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Nur ein Wisch und das Geld ist weg WAP-Billing, Abo-Verträge und betrügerische SMS machen Sicherheitsmaßnahmen unumgänglich


Nur ein Wisch und das Geld ist weg WAP-Billing, Abo-Verträge und betrügerische SMS machen Sicherheitsmaßnahmen unumgänglich


Nur ein Wisch und das Geld ist weg WAP-Billing, Abo-Verträge und betrügerische SMS machen Sicherheitsmaßnahmen unumgänglich

Nur ein Wisch und das Geld ist weg WAP-Billing, Abo-Verträge und betrügerische SMS machen Sicherheitsmaßnahmen unumgänglich

Schadsoftware und Spam waren bisher vor allem für PC-Nutzer ein vertrautes Problem. Doch längst werden auch Smartphones und Tablets Opfer solcher Angriffe. Mehrere sächsische Nutzer beispielsweise erhielten in den letzten Wochen auf ihr Smartphone eine scheinbar von DHL stammende SMS mit der Nachricht, dass ein Paket unterwegs sei. Die SMS enthielt einen Link auf eine Internetseite zum Nachverfolgen der angeblichen Sendung. Beim Besuch dieser Internetseite gelang es Betrügern, Schadsoftware auf den Smartphones der Betroffenen zu installieren. Das funktionierte entweder, indem diese Dateien von der Seite heruntergeladen haben, teilweise höchstwahrscheinlich aber auch automatisch ohne weiteren Download. Letztlich war also das bloße Anklicken des in der betrügerischen SMS enthaltenen Links Ursache für Beträge von mehreren hundert Euro unbekannter Anbieter auf ihrer Smartphone-Rechnung.

Ungewollte Beträge auf der Mobilfunkrechnung können aber auch auf Abo-Verträgen beruhen. Dazu genügt teilweise bereits das bloße Antippen eines entsprechend gestalteten Werbefensters auf dem Smartphone-Touchscreen, was oftmals sogar ganz unbemerkt durch die Nutzer geschieht.

Viele Nutzer mobiler Geräte fragen sich dann, wie die Diensteanbieter an ihre Daten gelangen und Forderungen auf ihrer Mobilfunkrechnung platzieren können. „Das funktioniert über das so genannte WAP-Billing, ein Bezahlsystem für mobile Endgeräte“, informiert Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen. Dieses System ermöglicht es bei mobiler Internetverbindung, dass die Mobilfunknummer des Nutzers an den Anbieter übermittelt wird. Hat der Nutzer an irgendeiner Stelle einen Kauf oder einen kostenpflichtigen Dienst bestätigt, wird der Anbieter seine Forderung über die Mobilfunkrechnung geltend machen. Einer weiteren Verifizierung über eine TAN- oder PIN-Nummer bedarf es grundsätzlich nicht. „Anbieter haben auf diese Weise sehr leichtes Spiel, Nutzern kostenpflichtige Verträge unterzuschieben“, so Henschler. „Auch wenn die Verträge oftmals gar nicht wirksam sind, haben die Nutzer zumindest erst einmal den Aufwand, zu Unrecht bezahlte Beträge vom Anbieter zurückzubekommen.“

Allerdings kann man sich mit einer Kombination aus mehreren technischen Sicherheitsmaßnahmen recht zuverlässig vor ungewollten Verträgen oder Abbuchungen schützen. „Unbedingt sollten Nutzer von ihrem Anbieter eine so genannte Drittanbietersperre verlangen“, empfiehlt Henschler. Die Einrichtung ist kostenlos und die Anbieter sind dazu gesetzlich verpflichtet. Technisch gesehen verhindert diese Sperre, dass die Mobilfunknummer des Smartphones an den Drittanbieter übertragen wird, so dass dieser mangels entsprechender Daten des Nutzers keine Möglichkeit hat, Forderungen zu erheben. Außerdem sollte man die Anwendungseinstellungen an seinem mobilen Gerät so konfigurieren, dass die Nutzung unbekannter Quellen nicht zugelassen ist. Damit wird beispielsweise im Android-Betriebssystem der ungewollte Download von Software, die nicht aus dem Google-Appstore stammt, unterbunden. Allerdings gibt es auch für Anwendungen aus dem Appstore keine Gewähr, dass sie frei von Schadsoftware sind.

Schließlich ist eine aktuelle Virensoftware auf dem Smartphone unerlässlich für einen sicheren Schutz vor Schadsoftware und damit letztlich vor ungewollten Datenübertragungen und Rechnungsbeträgen.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V.

 


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