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Porsche GT Team mit legendärem Design auf der Road Atlanta


Porsche GT Team mit legendärem Design auf der Road Atlanta


Porsche GT Team mit legendärem Design auf der Road Atlanta

Vorschau, IMSA WeatherTech SportsCar Championship, 11. Lauf, Braselton/USA

Stuttgart. Porsche tritt beim Saisonfinale der IMSA WeatherTech SportsCar Championship 2018 in Braselton, Georgia (11. bis 13. Oktober) im historischen Werks-Design des Jahres 1998 an. Die beiden Porsche 911 RSR erinnern mit den charakteristisch geschwungenen Streifen in blau- und rot-orange an den 911 GT1, der 1998 Gesamtsieger bei den 24 Stunden von Le Mans wurde. Ein baugleiches Fahrzeug im Werksdesign fuhr vor 20 Jahren auf der berühmten Road Atlanta auf den ersten Startplatz. Es war damals die erste Auflage des Events mit dem Titel „Petit Le Mans“. Das Porsche GT Team möchte im engen Wettbewerb gegen die Marken Ferrari, BMW, Ford und Chevrolet mit dem beiden 510 PS starken Rennfahrzeugen aus Weissach an diese unvergessenen Erfolge anknüpfen.

Das Rennen
Die 4,088 Kilometer lange Strecke im US-Bundesstaat Georgia steht in der Beliebtheitsskala vieler Piloten weit oben. Vor allem die sogenannten „Esses“ (Kurven zwei bis fünf) im ersten Sektor stellen die Fahrer vor eine enorme Herausforderung. Mut und höchste Präzision sowie eine perfekte Fahrzeugabstimmung sind in diesem schnellen Abschnitt gefordert. Bei den bisherigen 20 Auflagen des Rennens über die Distanz von zehn Stunden (oder 1.000 Meilen) hat Porsche insgesamt 19 Klassensiege verbucht. 2015 feierte das Werksteam aus Weissach im Regen sogar den Gesamtsieg vor allen Prototypen. „Petit Le Mans“ ist zudem das Saisonfinale im North American Endurance Cup (NAEC). In diesem Wettbewerb, der die Rennen in Daytona, Sebring, Watkins Glen und auf der Road Atlanta umfasst, belegt das Porsche GT Team in der Gesamtwertung aktuell den zweiten Rang.

Die Porsche-Fahrer
Beim Langstreckenrennen auf der Road Atlanta werden die beiden Porsche 911 RSR von jeweils drei Fahrern pilotiert. In der Startnummer 911 wechseln sich Patrick Pilet (Frankreich) und Nick Tandy (Großbritannien) mit dem Franzosen Frédéric Makowiecki ab. Das Trio hatte im März das Zwölfstundenrennen in Sebring gewonnen. Nach dem zweiten Rang in Laguna Seca erhalten Laurens Vanthoor (Belgien) und Earl Bamber (Neuseeland) im Auto mit der Startnummer 912 Unterstützung von Porsche Young Professional Mathieu Jaminet (Frankreich). Das Kundenteam Wright Motorsports setzt im Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 58 auf Werksfahrer Patrick Long aus den USA sowie auf Porsche Selected Driver Christina Nielsen (Dänemark) und den Österreicher Robert Renauer. Im baugleichen Sportwagen von Park Place Motorsports mit der Startnummer 73 wechselt sich Wolf Henzler (Nürtingen) mit den beiden US-Amerikanern Spencer Pumpelly und Timothy Pappas ab.

Die Porsche-Fahrzeuge
Beim 911 RSR wurden für seine zweite Rennsaison vor allem Optimierungen am Setup vorgenommen. Der vor der Hinterachse eingebaute Motor leistet je nach Restriktorgröße rund 375 kW (510 PS). Für aerodynamische Effizienz und ein hohes Maß an Abtrieb sorgt der große Heckdiffusor in Kombination mit dem hängend angebundenen Heckflügel. Der über 368 kW (500 PS) starke 911 GT3 R wurde für die weltweiten GT3-Serien konstruiert. Eingesetzt wird er von Kundenteams, denen Porsche für 2018 ein Evolutionspaket zur Verfügung gestellt hat.

Die Zeiten
Das Rennen startet am Samstag, 13. Oktober, um 11.10 Uhr Ortszeit (17.10 Uhr MESZ). Live übertragen wird es außerhalb der USA und Kanadas im Internet auf www.imsa.com.

Stimmen vor dem Rennen
Dr. Frank-Steffen Walliser (Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge): „Die Saison 2018 in Nordamerika war für uns geprägt von Höhen und Tiefen. Unsere beiden Porsche 911 RSR hatten jederzeit das Tempo, um im harten Wettbewerb der GTLM-Kategorie vorn mitzufahren. In vielen Fällen hat uns einfach das nötige Quäntchen Glück gefehlt. Auf der Road Atlanta haben wir nun noch einmal die Chance, unser großes Potenzial voll darzustellen und in ein gutes Ergebnis umzumünzen. Wir haben in Sebring gewonnen und damit gezeigt, dass uns die Rennen über große Distanzen bestens liegen. Zudem gibt es eine zusätzliche Motivation beim ‚Petit Le Mans’. Das Saisonfinale zählt ebenso wie Daytona, Sebring und Watkins Glen zum North American Endurance Cup. In dieser Wertung liegen wir auf Platz zwei. Mal schauen, ob in der Gesamtwertung noch mehr für uns möglich ist.“

Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter GT-Werksmotorsport): „Wir haben in diesem Jahr mit den Erfolgen in Sebring und Mid-Ohio zwei echte Glanzlichter gesetzt. Nun soll ein dritter Sieg folgen. Das ‚Petit Le Mans‘ bildet den Abschluss der Saison und ist somit unsere letzte Möglichkeit, das große Potenzial von Auto, Team und Fahrern noch einmal deutlich zu machen. Wir werden gut vorbereitet in den engen Wettbewerb unserer Klasse gehen. Über eine Distanz von zehn Stunden gilt es, taktisch klug zu agieren und sich selbst bei schwierigen Bedingungen aus allem Ungemach herauszuhalten. Wir sind bereit für das finale Rennen des Jahres.“

Sebastian Golz (Projektleiter 911 GT3 R): „Der Kurs bietet tolle Herausforderungen, zum Beispiel in der ersten Kurve und in den schnellen ‚Esses’. Das Auto muss auf extrem geringe Bodenfreiheit abgestimmt sein, um die Aerodynamik maximal auszureizen. Gleichzeitig muss man Kompromisse eingehen, denn vor allem in der dritten Kurve erfährt der Unterboden immer wieder starke Schläge. Über die Distanz von zehn Stunden müssen die Bauteile enormen Belastungen standhalten. Wir sind aber bestens vorbereitet. Das haben die vergangenen Rennen gezeigt. Nach Platz zwei im Vorjahr wollen wir mit unseren Teams nun um den Sieg kämpfen.“

Patrick Pilet (Porsche 911 RSR #911): „Ich hoffe, das Rennen auf der Road Atlanta wird für uns ein erfolgreicher Saisonabschluss. Ich habe beste Erinnerungen an den Event – vor allem an unseren Sieg vor drei Jahren. Unser Fahrzeug war dort immer gut aussortiert und schnell. Das wird bestimmt auch in diesem Jahr der Fall sein. Hinzu kommt, dass Frédéric wieder mit an Bord unseres Autos ist. Das Siegertrio von Sebring ist also erneut komplett. Das sind allerbeste Voraussetzungen für einen weiteren Erfolg.“

Nick Tandy (Porsche 911 RSR #911): „Das Rennen ist immer eines der härtesten des Jahres. Die Strecke fordert das Material enorm, vor allem die Reifen. Für uns Fahrer ist es oft extrem anstrengend und für die Mannschaft erst recht. Über die Distanz von zehn Stunden sind so viele Boxenstopps zu meistern, es müssen unzählige strategische Entscheidungen getroffen werden. Wir hatten allerdings in der Vergangenheit schon großartige Rennen auf der Road Atlanta. Das soll uns nun wieder gelingen.“

Frédéric Makowiecki (Porsche 911 RSR #911): „Die Rückkehr in die USA für das letzte Saisonrennen ist natürlich ein Highlight für mich. Die guten Gefühle vom Erfolg in Sebring sind noch präsent. Unser Team ist gut aufgestellt, wir werden im Wettbewerb vorn dabei sein können. In den Langstreckenrennen in Nordamerika kann immer alles passieren – bis zur letzten Rennrunde. Wir müssen konzentriert und entschlossen ans Werk gehen. Ich würde zu gern noch einmal mit meinen Teamkollegen auf dem Siegerpodest stehen. Am liebsten auf der obersten Stufe.“

Laurens Vanthoor (Porsche 911 RSR #912): „Die Saison 2018 ist für mich fast wie im Fluge vergangen. Nun steht nur noch der große Klassiker auf der Road Atlanta auf dem Plan. Wir wollen das Jahr unbedingt mit einem Erfolg abschließen. Dafür geben wir alles. Das ‚Petit Le Mans’ ist immer spannend, anstrengend und unvorhersehbar. Das macht es nicht nur für die Fans zum Spektakel, sondern auch für unser Team und alle Fahrer. Besonders freue ich mich, im Design meines Lieblingsrennautos antreten zu können – dem 911 GT1 von 1998.“

Earl Bamber (Porsche 911 RSR #912): „Porsche hat auf der Strecke bereits viele große Erfolge gefeiert. Das zeigt, dass Mannschaft, Fahrer und Auto dieses schwierige Rennen perfekt meistern können. Wir sind voll motiviert und freuen uns natürlich auf den Event. Der Wettbewerb auf der Road Atlanta ist immer etwas ganz Besonderes. Jeder will zum Ende der Saison nochmal ein Ausrufezeichen setzen. Das schließt mich und meine Kollegen natürlich ein. Von mir aus kann es losgehen.“

Mathieu Jaminet (Porsche 911 RSR #912): „Ich bin Porsche für diese Chance sehr dankbar. Es wird mein erster Einsatz im 911 RSR des Werksteams sein. Bei einem Test habe ich das Auto und die Abläufe kennengelernt, trotzdem ist es für mich ein großer Schritt. Ich kenne die Besonderheiten der Reifen nur wenig und die Strecke nur von einem Test. Vor diesem Hintergrund stehe ich vor einer großen Herausforderung Ich gebe alles, um meinen Kollegen und dem gesamten Team möglichst gut zu helfen. Hoffentlich können wir gemeinsam einen schönen Erfolg einfahren.“

Patrick Long (Porsche 911 GT3 R #58): „Das Rennen ist immer eines der härtesten des Jahres. Der Lauf geht über zehn Stunden, neun davon muss man als reinen Sprint bezeichnen. Der traditionsreiche Kurs verzeiht keinerlei Fehler. Es gibt viele Autos auf relativ wenig Streckenlänge. Ständig herrscht dichter Verkehr, oft gibt es Safety-Car-Phasen. In unserer GTD-Kategorie sind sicherlich zehn Fahrzeuge siegfähig. Wir sind aber gut aufgestellt und wollen die Saison mit einem Podestplatz abschließen. Dafür müssen wir das Rennen absolut fehlerlos bestreiten.“

Christina Nielsen (Porsche 911 GT3 R #58): „Die Road Atlanta ist eine meiner absoluten Lieblingsstrecken. Hier habe ich mein erstes Rennen in den USA bestritten und mich dabei sofort in den amerikanischen Motorsport verliebt. Wir haben bisher eine starke zweite Saisonhälfte erlebt. Diesen Trend wollen wir fortsetzen. Wir müssen von Sprint- auf Langstreckenmodus umschalten. In einem Zehnstundenrennen kann viel passieren, aber wir sind gut gerüstet. Wir wollen einen weiteren Sieg!“

Wolf Henzler (Porsche 911 GT3 R #73): „Ich freue mich sehr, dass ich auf der Road Atlanta an den Start gehen darf. Wir haben ein starkes Auto, ein tolles Team und ich habe erfahrene Kollegen an meiner Seite. Dennoch: Wir sind in dieser Konstellation noch nie zusammengefahren. Einige Dinge müssen sich zunächst einspielen. Ich war schon oft beim ‚Petit Le Mans’ am Start, habe dort schon viel erlebt. Neben wechselnden Wetterbedingungen ist die Fahrt in die Dunkelheit eine Besonderheit. In den letzten zwei Rennstunden muss man zur Stelle sein. Das ist unser großes Ziel.“

Das ist die IMSA SportsCar Championship
Die IMSA SportsCar Championship ist eine Sportwagenrennserie, die seit 2014 in den USA und Kanada ausgetragen wird. Sie ist aus dem Zusammenschluss der American Le Mans Series und der Grand-Am Series entstanden. Sportprototypen und Sportwagen starten dabei in drei verschiedenen Klassen: GTLM (GT Le Mans), GTD (GT Daytona) und P (Prototype). Der Porsche 911 RSR fährt in der Klasse GTLM, der Porsche 911 GT3 R in der Klasse GTD.

Quelle: Porsche Motorsport

 


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