche wiederum möglich, für eine temporäre Zeit das Auto aufzuschließen, sodass der Paketbote das Päckchen ablegen kann und dies nicht zur nächsten Packstation bringt. Insgesamt blickt das Unternehmen vor allem auf schnelleren und sichereren Datentransfer, was den Kunden wiederum ein größeres Gefühl der Sicherheit verschaffen soll.

Testergebnisse überzeugen – Porsche testet weiter

Smarte Autos sind die Zukunft - Porsche mit ETH-Blockchain-Test

Code_n via Twitter

Die Tests zum zeitweise aufgeschlossenen Auto waren für die Verantwortlichen von besonderem Interesse, handelt es sich doch um ein recht pikantes Thema, bei eigener Abwesenheit Zugang zu seinem Auto zu gewähren. Porsche unterstreicht die Funktionsweise des Projektes mit den folgenden Aussagen: „Durch prüffähige Datenprotokollierung werden die zu verarbeitenden Daten lokal in einer dezentralisierten Blockchain verschlüsselt. Auf dieser Basis wird das autonome Fahren in der Zukunft verbesserte Funktionen bieten: Lokale Daten können zur Gewinnung von regionalen Lerneffekten eingesetzt werden, welche wiederum sicher mit anderen Fahrzeugen geteilt werden können. Der Kunde kann Schwarmdaten nutzen, die gleichzeitig geschützt sind.“ Leider sind die mitgeteilten technischen Informationen nicht sonderlich ausführlich, sodass vieles der Kooperation zwischen Xain und Porsche Spekulation bleibt.

Mit der Ethereum Blockchain profitiert man indirekt auf jeden Fall auch vom Ether Kurs, dem dazugehörigen Token. Die bekannte Kryptowährung befindet sich mit der zweithöchsten Marktkapitalisierung von über 21 Milliarden US-Dollar der Welt auf dem zweiten Rang hinter Bitcoin. Auch wenn die Digitalwährungen zuletzt eher schwächere Kurse an den Tag legten, wächst die Branche nach wie vor weiter, da der Glauben an ein Durchsetzen der Technologie vorhanden ist. Entsprechend wird auch die Automobilindustrie immer mehr von den technischen Neuerungen überzeugt. Es scheinen klare Vorteile zu überwiegen, mit denen sich beispielsweise auch Volkswagen schon länger beschäftigt hat. Der Automobilhersteller aus Wolfsburg arbeitet ebenfalls an einem Produkt mit Blockchain-Technologie.

 

Quelle: Sebastian Thiele


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