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IMSA WeatherTech SportsCar Championship, 2. Lauf, Sebring/USA Porsche will Vorjahressieg in Sebring wiederholen


IMSA WeatherTech SportsCar Championship, 2. Lauf, Sebring/USA  Porsche will Vorjahressieg in Sebring wiederholen


IMSA WeatherTech SportsCar Championship, 2. Lauf, Sebring/USA Porsche will Vorjahressieg in Sebring wiederholen

Stuttgart. Porsche möchte beim kommenden Saisonlauf der IMSA WeatherTech SportsCar Championship in Sebring (USA) an den großen Erfolg des Vorjahres anknüpfen. Das Werksteam schickt zwei rund 510 PS starke Porsche 911 RSR in das traditionsreiche Zwölfstundenrennen in Florida. Die Fahrzeuge der GTLM-Kategorie werden wie bereits beim Saisonauftakt in Daytona (USA) in einer modernen Interpretation des legendären Designs von Brumos Racing an den Start gehen. In der Klasse GTD starten zwei Kundenteams mit jeweils einem Porsche 911 GT3 R der neuesten Generation.

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Das Rennen
Der Sebring International Raceway ist berühmt und berüchtigt zugleich. Durch den Ausspruch „Respect the bumps“ wird allen Fahrern und Verantwortlichen deutlich, was bei der Fahrt über die 6,02 Kilometer lange Strecke mit 17 Kurven ein zusätzliches Hindernis darstellt: Der auf einem ehemaligen Militärflugfeld gelegene Kurs beinhaltet heftige Bodenwellen. Rund ein Drittel der Rennstrecke ist nicht asphaltiert, sondern besteht aus alten Betonplatten. Dies erfordert eine intensive Abstimmungsarbeit am Fahrzeug, um Mensch und Material für die Jagd über zwölf Stunden optimal vorzubereiten. Eine der berühmtesten Kurven ist die „Sunset Bend“, die einen schnellen und sehr unebenen Rechtsbogen auf die Start-Ziel-Gerade bildet. Die 12 Stunden von Sebring zählen ebenso zur Wertung des North American Endurance Cup (NAEC) wie die Rennen in Daytona, Watkins Glen und auf der Road Atlanta.

Die Porsche-Fahrer
Im Porsche 911 RSR mit der Startnummer 911 wechseln sich erneut die Vorjahressieger Patrick Pilet (Frankreich), Nick Tandy (Großbritannien) und Frédéric Makowiecki (Frankreich) ab. Das Trio hatte 2018 in Sebring und auch beim „Petit Le Mans“ auf der Road Atlanta triumphiert. Im Schwesterauto agieren Earl Bamber (Neuseeland), Laurens Vanthoor (Belgien) und Mathieu Jaminet (Frankreich). Die Fahrer im Auto mit der Nummer 912 hatten beim Saisonauftakt in Daytona einen Podestplatz eingefahren. Im Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 9 der kanadischen Kundenmannschaft Pfaff Motorports wechselt sich Porsche-Entwicklungsfahrer Lars Kern (Weissach) mit den Kanadiern Scott Hargrove und Zacharie Robichon ab. Im baugleichen Fahrzeug von Park Place Motorsports (Startnummer 73) fahren Porsche-Werkspilot Patrick Long (USA) und seine Landsleute Patrick Lindsey und Nicholas Boulle.

Porsche-Erfolge in Sebring
Mit 18 Gesamtsiegen ist Porsche die mit Abstand erfolgreichste Marke beim Zwölfstundenrennen in Florida. Der traditionsreiche Event, der bereits 1952 zum ersten Mal ausgetragen wurde, war vor allem in den 1970er- und 1980er-Jahren vom Sportwagen-Hersteller aus Weissach bestimmt. Zwischen 1976 und 1988 gelangen 13 Gesamtsiege in Folge. Den ersten Porsche-Triumph in Sebring fuhren die Rennlegenden Hans Herrmann und Jo Siffert 1960 ein. Der bisher letzte Gesamterfolg gelang den Werksfahrern Timo Bernhard (Bruchmühlbach-Miesau) und Romain Dumas (Frankreich) gemeinsam mit Emmanuel Collard (Frankreich) 2008 am Steuer des Porsche RS Spyder von Penske Racing.

Die Porsche-Fahrzeuge
Der Porsche 911 RSR wurde für seine dritte Rennsaison in Nordamerika vor allem im Bereich Setup weiter optimiert. Der vor der Hinterachse eingebaute Motor leistet je nach Restriktorgröße rund 375 kW (510 PS). Für aerodynamische Effizienz und ein hohes Maß an Abtrieb sorgt der große Heckdiffusor in Kombination mit dem hängend angebundenen Heckflügel. Der 911 GT3 R wurde für die Saison 2019 neu entwickelt. Dabei wurden die Erkenntnisse aus den zahlreichen Einsätzen des Vorgängermodells konsequent für Verbesserungen in den Bereichen Aerodynamik und Kinematik genutzt. Der Sechszylinder-Motor im Heck des GT3-Rennfahrzeuges für den Kundeneinsatz leistet über 368 kW (500 PS).

Die Zeiten
Das Rennen startet am Samstag, 16. März um 10:40 Uhr Ortszeit (15:40 Uhr MEZ). Live übertragen wird es außerhalb der USA und Kanadas im Internet auf www.imsa.com.

Stimmen vor dem Rennen
Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter GT-Werksmotorsport): „Nach dem Podestplatz zum Saisonauftakt in Daytona wollen wir am liebsten einen Sieg nachlegen. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. In der Saison 2018 haben wir in Sebring gewonnen. Das wollen wir nun wiederholen. Das Auto passt sehr gut auf die traditionsreiche Strecke mit ihren berühmten Bodenwellen. Unsere Fahrer sind sehr erfahren und haben bereits viele Erfolge dort gefeiert. Wir stehen vor einem großen Renn-
wochenende, mit einem Aufwand, der ähnlich hoch ist wie beim Start mit vier Werksautos in Le Mans, denn auch die WEC gastiert in Sebring. Wir wollen diesen intensiven Event mit großen Erfolgen abschließen.“

Steffen Höllwarth (Programmmanager IMSA SportsCar Championship): „Ich freue mich sehr auf das Sebring-Rennen, denn es zählt zu den ganz großen Herausforderungen im Motorsport. Die Strecke verlangt den Fahrern, dem Team und den Autos alles ab. Es ist schwer, dort zu gewinnen. Wir kommen als Vorjahressieger dorthin. Wir wissen also grundsätzlich, wie man diese Aufgabe angehen muss. Bei einem Test mit beiden Autos und allen Fahrern konnten wir uns bestens auf unterschiedliche Bedingungen vorbereiten. Es ist wichtig, dass die Autos bei Hitze gut fahrbar sind und auch im Finale in der Dunkelheit bei kühleren Temperaturen eine starke Performance zeigen.“

Sebastian Golz (Projektleiter 911 GT3 R): „Das Zwölfstundenrennen in Sebring ist wieder eine ganz neue Herausforderung. Der neue Porsche 911 GT3 R zeigte auf seinen ersten Testkilometern, dass die besonderen Anforderungen der Strecke durch die unebene Fahrbahn vom Fahrzeug sehr gut aufgenommen werden. Wir schauen zuversichtlich auf das zweite Langstreckenhighlight der Saison 2019 und werden mit unseren Teams um das Podium in Sebring kämpfen.“

Patrick Pilet (Porsche 911 RSR #911): „Unser Sieg im vergangenen Jahr hat gezeigt, wie wichtig gute Teamarbeit in einem solchen Rennen ist. Weder die Mannschaft noch wir Fahrer haben uns irgendwelche Fehler erlaubt. Wir haben genau in den richtigen Momenten vorsichtig agiert und dann Vollgas gegeben, als es um die Wurst ging. Das war der Schlüssel. Zwölf Stunden auf einer solch holprigen Strecke sind extrem anstrengend. Wir möchten uns auch in diesem Jahr mit einem Sieg für diese Strapazen belohnen.“

Nick Tandy (Porsche 911 RSR #911): „Ehrlich gesagt zählte Sebring über viele Jahre nicht gerade zu meinen Lieblingstrecken, aber das hat sich durch unseren Sieg im vergangenen Jahr geändert. Nicht nur die Rüttelpiste an sich macht den Event so besonders. Es sind auch die wechselnden Bedingungen bei der Fahrt in die Nacht hinein – und nicht zuletzt auch die vielen im positiven Sinn verrückten Fans an der Strecke. Ich freue mich schon sehr auf das Rennen, es ist ein echter Langstreckenklassiker. Wir wollen natürlich ebenso gut abschneiden wie im Vorjahr.“

Frédéric Makowiecki (Porsche 911 RSR #911): „Das Zwölfstundenrennen in Sebring ist sicherlich der schwierigste Lauf des gesamten Jahres in Nordamerika. Und genau deswegen freue ich mich extrem darauf. Die Strecke fordert Mensch und Maschine aufs Äußerste. Wenn es gegen Ende des Rennens immer dunkler wird, ist die Sicht alles andere als gut, weil Sebring kaum ausgeleuchtet ist. Im vergangenen Jahr haben wir alle die Hindernisse perfekt genommen. Das wollen wir wiederholen und erneut ganz oben auf dem Podest landen.“

Laurens Vanthoor (Porsche 911 RSR #912): „Die Strecke von Sebring liegt unserem Porsche 911 RSR. Im vergangenen Jahr waren wir Dritte, unser Schwesterauto hat damals gewonnen. Ich gehe daher davon aus, dass wir nun auch wieder beste Chancen haben werden. Die Strecke mit ihren Bodenwellen ist brutaler als alle anderen Pisten dieser Welt. Wenn dort das Auto nicht optimal abgestimmt ist, dann wird dein Leben als Fahrer extrem schwer. Deshalb wird es umso wichtiger sein, auch an den kleinsten Details des Set-ups zu arbeiten. Beim Test Mitte Februar haben wir schon gute Schritte in diese Richtung gemacht.“

Earl Bamber (Porsche 911 RSR #912): „Nach Platz drei im vergangenen Jahr wollen wir nun mehr erreichen. Dass der Porsche 911 RSR im harten Wettbewerb auf der extrem welligen Strecke eine scharfe Waffe ist, das wissen wir spätestens seit dem Sieg 2018. Wir müssen mit Köpfchen agieren, uns genau überlegen, in welchen Phasen des Rennens an die absolute Grenze gegangen werden kann. Wenn wir taktisch klug fahren und uns aus allem Ungemach heraushalten, dann werden wir im Finale in der Dunkelheit beste Chancen auf eine gute Platzierung haben.“

Mathieu Jaminet (Porsche 911 RSR #912): „Im vergangenen Jahr war ich in der GTD-Klasse in einem Porsche 911 GT3 R eines Kundenteams in Sebring am Start. Jetzt darf ich diese besondere Strecke endlich im 911 RSR unter die Räder nehmen. Ich bin schon sehr gespannt. Sicher ist, dass Sebring zu den härtesten Rennstrecken der Welt gehört. Nirgends wirst du derart durchgeschüttelt wie dort. Porsche hat im vergangenen Jahr beide Werksautos auf das Podium gebracht. Genau das wollen wir in diesem Jahr auch wieder schaffen.“

Lars Kern (Porsche 911 GT3 R #9): „Nach einem schwierigen Saisonstart in Daytona freuen wir uns nun riesig auf das Zwölfstundenrennen in Sebring. Wir sind gut vorbereitet und hoffen, endlich das gesamte Potenzial unseres 2019er Porsche 911 GT3 R zeigen zu können. Für mich persönlich ist Sebring natürlich ein weiteres Highlight. Bei einem solch historischen Rennen anzutreten, ist für einen Rennfahrer immer etwas ganz Besonderes.“

Patrick Long (Porsche 911 GT3 R #73): „Diese Rennstrecke treibt Teams, Fahrer und Autos an die absoluten Grenzen. Es ist wirklich brutal. Man muss dort immer konzentriert sein und jederzeit besonnen handeln. Letztlich geht es zunächst nur darum, das Auto für die letzten Stunden in der Dunkelheit in einer guten Position zu haben. Wenn das gelingt, dann ist im Finish immer alles drin. Unsere Saison hat in Daytona recht gut begonnen. Nun wollen wir möglichst viele Punkte nachlegen.“

Das ist die IMSA SportsCar Championship
Die IMSA SportsCar Championship ist eine Sportwagenrennserie, die seit 2014 in den USA und Kanada ausgetragen wird. Sie ist aus dem Zusammenschluss der American Le Mans Series und der Grand-Am Series entstanden. Sportprototypen und Sportwagen starten dabei in vier verschiedenen Klassen: GTLM (GT Le Mans), GTD (GT Daytona) sowie DPi (Daytona Prototype international) und LMP2 (Le Mans Prototype 2). Der Porsche 911 RSR fährt in der Klasse GTLM, der Porsche 911 GT3 R in der Klasse GTD.

Quelle: Porsche Motorsport

 


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