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Kommen die Streamingdienste an ihre Grenzen?



Kommen die Streamingdienste an ihre Grenzen?

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Die Panik rund um das Coronavirus ist so groß, dass davon auch die Streamingdienste erfasst wurden. Zu einem profitieren die Anbieter von den steigenden Nutzerzahlen, auf der anderen Seite gibt es aber auch massive Probleme. In Zeiten von Corona sind die TV-Sender voll mit Livestreams, in denen sekündlich über die Entwicklung berichtet wird. Das nervt die meisten Zuschauer. Es ist mittlerweile ein langweiliges Thema geworden. Zugleich müssen viele Menschen zuhause bleiben und ihnen fällt die Decker einfach auf den Kopf. Streamingdienste wie Amazon und Netflix, die beiden größten auf dem Markt, werden gerne frequentiert. Für Netflix ist das eine besondere Herausforderung, immerhin verfügt der Anbieter nur über wenige Finanzreserven und wird immer wieder als Übernahmekandidat gehandelt.

Zuschauerzahlen explodieren

Amazon und Netflix, sowie die anderen Anbieter im Streamingbereich verzeichnen eine unglaubliche Zunahme. Das beginnt bereits am frühen Nachmittag und zieht sich weit in die Nacht hinein. Wie groß die Steigerung ist, lässt sich nicht genau sagen. Schon in der Vergangenheit ist Netflix damit aufgefallen, seine Zahlen zu schönen.

Was zunächst für deutliche Mehreinnahmen in den Kassen der Konzerne führt, hat aber auch Schattenseiten. So erleben wir immer mal wieder Zeiten, in denen das Internet an seine Grenzen kommt. Die Nutzung in Corona-Zeiten steigt ungewöhnlich an. Aus Angst meiden die meisten Menschen einen Spaziergang und sitzen lieber vor dem Fernseher. Aber nicht nur die Netzüberlastung führt hin und wieder zu Problemen.

Serien und Filme werden knapp

Durch die strengen Maßnahmen in der Welt, zum Schutz vor dem Virus, sind auch die Produktionen weltweit betroffen, viele davon sind lahmgelegt. Das hat vor allem versicherungstechnische Gründe. So muss bei einem Dreh für jeden Schauspieler eine Versicherung abgeschlossen werden. Bei der derzeitigen Pandemie weigern sich aber viele Gesellschaften eine solche Police abzuschließen. Hinzu kommen die eingeschränkten Drehmöglichkeiten überall auf der Welt.

Neue Serien und Filme stocken. Ein Weiterdreh ist nicht möglich und so bleibt den Streaming-Anbietern nur der Zugriff auf ihre Altbestände. Betroffen ist vor allem Netflix, der nur über wenige neue Filme verfügt und somit seinen Kunden praktisch nichts Neues mehr anbieten kann. Amazon hingegen steht besser da und hat ein breiteres Angebot als sein Konkurrent. Umso länger die Krise anhält, desto schneller könnte sich die Situation für einige Streaming-Anbieter zum Schlechten wenden. Machen sie jetzt noch große Kasse, könnten die Nutzer bald zu anderen Anbietern wechseln und für Finanzprobleme bei den kleineren Sorgen. Netflix könnte erneut in Schieflage geraten.

Alles wird gestreamt

Aber nicht nur Serien und Filme stehen ganz oben beim Ranking. Auch Dokumentarserien, aber auch Formel 1 und eSport werden immer häufiger bei den Anbietern gesucht. Bereits am frühen Nachmittag steigen die Nutzerzahlen deutlich an. Netflix hat angekündigt, bei einer Überlastung, von HD auf SD zu schalten, um dem Ansturm her zu werden und die Netze nicht zu sehr zu überlasten. Bei Amazon gibt es dazu noch keine Stellungnahme.

Geoblocking abgeschafft

Erfreulich in diesem Zusammenhang ist auch, dass vor einiger Zeit das Geoblocking endlich angeschafft wurde. Die Kunden von kostenpflichtigen Anbietern können nun in der gesamten EU auf die Streaminginhalte zugreifen. Auch für vorübergehende Aufenthalte in anderen EU-Ländern gibt es keine Beschränkung mehr. Das sind zumindest gute Nachrichten für Menschen, die durch gesperrte Grenzen weiterhin in anderen Ländern festsitzen.


Foto: Bild dient zur Veranschaulichung und kann vom Geschehen abweichen.

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